Körper schüttelt während transzendentaler Meditation?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

nachdem ich die bisherigen antworten gelesen habe, kann ich dich beruhigen:

ih bin ein TM-ler, der seit 50 jahren meditiert, noch nie kosmisch gegrinst hat und auch noch alle tassen im schrank hat. außerdem habe ich gerade das älteste werk über yoga, die yogasutras des patanjali, neu aus dem sanskrit übersetzt und mit meinen erfahrungen der meditation und des tm-sidhi-programms kommentiert. darin beschreibt patanjali im ersten schritt über samadhi alle die hindernisse und ablenkungen, die beim meditieren und eintauchen in tiefere schichten des geistes auftreten können.

Was du erlebst, sind anzeichen von stresslösungen im nervensystem durch die tiefe entspannung. das braucht dich nicht zu beunruhigen. es sind normalisierungsprozesse auf dem weg zu einem völlig verspannungsfreien nervensystem, das dir ständiges samadhi auch während des wachens, schlafens und träumens ermöglicht.

patanjali definiert yoga als geisteswellenberuhigung. sobald das nervensystem frei von verspannungen ist, bleibt dir die innere stille am grunde deines geistes ständig bewusst und trägt dich mit geistiger klarheit durch den tag. das ist das ziel der transzendentalen meditation. solange du merkst, dass du nach der meditation frischer, ausgeruhter, entspannter und klarer bist als zuvor, machst du alles richtig, egal, was während der meditation für kurzfristige erscheinungen auftreten. ich wünsche dir auf dem weg viel freude und erfolg.

Hallo Purushajan,

das ist ja richtig interessant, was du machst. 

Ich habe Bedenken, dass das eine Art Psychose auslösen könnte. Das ist wahrscheinlich Quatsch, aber, dass ich quasi darauf hängen bleibe. Ich fühle mich heute leicht schwebend, bin aber im Kopf klar, es ist so ein etwas anderer Körperzustand, so, als wären noch "Reste" von dem Losgelöstzustand vorhanden- etwas schwierig zu erklären...

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@mussmawasfragen

wenn du die zeiten von 2 x 20 minuten täglich einhältst und es nicht übertreibst, kann eigentlich nichts schief gehen. die entwicklung des nervensystems muss nur im gleichgewicht bleiben zwischen flexibilität und stabilität. wenn die wirkung zu schnell und zu intensiv das nervensystem verändern würde, dann könntest du übersensibel und anfällig für störungen werden. deswegen ist das meditieren auf kurze zeit morgens und abends begrenzt, damit du täglich stabil bleiben kannst.

falls du interesse an der übersetzung der yogasutras hast: ich kann im augenblick noch probeleser für das manuskript gebrauchen und ändere gerne aufgrund von leservorschlägen.

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@purushajan

Verstehe. Gut, dass du das noch einmal mit den Zeiten erwähnst, denn ich hätte es eventuell schon auf mehrere Male am Tag ausgeweitet. Ich mache also weiter. Das mit den Nervenbahnen hört sich für mich schlüssig an, das macht Sinn. Gerne lese ist dein Manuskript. 

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Hallo,

zunächst mal finde ich gut, dass du überhaupt meditierst.

Bei TM gibt es ja den Einführuingskurs, bei dem vom jeweiligen Lehrer eine Pudja gesungen wird, die dich energetisch mit der Linie von Maharishi Mahesh Yogi und seinem Leher Guru Dev verbinden soll. Beide sind inzwischen tot.

TM kommt aus dem hinduistischne Kulturkreis und als Höchstes Ziel wird das Nirwana, die geheimnisvolle Leere angestrebt. Im Christlichen geht es weiter, denn da ist diese Leere mit der Liebe Gottes gefüllt.

Als Anfänger sollte man mit TM kaum Probleme haben, doch es geht auch bei TM weiter. Die nächste Stufe ist der Siddhi-Kurs, der auf die Lehren von Patanjali zurückgeht und außergewöhnliche Fähigkeiten verheißt. Leider kosten diese Kurse enorm viel Geld und das Versprochene wird im Regelfall nicht erreicht.

