Körperverletzung - was kommt auf mich zu..?

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15 Antworten

Möglicherweise musst du zur Polizei eine Aussage machen. Sobald du nur erwähnst, dass er einen Teleskopschlagstock hatte und du unbewaffnet warst, ist schon eine Notwehrsituation erkennbar. Viel mehr noch: Dann hat er nämlich gleich mal die A...Karte, denn die Dinger sind rechtlich etwas diffizil, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Solang du nicht noch nachgetreten hast, als er schon am Boden lag, liegt auch kein Notwehrexzess vor (Notwehrexzess: Über das Ziel hinaus schießen, also z.B. sich mit Waffen gegen einen Unbewaffneten gleicher Stärke zu Wehr setzen oder nachtreten wenn der Angreifer wehrlos am Boden liegt)

Ich kann mir drei Szenarien vorstellen:

  • .1. Er geht zur Polizei, erstattet Anzeige, die Polizisten lachen nur müde und schicken ihn nach Hause, weil du in Notwehr gehandelt hast. Im Zweifelsfall kriegt er noch eins auf den Deckel wegen Teleskopschlagstock.
  • .2. Er geht zur Polizei, sie ermittelt erst mal gegen dich, du wirst erst mal zu einer Aussage geladen, erzählst das mit dem Teleskopschlagstock und der Notwehr, du bist fein raus (du wolltest deine Freundin ja nur zur Rede stellen aber keine Prügelei anfangen, die ging von ihm aus), und er kriegt eins wegen dem Teleskopschlagstock auf den Deckel
  • .3. Es steht Aussage gegen Aussage und deine Freundin wird befragt. Antwortet sie wahrheitsgemäß für dich und die Sache ist gegessen, siehe Szenario 2. Oder sie will dir eins reinwürgen, lügt sich was zusammen, dass du ihn noch getreten und geschlagen hast, als er schon am Boden lag, und die Sache geht vor Gericht. Hier kannst du sie mit deinem Anwalt in die Zange nehmen, ggf. vereidigen lassen, und am Ende knickt sie entweder ein oder ist trotz Eid unglaubwürdig. Dann kriegt er eins auf den Deckel wegen dem Teleskopschlagstock, sie wegen Falschaussage (evtl. gar noch Meineid) und du bist fein raus.
appleT 28.04.2013, 12:19

Ich hoffe sie antwortet Wahrheitsgemäß..

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Mindermeinung 28.04.2013, 18:35

Wenn der Angreifer aufgrund der Alkoholisierung eingeschränkt schuldfähig oder gar schuldunfähig war, ist das Notwehrrecht jedoch eingeschränkt.

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volker79 28.04.2013, 18:49
@Mindermeinung

Schuldfähig oder handlungsfähig?

Wohl eher handlungsfähig. Wenn jemand betrunken ist und könnte mich trotzdem noch KO schlagen oder schwer verletzen, gerade weil er auch noch bewaffnet ist, dann darf man sich ja wohl genauso verteidigen, wie gegen jemand Nüchternes. Man ist nicht verpflichtet, sich ins Koma prügeln zu lassen, weil die Chance besteht, dass der Angreifer evtl. wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen werden könnte.

Anders sieht es aus, wenn er von sich aus schon umfällt, bevor er Schaden anrichten kann. Dann wäre höchstens noch ein Entwaffnen (gerade wenn es Stich- oder Schusswaffen wären - aber hier hatte der Angreifer ja nur eine Hiebwaffe) gerechtfertigt, aber keine Schlägerei mehr.

