Könnte man von 200000 € 30 Jahre nett leben, wenn man es klug anstellt?

...komplette Frage anzeigen

23 Antworten

Das wäre alles, nur nicht gemütlich. 200.000 € sind vielleicht ok, wenn man ... 65 ist. Mit 45... aus meiner Sicht kann sich das nicht ausgehen für ein gutes Leben.

Aber... ist ja jeder Mensch anders, hat andere Vorstellungen, Bedürfnisse, Pläne, Hobbies,... daher ist die Frage wohl nicht allgemein gültig zu beantworten. Ich kann Dir nur meine persönliche Meinung mitteilen.

Alles Gute für 2017 wünsch' ich Dir.

Damit wirst Du nicht weit kommen. Wenn Du 200k in einem Entnahmeplan verzinst zu 1,5% für die nächsten 30 Jahre anlegst bekommst Du gerade mal 650€ im Monat ausgezahlt. Ein Nebenjob, der Dir mind. 1200€ / Monat bringt wäre dringend notwendig. Urlaub und Auto sind dabei nicht berücksichtigt.

Ich würde noch 10 Jahre in eine Vollbschäftigung gehen um dan 10 Jahre vor der Rente aufzuhören.

Den Entnahmeplan kannst Du in folgenden Link eingeben und Dir das selbst ausrechnen:

http://www.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php

FrauFanta 31.12.2016, 15:13

Das hab ich mir auch schon fast so gedacht

1

Nein, das reicht nicht. Auch, wenn man sparsam lebt, braucht man doch mindestens EUR 12.000 im Jahr. Eher mehr. Und dabei ist die Inflation noch  gar nicht berücksichtigt. 

Wenn man das Geld natürlich an der Börse investiert, dabei alles richtig macht, etc., dann kann man es vielleicht schon für 30 Jahre schaffen. Aber dann lebt man ja in dem Sinn nicht mehr von den EUR 200.000, sondern von seinen Börsenkenntnissen.

Übrigens, nur nebenbei: Natürlich ist man auch mit einer Eigentumswohnung weiterhin flexibel, denn man kann diese ja (wenn man beim Kauf alles richtig gemach hat) jederzeit vermieten und z.B. selbst in einer anderen oder sogar in derselben Stadt zur Miete wohnen. Verbietet einem keiner.

Völlig unrealistisch. Das sind 800€ im Monat. Da ist dann nichts mehr mit Urlaub und Auto.

Derjenige bekommt ja für nichts einen Zuschuss, muss alles selber zahlen. Versicherungen, Reparaturen ...

Dann geht nach ein paar Jahren das Geld aus und er ist komplett weg vom Arbeitsmarkt, und zu alt um was neues anzufangen.

Insgesamt keine gute Idee.

Ja, das geht.

Wenn Du mit 5 oder 10% Schwankung im Depot leben kannst, dann funktioniert das, indem Du das Depot von erfahrenen Tradern managen lässt.

Im Übrigen: Risikoklassen sind für Laien. Es sind Hinweise darauf, wieviel Fachwissen man haben sollte, um mit den jeweiligen Handelswaren umzugehen. Das ist wie bei den verschiedenen Führerscheinen. Wenn Du als Laie ein Flugzeug fliegen willst, geht das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schief. Trotzdem gibt es Leute, die tagaus tagein Flugzeuge fliegen und denen nie etwas passiert. Wenn Du in Urlaub fliegst, mietest Du Dir (über den Reiseanbieter) einen Piloten.

Dasselbe geht auch mit Kapitalanlagen. Es gibt für alles Fachleute mit Fachwissen.

Sicher, da geht was. Du guckst Dich ein bißchen um und holst Dir aus Zwangsversteigerungen ein oder zwei günstige, vermietbare Mehrfamilienhäuser, wie z.B. dieses mit 338 m² Wohnfläche für schmale 60.000 €.

www.goo.gl/QnlJxJ

Bei einer Miete von z.B. 5 €/m² kommst Du hier auf netto kalt 1.690 €/Monat. Hochgerechnet auf einen Einsatz von 200.000 wären das etwa 5.500 € per Monat. Davon kann man dann auch mal die eine oder andere Reparatur zahlen. Wenn Du Dich mit der Abrechnung und den Mietern nicht rumärgern willst, suchst Du Dir eine gute und preiswerte Hausverwaltung.

Und wenn Du willst, kannst Du dann auch noch arbeiten gehen - mußt Du aber nicht.


Hegemon 31.12.2016, 14:16

Und da die Zinsen gerade so unverschämt niedrig sind, finanzierst Du den Erwerb teilweise und kaufst Dir von dem übrigen Geld erst mal einen schönen Jahreswagen. Die Immobilienzinsen sind nämlich in der Regel niedriger als die Zinsen bei der Autofinanzierung.

