Könnte man es schaffen die Rate an Drogenabhängigen Menschen zu senken?

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13 Antworten

Ja, das könnte man schaffen, wenn man wollte. Dafür müsste man alle Drogen legalisieren und regulieren, was schon mal dazu führen würde dass Drogen nicht mehr in der Hand des Schwarzmarkts, sondern unter staatlicher Kontrolle wären und es somit auch keine gefährlichen Streckmittel mehr gäbe, sondern qualitativ hochwertige und absolut reine Substanzen.

Das allein würde schon wahnsinnig viel helfen. Als nächstes könnte man dann mit einem legalen und regulierten Drogenmarkt auch für eine gute und sinnvolle Prävention sorgen.

Keine Propaganda Lügen mehr in der Art “Drogen sind alle böse und treiben automatisch jeden in die Abhängigkeit“ oder “Cannabis ist eine Einstiegsdroge“ etc.

Sondern korrekte und sinnvolle Aufklärung. Safer Use Regeln, wie welche Droge möglichst unschädlich eingenommen werden kann, wie man es nicht machen sollte, was wirklich gefährlich ist, wie Anzeichen einer beginnenden Sucht aussehen, wo es Hilfe gibt etc.

Ich finde diesbezüglich die Idee eines Drogenführerscheins sehr charmant, um die Lizenz zum Erwerb bestimmter Substanzen zu erhalten, sollte man erst nachweisen können, dass man damit auch vernünftig umgehen kann (zumindest in der Theorie, was man dann macht, ist ja wieder was anderes).

Auch könnte man dann Programme zur Suchthilfe u. ä. viel besser ausbauen und auch leichter zugänglich machen, v. a. weil das ganze dann nicht mehr mit dem Dogma des Tabus belegt wäre und Hilfesuchende keine zusätzliche Strafverfolgung fürchten müssten.

Auch die Forschung vor allen in der Medizin würde davon enorm profitieren, wenn man endlich wieder offen an den heilenden Effekten von Substanzen wie Cannabis, LSD, Psilocin, Meskalin, DMT, MDMA usw. forschen dürfte.

Last but not least würde es die Polizei und Justiz enorm entlasten, zu einer Einsparung von (z. Z. verschwendeten) Steuergeldern in Millionen Höhe führen und zusätzlich noch einmal viele Millionen an Steuern einbringen. Ach ja und es würde unzählige neue Jobs im Land generieren.

Eine Legalisierung hätte also sehr, sehr viele Vorteile (und keine wirklichen Nachteile), wird aber dennoch niemals von unsrer Politik umgesetzt werden, leider.

Mit Drogenabhängigen meinst Du doch alle, die von psychotropen Substanzen abhängig sind, also auch Alkoholiker, bedingt Raucher, Kaffeetrinker, ebenso bedingt.

Tja, was könnte man da machen. Heureka! Erschiessen! Frage beantwortet, ääh rauchst Du oder trinkst Du Kaffee. Egal, Opfer müssen gebracht werden.

Es gäbe natürlich auch den Weg der Vernunft, der m. E. wäre, alle Drogen, die die Leute nicht schon beim ersten Anschauen in die Grube hauen, frei zu geben. Abgabe in limitierten Mengen, es sei denn, es liegt ein besonderer Grund vor, den ein Arzt bestätigt. Ach ja, bei der Gelegenheit, könnten im Rahmen der Volksgesundheit Alkohol und Nikotin gleich verboten werden (nur ein Traum):

Was glaubst Du würde dann passieren? Sodom und Gommorha, Feuer fällt vom Himmel, Merkel erleidet eine spontane Selbstentzündung und nimmt gleich noch ein paar Schmarotzer mit?

Ich würde meinen Ar... (und der ist mir wertvoll, weil ich wenigstens einen habe) darauf verwetten, dass es nicht mehr Abhängige gäbe, weniger Tote, weil weiniger Dreck im Stoff, Dealer müssten zum Arbeitsamt (oder wie das jetzt heisst) und würde man noch Alkohol und Nikotin verbieten, würde die Rentenversicherung zusammenbrechen. Oder meinst Du die offiziell 70.000 Alkoholtoten plus offiziell 110.000 Tote durch Nikotin wären bei den Berechnungen noch nicht eingerechnet. Die Krankenversicherungen könnten allerdings aushelfen (sukzessive bis 10 Jahre Nichtrauchen erreicht wären), weil die Behandlungskosten drastisch sinken würden.

Niemand müsste auf Rausch verzichten, es gäbe bei Trinkern und Rauchern nur ein paar geringfügige Änderungen, jedem wäre geholfen.

Aber das ist eine Geschichte aus Lummerland, wo sich der König noch über Lokomotiven freut. Hier würde und wird jede Initiative in der Richtung (und sei es nur Gras oder Shit) sofort von den Lobbyverbänden unterbunden. Und auf irgendwen müssen unsere Politiker, die mit übelkeiterregender Regelmässigkeit gewählt werden, ja schliesslich hören. Denn Ahnung haben sie ja keine.