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Mindermeinung 01.05.2013, 19:35
@volker79

@volker79: Schuldunfähig (§ 20 StGB) oder eingeschränkt schuldfähig (§ 21 StGB). Bei eingeschränkt schuldfähigen gibt es unterschiedliche, divergierende Auffassungen. Z.B. das AG Rudolfstadt bejaht die Einschränkung des Notwehrrechts auch bei vermindert schuldfähigen

(Leitsatz: "Durch den Angriff von Betrunkenen wird der Geltungsanspruch des Rechts nicht ernstlich in Frage gestellt, weshalb es einer Bewährung des Rechts hier nicht bedarf. Gegenüber schuldunfähigen oder vermindert schuldfähigen Personen ist es vielmehr regelmäßig geboten, auf Abwehr zu verzichten oder sich zumindest ohne ernstliche Verletzungen des Angreifers zu verteidigen" Az. 635 Js 22279/06 2 Ds jug., - Urteil vom 23.01.2007)

Bereits die eingeschränkte Schuldunfähigkeit auf Täterseite führt, folgt man dieser Auffassung, zur Einschränkung des Notwehrrechts auf Opferseite; Sofern es zuzumuten und gefahrlos möglich ist, muss der Verteidiger dem Angriff dann ausweichen. Ist ein bloßes ausweichen unzumutbar, darf die erforderliche Verteidigung nur schonend und unter Wahrung der Rechtsgüter des Angreifers erfolgen. Die Offensivverteidigung ist dagegen nur als ultima ratio zulässig. Es kommt - wie immer - auf den genauen Sachverhalt im Einzelfall an.

Deine Auffassung, dass der Angreifer erst "handlungsunfähig" sein muss, ist nicht richtig. Dann wäre Notwehr ja so oder so schon mangels Angriff nicht mehr einschlägig (denn derjenige kippt ja von selbst um, ist also zu einem Angriff nicht mehr in der Lage); Jedenfalls ist Notwehr dann aber weder erforderlich noch geboten. Ginge es nur um Handlungsunfähigkeit, würde das auch bedeuten, dass z.B. uneingeschränkt Notwehr gegen Kinder zulässig wäre, die aufgrund § 19 StGB ebenfalls Schuldunfähig sind - was aber eben gerade richtigerweise nicht der Fall ist.

@appleT: Dass das Tatopfer den Strafantrag zurückgenommen hat, bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sache damit abgeschlossen ist. Die Staatsanwaltschaft hat die Möglichkeit, dass besondere öffentliche Interesse an der Verfolgung zu bejahen, vgl.§ 230 StGB. Eine solche Entscheidung kann auch gegen den Willen des Tatopfers getroffen werden, und ist - außer im Rahmen der Willkürkontrolle - unüberprüfbar und unanfechtbar. Bei den meisten Beziehungsstreitigkeiten wird das besondere öffentliche Interesse jedoch regelmäßig verneint.

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appleT 29.04.2013, 21:13

So Hallo. Ich klär mal auf was nun Sache ist. Kurz und knapp. Der Typ hat seine Anzeige zurückgezogen. Fall geklärt. Wird privat geklärt bzw. übern Anwalt. Ich übernehme die Therapiekosten. Und muss mir ein neues Dojo suchen. Und sehe sie (die Beiden) nie wieder.

mfg appleT

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Da ein Angriff auf dich vorlag, kann es sein, dass deine Gewaltanwendung durch Notwehr (§ 32 StGB) gedeckt war und somit straffrei bliebe.

Solltest du Post von der Polizei bekommen so gehst du dort bitte auf keinen Fall hin. Mach auf keinen Fall eine Aussage (§ 55 StPO), es sei denn dein Verteidiger rät dir dazu.