Man kann Siddhis auch nicht forcieren oder lernen, denn sie stellen sich bei einem bestimmten Bewusstseinszustand, den man auch bedingungslose Liebe nennt, von allein ein, was aber für Europäer selten zutrifft.

In den letzten Jahren ist der spirituelle "Entwicklungsdruck" auf uns Menschen sehr stark angestiegen. So kann es sein, dass einzelne energetische Zustände, die eigentlich in den weit fortgeschrittenen Bereich gehören, durch eine Art Fenster auch mal bei Anfängern ankommen, was entsprechend starke emotionale Turbulenzen mit sich bringt. Die Probleme entstehen durch den Widerstand gegen einen eventuellen Kontrollverlust. Angst solltest du keine haben.

Im Grunde meditiert man, um Anhaftungen loszuwerden oder zu überwinden. Man kann auch ohne Anhaftung sehr gut am irdischen Leben teilhaben und glücklich sein. Losgelöstheit ist etwas Anderes und die solltest du nicht anstreben, denn sie entzieht dich der Welt und du verlierst deine Erdung.

Ich habe TM gelernt und habe auch die fortführenden Kurse mitgemacht, bis mir das ständige "kosmische Grinsen" der Ausbilder immer mehr auf die Nerven ging, denn ernsthafte Fragen wurden nie beantwortet. Im Nachherein war TM für mich eine Sackgasse. Aber Sackgassen gehören wohl zu jedem spirituellen Werdegang dazu.

Ob du den Weg weiter gehst, musst du für dich entscheiden. Nach meiner Erfahrung gibt es bessere Wege, doch das scheint individuell unterschiedlich zu sein.

Ich wünsche dir alles Gute und angstfreie Meditationen..

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, das hilft mir wirklich sehr. Besonders die Erklärung mit der Anhaftung. Das Gefühl hatte ich, dass nichts Negatives an mir kleben bleibt, ich aber ganz "normal" durch die Welt gehe, aber dass kein Raum mehr für etwas war, was ohnehin nichts bei mir zu suchen hat. Ok, deine Worte helfen mir, den Widerstand aufzulösen und es einfach sein zu lassen.(herrliche Doppeldeutigkeit)

Im Moment mache ich jetzt mal so weiter, weil ich mich extrem ausgeglichen damit fühle, mal sehen, wohin der Weg noch führt. 

Kosmisches Grinsen, was eventuell nicht immer authentisch ist, würde mich auch nerven, ich würde in den Kreis nicht passen, das bilde ich mir ein zu wissen, deswegen betrete ich ihn auch mal nicht. 

Vielen Dank nochmal und dir auch alles Gute mit deinem Weg! 

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@mussmawasfragen

Deine Antwort gefällt mir. Schön, dass du deine Verantwortlichkeit für dich selbst nicht unkritisch abgibst. Schon Buddha sagte: Setze nie einen fremden Kopf über deinen eigenen.

Alles Gute..

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 Während einer Meditation lässt man etwas zu, öffnet sich.

Zumeist hat man keine Kontrolle darüber, was während einer Meditation in das Wesen einfließt.

Darum ist es wirklich wichtig, richtig unterwiesen zu werden.

Die diversen Ratschläge, dass es reicht, wenn man sich zu einer Meditation einfach hinsetzt sind aus diesem Grund kontraproduktiv.

Es ist wichtig, zu lernen, sich vor negativen Einflüssen zu schützen; was ja eigentlich recht einfach ist, wenn man weiß, wie es geht.

Ich schütze mich beim Meditieren, indem ich geistig einen Schutzkreis aus undurchdringlichem Material um mich ziehe, und ich mache es jeden Tag, indem ich alles abstreife und abschüttle und mir vorstelle, in einer Blase zu stecken wo nichts durchkommt was mir schadet. Außerdem "verscheuche" ich regelmäßig klipp und klar Geistwesen, die einen Platz in mir haben (könnten) und bitte die/den Geistführer(in) das Wesen mitzunehmen, sofort, dann stelle ich mir den Weg nach oben vor, wo sie hochgehen. 

Meinst du sowas?

Zum Glück ist das hier anonym, das hört sich ja völlig bekloppt an, aber jeder hat so seine Rituale, die andere für merkwürdig halten. 

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