1
Havenari 02.01.2017, 17:03

Hochgerechnet auf einen Einsatz von 200.000 wären das etwa 5.500 € per Monat

Du hältst also einen Ertrag von 66.000 € p.a. oder anders ausgedrückt eine Rendite von 33 Prozent für realistisch?

Du glaubst wirklich daran, für wenig als 200 €/qm "vermietbaren" Wohnraum kaufen zu können, der nur unbedeutende Reparaturen erfordert?

Mal ehrlich: Da glaube ich lieber an den Weihnachtsmann, das ist deutlich realistischer^^

1
Hegemon 02.01.2017, 17:32
@Havenari

Ach Schätzchen, ich erzähle hier nicht von "Glauben" sondern von meinen Erfahrungen. Du weißt, was Erfahrungen sind? Der Gewinn liegt im Einkauf - das ist eine Binsenweisheit. Ich selbst habe vor kurzem mehrere hundert Quadratmeter vermieteten und vermietbaren Wohnraum für 186,67 €/m² ersteigert - mit einem durchaus überschaubaren Bedarf an Reparaturen. Eine Wohnung habe ich neu vermietet für 5,13 €/m², die anderen führe ich sukzessive an dieses Niveau heran.

Und wenn Du aufmerksam lesen würdest, hättest Du auch bemerkt, daß ich die 5.500 nicht als Rendite bezeichne, sondern daß selbstverständlich eventuelle Reparaturen gegenzurechnen sind.

Wenn man bei der Suche etwas die Augen aufmacht und ggf. einen Fachmann hinzuzieht, ist das realistisch. Ich brauchte keinen Fachmann, weil ich selber Bauingenieur bin, und ich bin auch nicht erst seit gestern auf dem Immobilienmarkt unterwegs.

Solche Objekte laufen einem natürlich nicht hinterher. Und in Großstädten und Ballungszentren findet man so etwas erst recht nicht. Da kann man von derart hohen Renditen nur träumen - das ist wahr.

Ich wüßte jedenfalls genau, was ich mit diesen 200.000 € anfange.

1

Also 200.000 EUR sind da etwas zu knapp bemessen.

Mit 500.000 EUR werden die Karten neu gemischt, dabei gehe ich davon aus, dass mindesens 90 % in aussichtsreiche Aktien investiert ist und mehr oder weniger jährliche Rendite bringt.

Dann sollte man zwei Szenarien rechnen:

- Kapitalverzehr

- Kapitalerhalt

Günter

Ja, man könnte davon leben. - Es kommt aber darauf an wie man das Geld managt.

Es muss trotzdem eine Wertschöpfung statt finden. (Zinseszins-Effekt) damit die Inflation dich nicht auffrisst.

Natürlich lebt man dann immer noch nicht wie die Geissens, aber man wenn man genügsam ist, kann das durchaus reichen. 

Das Thema gewagte Geldanlagen... was meinst du damit ? Ich finde es schon gewagt, wenn man sein Geld zu einem niedrigen Zins zu einer Bank bringt, weil damit droht sich das Geld weiter zu entwerten. Es kann auch ein Risiko sein, Risikolos leben zu wollen. Mit 45 sollte man min. 65% seines Kapitals in Aktien, ETF's, Fonds, Rohstoffe oder gute Anleihen diversifiziert stecken. 

DjDaimler74 31.12.2016, 12:49

Wohnung kaufen und vermieten; damit ist dann ein sicheres, monatliches Einkommen gesichert, und die Wohnung ist immer noch Deine!

1
AssetPro 31.12.2016, 13:05
@DjDaimler74

Wenn es eine Wohnung in der Innenstadt einer Metropole ist, stimme ich dir voll zu. Alleine von der Miete kann man in der "Pampa" gut leben. Aber eine Immobilie nur alleine wegen des Besitzes zu besitzen geht nach hinten los. Das ist ein Amenmärchen, was auch Zeiten von Elvis Presley und gepflegten grünen Vorgärten stammt um die Bauwirtschaft anzuregen.

Man muss eine Geldmaschine bauen und keine Geldmaschine sein.

1
bronkhorst 31.12.2016, 13:44
@AssetPro

Allerdings sind gerade in Großstädten die Verhältnisse zwischen Kaufpresen und erzielbaren Mieten ziemlich ungünstig.

Von 200.000 € geht nach Abzug der Nebenkosten des Erwerbs ein Immobilienwert von vielleicht 180.000 € übrig, wofür es in den gefragteren Großstädten ein schönes Appartment oder eine kleine Zweizimmerwohnung gibt.