Suche dir einen auf Strafrecht spezialisierten Rechtsanwalt und besprich das weitere Vorgehen.

wenn du Zeugen hast, die beweisen können dass du dich nur verteidigt hast bzw. in Notwehr gehandelt hast, dann wird die Anzeige im Sand verlaufen und der Staatsanwalt stellt das Verfahren ein. Inwieweit du dein Wissen des Kampfsports eingesetzt hast und es gereicht hätte, dich anders zu wehren, das weiß ich nciht denn da gibt es ja auch so eine Art "Regel". Du schreibst hier nicht, wie sehr er verletzt wurde und ob er ins Krankenhaus musste und was er angezeigt hat. Körperverletzung??? Ich denke wenn er wieer nüchtern ist wird er die Anzeige wieder zurück ziehen. Wenn es weitergehen SOLLTE, dann kann das bis zu 3 Monaten dauern bis alles erledigt ist und ch denke dann bist du mit einem Antiagressionstraining dran und je nach Schwere der Verletzung noch Sozialstunden

appleT 28.04.2013, 12:10

Hi Zeugin habe ich, die Ex halt. Ich habe ihn 3 mal im Gesicht geboxt, Kinn, Nase, Schläfe. K.O. Er hatte Nasenbluten. Und noch ein Tritt in den Bauch. Krankenwagen war da.

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tapri 28.04.2013, 12:28
@appleT

was deine EX aussagen wird, da würde ich mich nciht weit aus dem Fenster lehnen dafür, ob es die Wahrheit sein wird. Dass diese Anzahl von Schlägen nicht gerechtfertigt sind wird auch ein Richter so sehen. Erschwerend kommt dazu dass du Kampfsport geübt bist......das sieht nun doch nach einer schweren Körperverletzung aus. Zivielgericht wird über Schmerzensgeld und evtl. Schadenersatz entscheiden. da wirst du zahlen müssen. Strafrechtlich wirst du wohl (wenn du keine Vorstrafen hast) mit Geldstrafe oder Sozialstunden davon kommen - je nach grad der Verletzugen. alles in allem denke ich, wird sich das bis zu 6 Monaten hinziehen. Nimm dir einen Anwalt, manchmal kann man sowas auch ausser gerichtlich klären.... viel Glück

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Eine Strafe dürfte eigentlich nicht auf dich zukommen, die Tat ist zweifellos durch § 32 StGB, also Notwehr gerechtfertigt da alle notwendigen Bedingungen vorliegen.

Die erste Frage die sich mir stellen würde ist die Frage ob es eine Körperverletzung oder eine schwere Körperverletzung war.

Zur schweren Körperverletzung gehört immer eine Tatwaffe, also ein Stock oder irgend was halt, Körperverletzung ist das Schlagen mit der Hand, Faust usw. Nun stellt sich eben die Frage wie die Faust bei einem Kampfsportler gewertet werden kann.

Auf der anderen Seite hat er einen Schlagstock gezogen und der fällt nun mal unters Waffengesetz und ist damit verboten. Damit hat er Dich mit einer Waffe bedroht was Dir natürlich das Recht zur Notwehr einräumt. Nun stellt sich nur noch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, war es Dir also möglich die Gefahr mit einem Schlag, einer Aktion abzuwenden oder nicht. Dafür spricht, dass er besoffen war. Auf der anderen Seite haben aber Besoffene ein deutlich gemindertes Schmerzempfinden und so wäre es vorstellbar, dass er Dich nach dem ersten Schlag weiter attackiert hat. Das wird die Zeugenbefragung ergeben.

Zum Strafmaß kann man keine verbindliche Auskunft geben, wenn sonst nicht vorliegt wird es eher handsam, wobei Deine Ausbildung natürlich eher negativ wirken wird.

Es geht aber dann sicher noch weiter, würde er den Prozess gewinnen, hierbei handelt es sich ja um ein Strafverfahren, bleibt abzuwarten ob er auch Zivilrechtlich gegen Dich vorgehen wird, dieses Instrument hält er nämlich auch in Händen und kann auf Schmerzensgeld und Schadenersatz usw. klagen.

