Könnte ich deshalb Anzeige erstatten? (Urheberrechtverletzung)

6 Antworten

Wenn du belegen kannst, dass du die entsprechenden Rechte besitzt (selbstgemachte Comics), kannst du ohne Weiteres zum Anwalt deines Vertrauens gehen.

Der schickt eine Unterlassungsforderung an die Gegenpartei. Die schicken sie dir brav zurück. Außerdem tragen sie die Kosten deines Anwalts (ca. 300 - 500 Euro).

Wenn dir darüber hinaus wirtschaftlicher Schaden enststanden ist, solltest du den auf Heller und Pfennig belegen (Stundensatz, entgangener Umsatz, etc.) und gleich mit einreichen. Wenn nicht, bleibt dir zumindest die Genugtuung, dass diese Erfahrung für sie schon so teuer genug sein wird... ;)

Darüber hinaus kannst du auch "Weiternutzungs-Gebühren" anbieten. Doch auch das ist für Private nicht ganz leicht zu realisieren.

Mehr weiß dein Anwalt. ... Geh! Los! Suche dir einen! :)

Ach ja: Weil du es weiter unten fragtest - Nein, in den Knast kommt man wegen solcher Banalitäten nicht. Da müsste schon ein bisschen mehr passieren. Ein bisschen wollen wir die Verhältnismäßigkeit ja noch wahren, oder?! ;)

Ich hab jetzt mal links geschickt

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Und ich bin auch noch nicht volljährig

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Wenn du belegen kannst, dass du die entsprechenden Rechte besitzt

Er muss überhaupt nichts beweisen... § 10 Abs.1 Teil-Satz 2 UrhG - bis zum beweis des Gegenteils gilt er als Urheber.

Wenn dir darüber hinaus wirtschaftlicher Schaden enststanden ist, solltest du den auf Heller und Pfennig belegen

muss er auch nicht - hier kann von einem fiktiven Schaden ausgegangen werden in Höhe des üblich zu zahlenden Nutzungshonorares. § 97 UrhG

(2) Wer die Handlung vorsätzlich oder fahrlässig vornimmt, ist dem Verletzten zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Bei der Bemessung des Schadensersatzes kann auch der Gewinn, den der Verletzer durch die Verletzung des Rechts erzielt hat, berücksichtigt werden. Der Schadensersatzanspruch kann auch auf der Grundlage des Betrages berechnet werden, den der Verletzer als angemessene Vergütung hätte entrichten müssen, wenn er die Erlaubnis zur Nutzung des verletzten Rechts eingeholt hätte.

Darüber hinaus kannst du auch "Weiternutzungs-Gebühren" anbieten. Doch auch das ist für Private nicht ganz leicht zu realisieren.

Das kann keiner realisieren - Gebühren darf nur eine Behörde oder eine öffentliche Körperschaft verlangen - er kann aber ein Nutzungshonorar verlangen

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@stelari

§ 10 Abs.1 UrhG

Nach §10 Abs. 1 gilt als Urheber, wer auf dem Werk genannt ist. Ist niemand genannt, gilt der Verleger als Urheber.

Zurück zur Realität: Wer von den beiden ist i.d.S. Verleger (lies: Anspruchsberechtigter), wenn niemand genannt ist? Jener, der Beweise bringt, oder jener, der behauptet?

hier kann von einem fiktiven Schaden ausgegangen werden in Höhe des üblich zu zahlenden Nutzungshonorares

Dazu müsste ein "übliches Nutzungshonorar" existieren. Natürlich kannst du nun das Taschengeld hochrechnen... ;) Darüber hinaus sehe ich schon spannende Fragen aufleuchten, wie denn ein Minderjähriger gewinnorientierte Arbeiten leistet. Natürlich kann man hier Nutzungshonorare durchzusetzen versuchen. Doch dem folgen auf dem Fuße interessante Fragen des Finanzamts, des Gewerbeamts und ggf. noch diverser Interessenverbände und Kammern.

(Und genau genommen stiftest du ihn gerade zu einer Straftat - namentlich Schwarzarbeit Minderjähriger - an. ;))

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@Unsinkable2

Nein - Schwarzarbeit wäre es erst dann, wenn keine Steuern und Abgaben abgeführt werden - ein kleiner aber feiner Unterschied...

Wir Fotografen haben es da einfacher - wir nehmen die Liste der MFM und in 2 Minuten ist das Honorar ermittelt bzw der fiktive Schadensersatz...

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du hastihn doch selber öffentlich gemacht und wohl nicht geschützt. hast du ein copy right Zeichen dabei mit deinen "AGBs"?

selbst wenn nicht gibt es ihnen nicht das recht es als ihrs auszugeben indem sie einfach ein eigenes wasserzeichen einfügen

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@Tatze64

da stimme ich dir zu, so was macht man nciht, aber es gilt nach wie vor, wenn du es nciht geschützt hast, ist es öffentlich

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@tapri

Umgekehrt wird ein Schuh draus, tapri: Solange es nicht freigegeben ist, ist es Privateigentum.

Grundsätzlich schützt das Gesetz dein Eigentum. Das betrifft auch geistiges Eigentum, Zeichnungen, Malereien oder Musik. Nur - und einzig - dann, wenn du öffentlich erklärst, kein Interesse mehr an deinem Eigentum zu haben, wird es Allgemeingut.

Deshalb ist ein "Wasserzeichen" oder sonstwas bestenfalls lustig. Und auch "Allgemeine Geschäftsbedingungen" oder "Lizenzen" oder sonstwas muss man nicht extra beschreiben. Man KANN, wenn man besondere Rechte wahrnehmen will ... und man MUSS, wenn man seine eigenen Rechte EINSCHRÄNKEN will.

Nicht mehr. Nicht weniger.

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@Unsinkable2

Du vergisst, dass man auf das Urheberrecht nicht verzichten kann, es ist unabdingbar egal in welcher Form - es kann nur vererbt werden...

Richtig ist aber, dass - sollen es andere Nutzen können - es ausdrücklich unter einer entsprechenden Lizenz stehen muss. Ist nichts angegeben, darf man es auch nicht verwenden

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@stelari

Richtig. Nur dass es hier nicht um URHEBERrecht sondern um NUTZUNGSrecht geht. ;)

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ja du kannst ihn oder sie anzeigen! soweit ich weiß würde er eine geldstrafe kriegen... bin mir aber nciht sicher... und wenn du ihnen nachweisen kannst, das es dein comic ist, müssen sie ihn entfernen, genauso steht es auch, wenn du die person die ihn zuerst geklaut hat anzeigst!

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