Was kriegt man dafür als Jahresmiete - vielleicht 7.000 € nettokalt, minus nicht umlegbarer Kosten?

Miete und Wert mögen mit der Zeit ansteigen - aber erstens lebt man davon weder komfortabel noch überhaupt, zweitens kann man die Wohnung nicht über einen Zeitraum von 30 Jahren aufzehren, wie das mit einem Depot ginge....

1
AssetPro 31.12.2016, 14:19
@bronkhorst

Ich denke das man durchaus in München, Frankfurt oder Hamburg in der Innenstadt mehr verdient als Nettokalt 7.000,- EUR p.A.. Da liegt man dann eher im Bereich von 12.000 EUR - 15.000 EUR. Natürlich ist der Erwerb teurer, aber "was nix kostet, ist auch nix!".

Meine Eltern besitzen 2 Häuser, in einem leben die beiden, das andere ist vermietet. Normalerweise müssten diese beide Häuser vermieten (Nettokaltmiete 20.000,- EUR p.A.) und dann sich eine schnuckelige Wohnung (Nettokalt 6.000,- EUR p.A.) am Rand einer Großstadt nehmen und die beiden hätten seit 10-15 Jahren nicht mehr Vollzeit arbeiten müssen. Aber es sind 2 Häuser und für 200.000,- EUR bekommt man nicht 2 Häuser sondern höchstens eine vernünftige Eigentumswohnung.

Das Problem ist, dass der Mensch nicht rational und emotionslos handelt. Es entsteht immer die Assoziation zwischen Besitz = Reichtum = Freiheit, das stimmt aber nicht. 

Jemand der das Geld hat, kauft sich lieber jede Woche einen neuen Anzug (= Werkzeug, zum Geld verdienen) als den Kleiderschrank und die Reinigung dessen zu bezahlen. Dieser wohnt auch lieber zur Miete, da die Kosten für z.B. Sanierung oder Reparaturen für die Wohnung dann vom Vermieter gezahlt werden.

Ich besitze selber 2 Häuser und wohne zur Miete. Neben meinem Job kann ich sagen, dass ich jeden Monat doppeltes Gehalt kassiere. Quasi von Januar bis Dezember 25 Monatsgehälter verdiene. Das Risiko für die Sanierung der Gebäude hab ich auf eine selbstgegründete Hausverwaltungsgesellschaft abgewälzt. Das Einkommen aus der Hausverwaltungsgesellschaft reinvestiere ich in Anteile von anderen Unternehmen.

Aus Prestige mach ich mir selbst nicht viel. - Jedoch lege ich viel Wert darauf konsequent meine Ziele zu erreichen. Dazu muss ich aber nur eines besitzen und das sind Devisen.

0

Das wären gerade mal 550 € pro Monat wenn du die 200000 auf 30 Jahre pm runterrechnest, davon kannst du weder Urlaub noch ein Auto leisten

StBWeide 31.12.2016, 13:44

...sehe ich genauso! 

0

200'000 EUR ist ganz nett, gibt etwas Luft und Freiheit für max ein paar Jahre. Mehr leider nicht. Es sei denn, du machst damit hochriskante Geschäfte an den Börsen, dann reicht es ev. für länger, oder - und das wäre wahrscheinlicher - es ist nach einem Jahr schon alles weg. Was du aber selbst auch erkannt hast. 

Da sagen die Grundrechenarten schon mal nein.

Die Summe durch die Laufzeit geteilt haben ja schon andere - wenn es kein Risiko sein darf, gibt es auf absehbare Zeit keinen Ertrag, der das Geld über einen längeren Zeitraum strecken könnte.

Über den langen Zeitraum sollten Aktien-Indexfonds mit einiger Sicherheit deutlich im Plus liegen - aber selbst dann reichen 200 k € nicht für ein angenehmes Leben über einen längeren Zeitraum.

Prassen vom Sparbuch funktioniert erst recht nicht...

200.000,- € vernünftig angelegt bringen einem ca. 8.000 bis 10.000,- € Ertrag im Jahr. Du musst das Geld gar nicht verleben. 2 Eigentumswohnungen wären da z.B. eine Möglichkeit.

Wenn du dazu noch besagte 600 bis 800,- € Verdienst packst, reicht das doch sicherlich.

FrauFanta 31.12.2016, 14:44

Einen Eigentumswohnung die 200 tsd Kaufpreis kostet bringt im Monat hier in der Region etwa 550€ Miete. Ob sich das so besonders lohnt?  Die Kaupreise hier sind extrem überteuert.