Hier zu schreiben, dass Gewalt keine Lösung ist wäre geheuchelt, da ich an Deiner Stelle wohl nicht wirklich anders gehandelt hätte.

eindeutig die todesstrafe:-) aber um ehrlich zu sein solltest du von deinem dojo geschmissen werden weil du dich in sowas verwickeln laesst. Allein deine aussage mit zurecht gewiesen, zeugt auch nicht gerade von einsicht oder ehrenhaftigkeit. Bin kampfsportler ist auch eine aussage, die kein vernuenftiger martial artist verwenden wuerde und erst recht nicht in diesem bezug. her sieht es so aus das du stolz auf deine handlung bist, was du selbstverstaendlich dem staatsanwalt mitteilen musst damit du auch hoeher bestraft wirst. Waere ich dein ausbilder weurde ich dich aus meiner schule verbannen.

appleT 29.04.2013, 21:06

Glückwunsch.

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Du wirst wahrscheinlich eine Vorladung zur Beschuldigtenvernehmung bekommen. Dort hin gehst Du am besten nur in Begleitung eines Rechtsanwalts. Auf keinen Fall eigenes Laien-Gequassel dort!

Wenn der andere mit einem Teleskopschlagstock auf Dich losgegangen ist, kannst Du Dich sicher auf das Notwehrrecht berufen. In so einer Situation kann man auch begründen, dass ein Knockout-Schlag verhältnismässig war. Dein einziges Problem könnte es sein, dass Du evtl. nicht nachweisen kannst, dass der andere Dich angegriffen hat und dabei den Schlagstock einsetzen wollte. Oder gibt es Zeugen? - Das Problem solltest Du mal dringend mit einem Anwalt besprechen.

appleT 29.04.2013, 21:03

Anwalt bereits verständigt. Zeugin vorhanden. Die EX

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du bekommst Post von der Polizei, dann musst du deine Aussage machen. Dann geht es an die Staatsanwaltschaft. Je nach dem wieviel die zu tun hat, bekommst du innerhalb von 3-6 Monaten Post von der Staatsanwaltschaft wo drin steht, ob du angeklagt wirst oder das Verfahren eingestellt wird.....

Das wird ggf als Notwehr erkannt im Affekt... aber du musst damit rechnen, dass dir dein Kampfsport zum Verhängnis werden kann und eine Teilschuld auf dich zukommt. Ich bspw habe Ende der 80er meine Schwergewichts Boxlizenz verloren weil ich einen ausknockte wegen meiner damaligen Perle

zückte einen Teleskopschlagstock und ging auf mich los.

Da hätten wir schon eine mögliche Notwehrsituation. Wenn Du bei Deiner Aussage das Detail unterschlägst, dass er (für Dich auf den ersten Blick erkennbar)

voll noch besoffen

war, hast Du gute Chancen, dass Deine Tat als nicht rechtswidrige Notwehr gewertet wird.

Glückwunsch zu dieser Freundin, übrigens.

appleT 28.04.2013, 12:01

Danke für die Antwort. Nun noch eine Frage, wie lange dauert es denn nun, bis es abgeschlossen ist..? Kriege ich Post das es Eingestellt wurde.. oder muss ich zum Gericht.? Zieht es sich üner Tage oder WOchen..?

Ach die Freundin, mega Fehlgriff.. Zum Glück habe ich ihr keine Backpfeife verpasst

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RobertLiebling 28.04.2013, 15:54
@appleT

Kriege ich Post das es Eingestellt wurde.. oder muss ich zum Gericht.

Du wirst Post von der Staatsanwaltschaft bekommen. Das kann sich aber durchaus noch ein paar Monate hinziehen, bis Du da etwas hörst.

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Haglaz 29.04.2013, 00:34

Dass er betrunken war ist unbeachtlich, das kann und sollte auch dazu gesagt werden.

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RobertLiebling 29.04.2013, 10:29
@Haglaz

Dass er betrunken war ist unbeachtlich

Nein, ganz und gar nicht. Sollte Die Person erkennbar so stark alkoholisiert sein, dass sie sich kaum noch auf den Beinen zu halten vermag, ist der "Angriff" anders zu beurteilen als bei einem nüchternen Angreifer. Dies wirkt sich auch auf das Notwehrrecht aus.