Mit fast 61 das meiste überstanden. Falls sie mich nicht mit ABC-Waffen umbringen, hab ich vielleicht das Glück, zwar nicht mehr lange solche Posts schreiben zu können (unter was fällt das eigentlich? Volksverhetzung? Aufruf zum Drogenkonsum? Post gegen Dummheit?), aber friedlich abzuleben :-)

harobo

nopoo4ever 06.08.2017, 23:52

Ich würde sagen dein Beitrag fällt unter "Aufklärung".

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harobo 07.08.2017, 00:36
@nopoo4ever

Danke, bedauerlich ist, er tut das bei den falschen Leuten. Die, die ihn wie Du sehen, müssen nicht mehr über den Wahnsinn der Drogenpolitik aufgeklärt werden, die haben sich ihre Gedanken schon selbst gemacht und am Ende in den Schreibtisch gebissen.

Die, die es angeht, ziehen sich auf der Toilette des Bundestages schnell ne Nase Koks (können es sich ja leisten) oder posieren vor Hanfpflanzen, haben ja Immunität.

Ich würde gerne mal, wenn der Bundestag versammelt ist, also alle, z. B. wenn es um Diätenerhöhungen geht, bei jedem der den Saal verlässt einen Drogentest bzw. eine Alkoholkontrolle machen. Nur zum Spass, weiter gewählt würden sie trotzdem.

Ich wünsche Dir ein gutes Leben.

harobo

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DarkSilver 07.08.2017, 11:33

Du denkst schon mal in die richtige Richtung, hast aber noch ein paar entscheidende Denkfehler drin.

Welche Drogen bringen einen denn gleich beim Anschauen um? Wenn auch als Übertreibung gedacht, sowas gibt es nicht. Die gefährlichste aller Drogen heißt Alkohol und selbst mit dem kann man vernünftig und verantwortungsvoll umgehen, ohne gleich süchtig zu werden oder daran zu sterben. Gleiches gilt auch für Heroin oder Methamphitamin, um mal die allgemeinen Schreckgespenster zu nennen.

Von daher: Entweder alles legalisieren und regulieren oder es ganz lassen.

Limitierte Ausgabe von Substanzen? Schöner Gedanke, aber völlig unsinnig. Erstens würde man damit dann wieder den Schwarzmarkt zuspielen und hätte am Ende nichts gewonnen und zweitens sollte ein erwachsener, mündiger Mensch selbst entscheiden dürfen, ob er Verantwortung übernehmen kann/will oder nicht.

 Und zuletzt Dein größter Denkfehler: Alk und Tabak verbieten.

Warum? Schon vergessen was in den 20er Jahren in den USA passiert ist? Al Capone? Mafia? Schwarzmarkt? Schlechter Stoff, von den man blind wird? Sprich ganz genau die negativen Auswirkungen, welche wir seit Jahrzehnten beim Drogenmarkt sehen können.

Wozu also auf der einen Seite das Richtige tun und diese sinnlosen und schädlichen Verbote abschaffen, um dann auf der anderen Seite den gleichen Scheiß zu machen? Damit tauscht man nur eine Droge gegen eine andere. Das ist nicht nur Doppelmoral in Reinform, es ist auch null zielführend.

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harobo 07.08.2017, 23:19
@DarkSilver

Hi Silver, bei der limitierten Abgabe hast Du recht, das war zu kurz gedacht. Das Verbot von Alkohol und Nikotin habe ich nicht wirklich gefordert. Wenn Du nochmal liest, habe ich es im Konjunktiv geschrieben, bzw. als Traum bezeichnet. Mit ging es darum, die Toten in Zahlen zu benennen.

Lebe lang und satt :-)

harobo

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Hallo!

Eine bessere und umfangreichere Prävention ist eine grundsätzlich bestehende Möglichkeit, aber leider sind die Materialien auch oft so "verklemmt" (ähnlich bei sexueller Aufklärung für Teenager, das bei der J1-Untersuchung vom Arzt ausgehändigt wird), dass es mehr zur Farce verkommt oder die Kiddies Lust bekommen, Drogen auszuprobieren.. nach dem Motto "was verboten ist macht Spaß".

Letzten Endes dürfte aber jemand, der ernsthaft an Drogen denkt oder schon welche konsumiert absolut beratungsresistent sein. Ich habe das bei meinem Bruder live miterlebt ----> sagte man ihm anfangs, er soll die Finger davon lassen, lachte er nur & später hielt er sich dann sowieso für den lieben Gott.. und wenn ihn einer ansprach konnte es sein, dass er vermöbelt wurde. 

harobo 07.08.2017, 00:23

Letztendlich bestätigt das doch nur meine, natürlich absurde Theorie, die Drogen freizugeben. Gerade bei Kinder, und ich schreibe dieses Wort absichtlich, ist doch alles was verboten ist interessant.

