Körperverletzung durch psychischen Schaden?

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4 Antworten

Rein psychische Empfindungen genügen bei keiner Handlungsalternative, um einen Körperverletzungserfolg gemäß § 223 Abs. 1 StGB zu begründen (vgl. BGHSt 48, 34, 36). Wirkt der Täter auf sein Opfer lediglich psychisch ein, liegt eine Körperverletzung daher erst dann vor, wenn ein pathologischer, somatisch-objektivierbarer Zustand hervorgerufen worden ist, der vom Normalzustand nachteilig abweicht (vgl. BGH aaO S. 36 f.). Bloß emotionale Reaktionen auf Aufregungen, wie etwa starke Gemütsbewegungen oder andere Erregungszustände, aber auch latente Angstzustände, stellen keinen pathologischen Zustand und damit keine Gesundheitsbeschädigung im Sinne des § 223 Abs. 1 StGB dar 

strafrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH)



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Kommentar von scoogy
21.10.2016, 17:12

Übersetzt also, wenn der Defekt psychologisch kategorisierbar ist (siehe ICD). Richtig?

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Kommentar von djbee
21.10.2016, 17:14

Das würde bedeutet, dass z.B: bei einem Trauma mit anschließender posttraumatischer Belastungsstörung eine Körperverletzung vorliegen würde, richtig?

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Unbedingt. Psychische Schäden haben oft größere Auswirkungen auf den Alltag als man selbst einzuschätzen vermag, auch weil sie im Regelfall nicht einfach zu erkennen und entsprechend frühzeitig zu therapieren sind.

Ob der psychische Schaden vorsätzlich herbeigeführt wurde oder auch nicht, ist wohl im Einzelfall zu entscheiden. Wird auf Vorsatz entschieden, gibt es noch Abstufungen, aber Vorsatz begründet den Straftatbestand ohnehin. Kann richtig teuer werden.

Handle angemessen. 

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Sowohl der Vorsatz als auch das Trauma, also die Auswirkungen, müssen nachgewiesen werden. Meiner Erfahrung nach juckt das in den meisten Fällen trotzdem keine Sau. Braucht man einen guten Anwalt. Und Durchhaltevermögen, das man traumatisiert kaum hat.

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Ja... alles was dem gegenüber ein Unwohlsein beschert ist schon Körperverletzung

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