0
kevin1905 31.12.2016, 14:46
@FrauFanta

Dann kauf nicht in deiner Region. Ich hab meine Immobilie in Dresden und sitze am Niederrhein.

0

Nimm die 200'000 €. Kauf davon eine Immobilie (oder mehrere). Dann von den Mieteinnahmen leben. Das wäre sinnvoll, denn der Wert der Immobilie steigt vermutlich. 

Du kannst ja trotzdem wohnen wo du willst.

FrauFanta 31.12.2016, 11:01

Das möchte ich nicht

1
Gaskutscher 31.12.2016, 11:01
@FrauFanta

Wieso nicht? Geld rumliegen lassen -> wird weniger wert. Schlechteste Wahl.

2
FrauFanta 31.12.2016, 11:09

Bei uns gibt es nur Schrottimmoblien für 200 tsd

1
Gaskutscher 31.12.2016, 11:10
@FrauFanta

Wer sagt dir denn wo du die kaufen musst? Deutschland ist groß. ;)

1
Hardware02 31.12.2016, 13:40
@FrauFanta

Dann kauf halt woanders. Ich habe "bei uns" (München bzw. Oberbayern) auch nichts gefunden. Also habe ich mir was in Nürnberg gekauft.

2
sagitarius01 31.12.2016, 11:10

Kauf davon eine Immobilie (oder mehrere).

.

wo wohnst du  200.000 Euro

in Stuttgart oder München gibts da ne Garage dafür

ein Haus kaum unter 850.000

1
Gaskutscher 31.12.2016, 11:20
@sagitarius01

Garagen oder Stellplätze sind gut, wenig Instandhaltung. 

Haus? Relativ hohe Unterhaltskosten für den Vermieter. Daher eher in Wohnungen investieren. 

Man muss ja nicht unbedingt München Stadtmitte haben wollen. Dann kommt man mit 200'000 € auch auf 2-3 Wohnungen. Wenn man denn will.

1

Hallo

Mache es doch so wie ich . Ich lebe nach dem Motto von Konfuzius :

Wähle einen Beruf den du liebst , und du brauchst  keinen Tag in deinem leben mehr Arbeiten

Und mit 200k im Rücken kann man beruhigt sich eventuell eine neue Arbeit suchen , wenn die aktuelle einen nicht erfüllt.

Jeder Mensch sieht es ja anders  Die einen sind glücklich wenn sie körperlich hart arbeiten, und andere wenn sie Ziele erreicht haben etc.

LG

casybeny

Heute wo es faktische keine Zinsen mehr gibt, ist es schwierig.

Wenn man bescheiden lebt ist es ein gutes Ruhekissen, aber wenn man anfängt auf großem Fuß zu leben wird es bis ins hohe Alter nicht reichen.

Habe selbst früher eine ähnlich hohe Summe geerbt und verwalte es seit Jahren selber. Damit investiere ich in ausgewählte Finanzprodukte und dank zinsenszins verdiene ich nun einen 5-stelligen Betrag im Monat. Einfach liegen lassen reicht nicht, das Geld muss arbeiten.

tinalisatina 31.12.2016, 11:36

Fünf Stellen, das sind so viele, wie man Finger an einer Hand hat. Und das bekommst Du monatlich als Rendite aus einem niedrigen sechsstelligen Betrag. Wahnsinn. Hut ab, das schaffen nicht mal die Besten. Also bist Du besser als die Besten. Äh, das geht ja gar nicht. Egal. Sei Dir gegönnt.

2
Trumpete 31.12.2016, 11:40

Bei 200k und 10k Rendite pro Monat wäre das eine jährliche Rendite von etwa 60%, schwer vorstellbar.

2
Zappzappzapp 01.01.2017, 15:37

Kleiner Schreibfehler? Meinst Du evtl. 4-stellig??

Falls wirklich 5-stellig ohne gewagte Geldanlage, lass mal hören!

1

das reicht nur höchstens für 10 jahre ohne zusätzlichen Einkünfte wohl kaum pro Monat 1.000 €

mit 65 bekommt der jenige ca 1000€.

woher sollen die kommen, wenn ab 45 fast nichts mehr gearbeitet wird .. im Übrigen ist das Renteneintrittsalter für diesen Jahrgang 67 ....

... mit 200.000 Euro kommt man nicht weit ...

rechne das mal aus...da bleiben dir ca. 555 euro im monat.

FrauFanta 31.12.2016, 11:03

Ja! Das ist zu wenig! Also muss ich was machen und kann es nicht einfach so nehmen.

0

Die Frage ist wie viel willst Du monatlich von dem Geld entnehmen. Mit Festgeld geht das natürlich nicht.

Was möchtest Du wissen?