Könntet ihr im Notfall eures Tieres jederzeit eure Arbeitsstelle verlassen?

27 Antworten

Ich bin selbstständig (Bestatterin) und habe zwar viel Arbeit, aber eben auch die Freiheit, bestimmte Entscheidungen fällen zu können. Säße ich aber gerade mitten in einem Trauergespräch, hätte das und die Angehörigen erst mal Priorität und Plan B/C/D oder E träten in Kraft in Form meines Mannes oder eines unserer erwachsenen Kinder. Einer hätte immer Zeit, mit wehenden Fahnen sofort in Aktion zu treten.

Dazu kommt, dass bei uns am Stall ein sehr großer Zusammenhalt vorherrscht und sowohl der Stallbesitzer, als auch so ziemlich jeder der anderen Einstaller helfend zur Stelle wären. Bei uns ist es eine Ehrensache, dass im Notfall der, der ein Zugfahrzeug dabei hat, einen Hänger (tatsächlich jeden Hänger) anhängt und das verletzte/ kranke Pferd in die Klinik fährt. Unser Stallbesitzer hat auch von uns allen die Prokura im Notfall die Erstentscheidung zu treffen und zu handeln, wenn Gefahr im Verzug ist. Er ist ein total erfahrener Pferdemensch mit großem Wissen, der darüber hinaus auch über eine sehr gute Notfallapotheke verfügt und auch das Können, das Richtige daraus anzuwenden. Ich vertraue ihm zu 100%.

In den vielen Jahren mit eigenen Pferden hatten wir natürlich schon Notfälle. Aus dem Trauergespräch wurde ich noch nie geholt, aber mitten aus der Arbeit schon. Bis jetzt hab ich immer alles stehen und liegen gelassen und bin regelrecht zum Stall geflogen. Unseren Mitarbeitern gestehen wir das in Notfällen - nicht nur Tiere betreffend- allerdings genau so zu. Ich weiß aber, dass das ganz oft nicht so ist.

Ich würde an Deiner Stelle einfach mal das Gespräch mit meinem Vorgesetzten suchen und ihn/sie fragen. Kurz schildern, dass ich mir Sorgen mache, was ist, wenn wirklich mal was passiert. Vielleicht kann er oder sie Deine Angst ja auch zerstreuen und Dir versichern, dass Du im Notfall wegkönntest. Oder es werden Dir die genauen Bedingungen genannt, nach denen Du dann Deine ganz persönlichen Notfallpläne erarbeiten kannst.

Aber juristisch gesehen hast Du kein Recht, den Arbeitsplatz zu verlassen. Wenn, dann ist das die Freundlichkeit des Arbeitgebers, die das möglich macht.

Im Normalfall kann ich tatsächlich immer weg aus der Firma, sollte tatsächlich mal was Schlimmes sein.

Das war aber auch nicht immer so, hatte ich doch auch ein Ladengeschäft, da kann man nicht einfach zusperren und das war´s dann. Da geht´s sicher vielen Angestellten ähnlich, die auch nicht alles stehen und liegen lassen können "bloß" weil mit dem Pferd, dem Hund oder dem Tier was ist.

Ich denke, dass man sich hier zb (was ein Pferd betrifft) eine Vertrauensperson vor Ort sucht, das kann die Stallbesi sein, eine Miteinstellerin die flexibel ist oder ggf. sogar ein Familienmitglied. Wichtig ist gar nicht mal unbedingt, dass diese Person der Profi schlechthin ist, wichtiger wäre einfach klare Absprachen was zu tun ist wenn was sein sollte oder was in diesem oder jenen Fall unbedingt zu beachten ist und dass man dieser Person einfach vertrauen kann im Fall der Fälle.

Es mag sicher Arbeitgeber geben, die evtl selbst Tiere haben und wohlwollend darüber hinwegsehen und ohne böses Nachspiel dem Angestellten freigeben. Das müsste aber ggf auch im Vorfeld geklärt werden, ob das denn grundsätzlich möglich wäre und wie die Zeit ggf wieder nachgeholt wird. Wer natürlich von vorn herein klar und offen spricht (was weiß ich, Hund hat Diabetes, Pferd hat Cushing, ist kolikanfällig oder einfach für den Fall, dass etwas sein könnte) und dann noch Lösungen anbietet (was natürlich die Sache auch für den AG unwahrscheinlich erleichtert) wird eher auf ein offenes Ohr stoßen, als den Chef vor vollendete Tatsachen zu stellen.

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In meinem Stall ist immer jemand da, entweder ich oder meine Bereiterin. Wir beide wissen von jedem Einsteller, wie wir handeln sollen bzw.was genau zu tun ist. Es bringt nichts (egal ob im Stall oder in der Arbeit), wenn das Kind quasi schon in den Brunnen gefallen ist und keiner recht weiß, wie´s nun weitergehen soll.

An deiner Stelle würd ich da einfach mal ein klärendes Gespräch mit deinem/deinen Vorgesetzen suchen und Ansätze sowie Lösungen finden, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand noch vernünftige Arbeit leistet, wenn er erfährt, dass der Hund eine Magendrehung oder das Pferd eine Kolik erleidet.

Vorsorge ist besser als Nachsehen ;-)

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Wie es rechtlich nun aussieht - keine Ahnung.

Ich würde aber sagen, das kommt stark auf den Betrieb an.

Die Frau meines Chefs ist Tierärztin - dazu weiß er von den Pferden und weiß auch, was das für ein großer Punkt im Leben ist. Für ihn ist es selbstverständlich, dass ich gehen kann, wenn ein Notfall vorliegt. Natürlich frage ich ihn vorher! Die Zeit muss ich halt danach wieder aufarbeiten oder mir einen Tag Urlaub nehmen dafür. Er hat dafür Verständnis - genauso übrigens bei kranken Kindern, wenn die Schule anruft. Vom Prinzip her ist das nichts anderes.

In meinem Ausbildungsbetrieb habe ich mich das nicht getraut, da war die Dame aber auch alles andere als nett, freundlich und verständnisvoll. Da zählte nur die Arbeit, Arbeit, Arbeit und der Porsche in der Garage.

Ich denke, wenn man einen vernünftigen Arbeitgeber hat, und anschließend die Zeiten wieder aufarbeitet, wird niemand meckern. Doof ist es natürlich, wenn es wie bei mir z.B. dann gerade Umsatzsteuertermin ist. Dann muss ich mich halt um Vertretung untereinander kümmern.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

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