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Du bist für Deine Tat voll verantwortlich. Der Betrunkene hat doch gar nicht gewußt was er tat, der wäre auch von alleine umgefallen.

Warum hast Du ihn nicht entwaffnet? Hast Du es nicht drauf?

Übrigens, dass was Deine Freundin tat ist kein Betrug im Sinne der Strafgesetze.

Wir kennen die Vorgeschichte nicht, insbesondere, ob Du schonmal strafrechtlich verurteilt worden bist. Und ob Du noch unter Juegendstrafrecht fällst.

Ansonsten schau hier:

http://dejure.org/gesetze/StGB/224.html

Zelphir 29.04.2013, 11:03

lol "Och der arme arme Betrunkene..."

Betrunkene muessten noch mehr bestraft werden wenn sie eine Straftat begehen! Sonst kann sich naemlich jeder einfach mal ein bisschen betrinken und eine geringere Strafe bekommen. "Ich wusste ja gar nicht was ich tat." Höhö die billigste Ausrede ever!

Wenn ich mich betrinke begebe ich mich wissentlich in einen Zustand in dem ich vielleicht Mist baue und deswegen sollte ich auch dafuer gerade stehen und nicht mich danach billig rausreden. Bin ich schließlich selbst drann schuld wenn ich mich so betrinke dass da oben nichts mehr richtig tickt.

Wenn derjenige sich so rausredet, dann wuerde ich ihn erstmal in eine Entzugsklinik oder so stecken, denn anscheinend hat er sich ja nicht mehr unter Kontrolle und muss sich betrinken wodurch er in einen Zustand kommt in dem er fuer andere gefaehrlich wird. Mit Betrunkenen wird eh viel zu sanft umgesprungen in Deutschland.

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  1. Selbstverteidigung wars nicht und das wird auch jeder Richter so sehen!

Du bist Kampfsportler und stehst nüchtern einen besoffenen gegenüber... du hättest ihn einfach entwaffnen & Kampfunfähig (zb. durch hebel) machen können. Zudem kurios warum du als Kampfsportler dich nicht unter Kontrolle hast.

  1. Bei KO... kann man i.d.R. von schwerer Körperverletzung ausgehen, wenn er (schwer) verletzt ist, dann mit Sicherheit. -hab selbst die erf. gemacht das man solche Auseinandersetzungen bei Kampfsportlern härter ahntet, als bei andren, weil eigtl. klar, sie trainieren ja den Kampf und wissen daher wie man einen Menschen effektiv Schaden zufügen kann.

  2. strafe, kommt eben auf deinen Fall an. Wenn du nur 1schlag gemacht hast und er dadurch ko ging... womöglich leichte Körperverletzung.

Sozialstunden halt ich für unwahrscheinlich, da du wusstest was du tust - von demher hat eine pädagogische Strafe keinen sinn bei dir bzw. bei Kampfsportlern allg.

Schmerzensgeld evtl. auch Schadensersatz, sind da eher denkbar. Und es kommt auch auf die Situation an sich an und auf seinen Verletzungen, dann ist auch eine Haftstrafe drinne.

Was für eine Strafe du entgültig bekommst, erfährst du natürlich erst bei dem Urteil also vom Richter.

Was für Strafen genau auf dich zukommen können, kann dir nur ein Anwalt sagen und ich empfehle dir wirklich, dir einen zu holen.

