Könnten wir häufiger "Danke" sagen?

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Das ist etwas das man von seinen Eltern lernt, ich hätte es früher mal wagen sollen nicht Danke zu sagen, dann hätte der Popo aber Kirmes. Heute gehört das zur Erziehung bei vielen nicht mehr dazu.

Mit dem Danke ist es wie mit dem Lächeln, es kostet auch nichts und man freut sich wenn man eins bekommt.

Ich sage immer Danke, weil es sich gut anfühlt. LG

Danke für den Stern. 😀😀😀

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Ja, natürlich!

Allgemein sind Gesten wie die des Dankes sozusagen die "Basics" bzw. ist es das "kleine Einmaleins der Höflichkeit" ----> solche Formulierungen wie danke, bitte, den passenden Gruß usw. sollte man drauf haben, sie sind nicht halb so altmodisch und überholt wie die oft so scheinbar junge, coole und freche Gesellschaft das vielleicht denkt. Man lernt so etwas in der Regel von den Eltern bzw. von Haus aus und jemand, der sie nicht drauf hat, eckt erheblich mehr an als jemand, der dankt, bittet und grüßt.

Aber man eckt damit auch an: Vor vielleicht drei Jahren meinte eine Frau um die 40 zu mir, dass meine Art mit "Hallo, Bitte, Danke, Entschuldigung und Auf Wiedersehen" für sie fürchterlich sei & nicht nur das sondern in der heutigen Welt unzeitgemäß, altmodisch, uncool und beinahe karikierend, weil "man das heute nicht mehr macht". Sie sagte im O-Ton, ich hätte einen "dezenten Altherren-Mitleids-Danke-und-Bitte-Tonfall" drauf wie der späte "Derrick" um 1990. 

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Danksagung enthält vier Ebenen:

  1. ,,Quittung" Der Schaffner im Zug sagt ,,Danke" und meint: ,,Sie können ihre Fahrkarte wieder wegstecken". Hat mit Dankbarkeit nichts zu tun.
  2. Anstand: Das Kind wird angehalten, sich zu bedanken bei der ungeliebten Tante für ein nicht-gewünschtes Geschenk.
  3. Manipulation: Die Bank bedankt sich beim Kunden und überlegt sich nur, wie der Kunde weiter ,,abgezockt" werden kann. Ein Versandhaus bedankt sich für eine Bestellung und versucht anschließend, mir noch ein Produkt aufzuschwätzen.
  4. Dankbarkeit als innere Haltung: Ich realisiere, dass ich vieles, was ich habe und was ich bin, Anderen zu verdanken habe und spreche diese Anerkennung aus. Diese innere Haltung verletzt den Stolz nicht, sondern sowohl der Danksager als der Dankempfänger werden aufgewertet. Besonders diese Art der Dankbarkeit wird zu wenig gepflegt. Ich habe mich angewöhnt, einem GF-Antwortgeber, der mich auf anständige Art auf einen Fehler oder Lücke in meiner Antwort hinweist; dafür Danke zu sagen.
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Sehr gute Antwort. Interessant finde ich die verschiedenen "Facetten" der Dankbarkeit.

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@noblehostel

Danke für vdie Anerkennung. ich habe vor einigen Wochen einen Vortrag über Dankbarkeit gehalten und die Antwort war eine Kürzestfassung daraus.

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Ich finde, dass "Bitteschön", "Dankeschön" manchmal auch übertrieben wird. Beispielsweise wird in unserem Hochhaus eher nicht so oft gegrüßt (Es sei denn man trifft auf einen Bekannten - dann ist es natürlich klar).

Aber für das Türaufhalten, was ja eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, wird gedankt. Da sollte man lieber ein "Hallo" oder "Guten Tag" stattdessen anbringen, wie ich finde. Schließlich ist man ja Nachbar.

 - (Psychologie, Menschen, Leben)

Kommt darauf an, wie das Danke geäußert wird.

Wird es nur geäußert, weil es die Höflichkeitsnorm so will und ich merke, dass der Dankende es nicht wirklich ernst meint, verzichte ich dankend auf dieses Wort.

Ein Danke lässt sich auch ohne Worte äußern.
Durch ein Kopfnicken, ein Lächeln, Umarmen, strahlende Augen oder sonstwie.

Ich habe schon erlebt, dass sich bedankt wurde und über die 5 Ecken erfahren, dass sich das Maul über das betreffende Geschenk zerrissen wurde.

Also - nein danke - ich brauche diese 5 Buchstaben nicht zwingend.

Übrigens gibt es weder ein Recht noch eine Pflicht, was dieses Wort betrifft.

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