Es wird immer eine gewisse Anzahl an Personen geben, die nicht mit der Freiheit umgehen können. Nur schau, ich hatte keine Freiheit und war doch fast 20 Jahre mit allem unterwegs ausser H und Halluzinogenen. Vor etwa 18 Jahren hab ich aufgehört, als keiner mehr daran glaubte. Heute erzähle ich anderen Leuten das, was ich damals nicht hören wollte:-)).

Wenn ich einen von 10 erreiche, freue ich mich darüber. Und wenn einer der anderen 9 irgendwann kommt und nach Hilfe fragt, freue ich mich noch mehr.

Was bedeutet es schon, Leute auf eine MPU vorzubereiten und zu wissen, sobald der Lappen wieder da ist, geht's weiter. Erfolgreiche MPU's (und ich liege über 90% im ersten Versuch) machen schon ein gutes Gefühl, kurzfristig. Jemand der trocken bleibt, oder clean, macht ein besserers Gefühl (langfristig :-)  ).

LG

harobo

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Heile die Familie und Du hast auch wieder gesunde Kinder/Jugendliche. Das Eine bedingt das Andere.

Entkriminalisierung, Aufklärung und Prävention als vorbild in Deutschland sollte man sich die sehr erfolgreiche portugiesische Drogenpolitik nehmen

DarkSilver 07.08.2017, 11:47

Richtig. Wobei ich noch einen Schritt weiter gehen und lieber gleich legalisieren statt entkriminalisieren Würde, denn dann würde man auch den Schwarzmarkt mit seinem Rattenschwanz loswerden.

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Geht schon, kostet bloß zu viel Zeit und Geld für den Staat. Man könnte auch Mariahuana legalisieren und es würden im Laufe der Zeit viel weniger Leute auf Chemische BTM zurückgreifen :)

leon123456789o 07.08.2017, 06:39

Eben. Zudem ist Cannabis auch garnicht so schlimm.
Alkohol geht auf die Leber.
Zigaretten gehen auf die Lungen,
Und Cannabis geht auf den Kreislauf..
Wobei man den Kreislauf am leichtesten wieder in einen gesunden Zustand bekommt. Wenn du stärkere Lungen oder Leberprobleme hast, wars das.

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Nein. Zudem sind die meisten davon abhängig weil sie ihren schmerz betäuben wollen. Außerdem ist 1 mal im Jahr high sein schon was schönes.

Durch eine Legalisierung von allen Drogen könnte man das theoretisch erreichen. Warum? Dealer treiben oft Konsumenten gezielt in eine Abhängigkeit, um maximalen Profit raus zu holen. Wer würde noch zu einem Dealer gehen, wenn es legale Abgabestellen gibt? Und die dadurch eingenommenen Steuern könnte man gut in Prävention, Suchthilfen etc. stecken.

Hallo.

Senken wohl, aber ohne wird man nie hinkriegen.
Selbst der Alkoholkonsum ist von 1970 bis jetzt um  ca 30% runtergegangen. Kann das kaum glauben.
Stat. Bundesamt.

Legalisierung und Aufklärung in der Schule. Streckmittel sind das behinderste was es gibt.

Esgibt ne Menge Methoden, allerdings haben die Nachteile, weshalb sie nicht gemacht werden: Mehr Kontrollen, höhere Strafen, mehr und intensivere(bessere) Suchtprävention, Einflussnahme auf Erziehung, Vorbildfunktion

lucas551 06.08.2017, 23:24

Mehr Kontrolle und höhere Strafen? Die Repression hat nur noch mehr Leid und Elend verursacht.

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The4ter 06.08.2017, 23:32

das war nicht die Frage. die Frage war, ob es Methoden gibt, die Anzahl der Süchtigen zu verringern, nicht, ob sie Nachteilslos sind. außerdem habe ich doch geschrieben, dass Vorteile und Nachteile abgewägt, die Nachteile überwiegen und daher die oben genannten Methoden nicht durchsetzbar sind.

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DarkSilver 07.08.2017, 11:45
@The4ter

Mehr Kontrollen und höhere Strafen führen aber paradoxerweise nur zu noch mehr Drogentoten/- süchtigen. Das kann man gut in Ländern sehen, wo zB gar die Todesstrafe auf Drogenkonsum verhängt wird.

Nein, der einzig sinnvolle Weg ist eine Freigabe und eine bessere und ehrlichere Prävention und Aufklärung.

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wenn das einer wüsste, gäbe es das problem nicht mehr

DarkSilver 07.08.2017, 11:48

Man weiß wie, man will nur nicht.

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Alkohol und Zigaretten nicht so leicht zugänglich machen... Großteil gerettet...

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