Mag sein das ich an einen "strengen" Richter geraten bin aber das sind meine erfahrungen.

appleT 28.04.2013, 12:17

Hallo sehr auschlussreich danke! Ja da hatte ich mich nun mal nicht unter Kontrolle..
Ich habe ihn 3 mal im Gesicht geboxt, Kinn, Nase, Schläfe. K.O. Er hatte Nasenbluten. Und noch ein Tritt in den Bauch. Krankenwagen war da. Weisst du zufälig, wie hoch die Strafe ausfallen könnte..? (Geldstrafe)

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Chiron02 28.04.2013, 15:43
@appleT

ne du keine Ahnung... wie erwähnt die höhe des Strafmaße liegt immer an der Situation und dem Ausgang...sprich verletzungen? bleibende schäden? bereust du's?

Kann dir kein Richtwert geben, nur wenn dann das es weh tun wird. sofern man knappes geld hat.

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volker79 28.04.2013, 17:36

Das sehe ich ein wenig anders, es hängt aber davon ab, wie "voll besoffen" der Aggressor wirklich war.

Erst mal steigert Alkohol das Aggressionspotential, die Körperkontrolle ist aber noch so weit da, dass man entsprechenden Schaden anrichten kann. Dazu war der Aggressor auch noch bewaffnet mit einem Teleskopschlagstock, der zwar nicht verboten ist, bei dem aber das öffentliche Führen bereits eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Das heißt, seitens des Aggressors liegt schon mal eine versuchte schwere Körperverletzung vor, und dagegen hat der Fragesteller sich gewehrt. Dass als Kampfsportler die Schläge etwas härter ausfallen, damit muss man als Angreifer rechnen, als Verteidiger ist man aber nicht in der Pflicht, den Angreifer darüber aufzuklären. Drei Schläge und ein Tritt und schon KO - das fällt für den Angreifer unter "persönliches Pech". Wäre nur noch zu klären, in wie weit ein Notwehrexzess vorliegt, also z.B. dass der Tritt noch folgte, als der Angreifer bereits am Boden lag und ob Schlag 2 und 3 zur akuten Abwehr (Aggressor hat weiterhin versucht anzugreifen) noch nötig gewesen wären.

Anders sähe die Situation aus, wenn "voll besoffen" heißt, dass er in Schlangenlinien auf den Fragesteller zugetorkelt ist und dabei mit dem Teleskopschlagstock Löcher in die Luft geschlagen hat. Hier liegt selbstredens keine Nothilfesituation gegen wehrlose Luft vor, sondern die Reaktion war dann total überzogen und dann stimme ich dir absolut zu.

Im Zweifelsfall hängt es von der Aussage der Freundin ab, und auch der Fragesteller sollte sich noch mal überlegen, ob er sich in dem Moment dauerhaft am wehren war, oder ob nicht Schlag 2 und 3 etwas überzogen waren. Wenn man dann zähneknirschend zugibt "Ja, ich musste mich wehren, sonst wär ich jetzt KO, aber danach war es eine Mischung aus Angst und Rage, da hab ich vielleicht was überzogen", wird vielleicht ein Notwehrexzess mit mildem Urteil draus. Auf der anderen Seite sollte man nichts zugeben, was man nicht gemacht hat, und wenn alles durch Notwehr gerechtfertigt war, sollte man dazu stehen und dann stehen die Chancen auch gut, dass das Verfahren entsprechend eingestellt wird.

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So Hallo. Ich klär mal auf was nun Sache ist. Kurz und knapp. Der Typ hat seine Anzeige zurückgezogen. Fall geklärt. Wird privat geklärt bzw. übern Anwalt. Ich übernehme die Therapiekosten. Und muss mir ein neues Dojo suchen. Und sehe sie (die Beiden) nie wieder.

mfg appleT

Eine Anzeige wahrscheinlich sozialstunden und eine Geldstrafe aber wenn du noch nicht vorgestraft bist dann kommt nichts schlimmeres auf dich zu :)

appleT 28.04.2013, 11:57

Ok. Eingestellt etc. Aber die Frage wie passiert das, wie kriege ich es mit, zieht sich das über Tage übers Gericht.. oder krieg ich Post..

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Ne die wird eingestellt das war Selbstverteidigung

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