Körpersprache überall gleich oder kulturell bedingt?

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5 Antworten

-- Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte, weiß der Volksmund. Tatsächlich "hören" wir instinktiv mehr auf die Sprache des Körpers als wir meinen. Auf der ganzen Welt reden die Menschen mit Händen und Füßen, zwinkern sich zu, tragen Blumen im Knopfloch, hüpfen vor Freude und trauern mit hängenden Schultern. Ständig tauschen wir nonverbale Botschaften aus - ob wir wollen oder nicht. Manchmal sind die Signale eindeutig, manchmal verstehen wir sie falsch.

-- Die Wissenschaft geht davon aus, dass bestimmte Basis-Gefühle wie Angst, Furcht, Glück, Trauer, Überraschung und Abscheu bei allen Menschen bestimmte nonverbale Ausdrucksformen hervorrufen. So gilt beispielsweise das Stirnrunzeln in so gut wie allen menschlichen Kulturen als Zeichen von Ärger. Das Lächeln wird ebenfalls weltweit als positives Signal und Sympathiezeichen eingesetzt. Auch die Deutung solcher Signale ist universell, sie werden überall verstanden.

-- Es gibt aber auch viele Körpersignale, die sich kulturell entwickelt haben und so missverständlich sind wie die verschiedenen Wortsprachen. So kann eine Geste wie der emporgereckte Daumen in unterschiedlichen Kulturkreisen genau das Gegenteil bedeuten. Oder eine für uns normale Haltung in anderen Teilen der Welt Empörung hervorrufen. Zum Beispiel ist das Übereinanderschlagen der Beine für einen Araber eine Beleidigung, denn die Fußsohle gilt im arabischen Kulturkreis als unrein. Gruppen von Menschen, Gesellschaften und Kulturen entwickeln ein eigenes System von nonverbalen Botschaften, einen eigenen Code. Nur wenn man mit diesem Code aufgewachsen ist, kann man ihn richtig verstehen und benutzen. Es gibt also Körpersignale, die wir alle verstehen und anwenden und solche, die kultur- oder regionalspezifisch sind. Hilfreich ist es in jedem Fall, die Möglichkeiten der Körpersprache gut zu kennen, sie lesen und einsetzen zu lernen.

Ausführlich: http://www.planet-wissen.de/kultur_medien/kommunikation/koerpersprache/index.jsp

elenore 15.07.2011, 12:31

Dankeschön für das goldene Sternchen!!

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Nonverbale Kommunikation kann fast zu mehr Mißverständnissen führen als verbale.

Was ein Japaner z.B. für angebracht und höflich hält, das stößt bei uns auf Unverständnis bzw. halten wir vieles für Desinteresse und Ablehnung. DAS ist aber nur ein Beispiel unter vielen!!!!!

Auch die Mimik sagt oft etwas ganz anderes aus als wir es kennen.

Es gibt so viele Unterschiede in der Art der Kommunikation und es würde zu weit führen, das hier alles aufzuführen. Ich habe hier einen Studienbrief liegen zu genau diesem Thema aber man muss sich da wirklich durchlesen. Mal eben so antworten geben geht nicht.

...das, was jetzt kommt, ist nicht wissenschaftlich gestützt, wohlgemerkt; vielmehr meine ganz eigene "Theorie" dazu:

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Ich glaube, dass man das trennen muss: einerseits das, was du als "kulturelle Ausprägung" beschreibst (sich also über Zeiträume und aufgrund regionaler Gegebenheiten) so entwickelt - an Gestiken wohl, insbesondere). Entspringt, so gesehen, vielleicht eher der Bewusstseinsebene.

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Und andererseits das, was als (ganz "archaisches" und unbewusstes) "Bewegungs-" und "Kommunikationsmuster" in jedem Menschen von Geburt an so angelegt und vorhanden ist (insbesondere die Mimik - die sich ganz unmittelbar zeigt; weitgehend auch nicht mehr "veränderbar" ist, im eigentlichen Sinne).

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Hier noch was zum Lesen, vielleicht (falls das überhaupt noch "Neues" beinhaltet - das weiß ich nicht, an der Stelle...) :

http://www.marketing.ch/wissen/koerpersprache/grundlagen.pdf

das ist wirklich von kultur zu kultur unterschiedlich. ich meine du weißt ja, was wir in deutschland für gesten beim reden haben, und dann schau dir mal einen bollywood film an xD die machen immer irgendwas mit ihrer hand und bewegen den kopf so schlangenartig xD

in bulgarien nickt man, wenn man "nein" meint mit den kopf

und schüttelt ihn, so man "ja" meint,

also genau andersrum, als bei uns

Thassos 10.07.2011, 12:57

auch in Griechenland

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