Könnte man mit Schizophrenie anständig leben?

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ja kann man, vorrausgesetzt, du hast Personen, die dich in deinem täglichen Umfeld glücklich machen. Deine Beschreibung hört sich aber nicht nach Schizophrenie an, eher nach Pubertät :D (weiß jetzt nicht wie alt du bist, aber ein Freund von mir hatte das auch und bei ihm hats sichs am Ende der Pubertät gegeben).

Psychisch oder physisch ist egal. Das hängt alles zusammen. Schizophrenie hat eine körperliche Komponente und eine psychische Verletzung zu Grunde. Was war jetzt zu erst da, das Huhn oder das Ei? Der Psychotherapeut wird Dir wahrscheinlich sagen, dass Du ein ärztliches Attest vom Psychiater brauchst, damit er eine alternative Heilanwendung, die Psychotherapie bei Dir durchführen kann. Wahrscheinlich mußt Du Dich eh beim Arzt (Psychiater oder Neurologe) vorstellen, damit dieser Dir das Rezept ausstellt. Wichtig für Dich: Du hast kein Bakterium, Virus! Alles, was mit Dir schief läuft, kannst Du in schwerer Arbeit (die auch sehr spannend ist) ändern. Laß Dir von niemandem einreden, dass Du allein durch Medikamente gesund und "normal" wirst. In erster Linie ist es wichtig, dass Du Dein Selbstwertgefühl bestärkst und neu definierst. Falls Du diese Krankheit wirklich hast, hilft Dir in erster Linie Dein Trotz und Dein Durchsetzungsvermögen. Laß Dir von keinem sagen, dass Du irgendwas nicht kannst!

Selbstverständlich kann man ein gutes Leben führen. Nicht alle Patienten haben rezidivierende (wiederkehrende) psychotische Episoden auch wenn das Risiko dafür nicht gering ist. Zu aller erst sei gesagt, dass differentialdiagnostisch mehrere weitaus weniger dramatischere Störungsbilder ausgeschlossen sein müssen um die Diagnose einer Schizophrenen Störung zuzulassen. Zwangsgedanken, Angststörungen, Paranoide Persönlichkeitsstörung, diese sind in der Tat sogar völlig heilbar während bei einer Schizophrenie eine genetische Veranlagung eine erhebliche Rolle spielen KANN. Das wird sich im Rahmen einer Diagnostik klären. Wenn ein Alltag beeinträchtigt ist, empfiehlt es sich einen Therapeuten aufzusuchen. Bei akuten Wahnsymptomen die Dich sozusagen überrollen empfiehlt es sich sich selbst in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Das geht i.d.R. ohne Wartezeit. Allgemein sei gesagt, dass die Symptome wie du sie beschreibst allesamt Erkrankungen zuzuordnen wären, deren Prognose bei einem frühen Behandlungsbeginn erheblich besser aussieht. Ich wünsche Dir alles Gute für diesen zugegeben nicht einfachen Weg.

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Ich bin nun auf der Suche nach einer Einrichtung die all diese Talente fördern kann und ihn gleichzeitig einem erstmal homogenen sozialen Umfeld aussetzt und ihn in dieses integriert. Am besten wäre wie gesagt ein breites Spektrum an Sportaktivitäten & Musik. Außerdem wäre Naturnähe und ein schönes Anwesen wünschenswert. Gemeinsame Koch- und Esszeiten wären gut und außerdem eine Form von Struktur die einem sagt wann man aufsteht und wann man schlafen geht.


Keine Ahnung ob jemand damit Erfahrung hat, wenn ja wäre es super hilfreich einige Erfahrungsberichte lesen zu können und die ein oder andere Erfolgsgeschichte wäre toll.


Hier wäre mal eine Einrichtung als Beispiel die sich für mich ganz gut anhört.


http://www.rhein-jura-klinik.de/die-klinik/ausstattung/


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