Könnte es sein, dass wir vom Jugendamt weggenommen werden?

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9 Antworten

Auch ein Psychiater unterliegt prinzipiell der Schweigepflicht. Diese muss er aber brechen, wenn er Zeichen schwerster körperlicher/sexuel­ler Gewalt oder akut lebensbedrohlicher Vernach­lässigung bei Kindern erkennt.

Dem Psychiater ist die unbefugte Offenbarung untersagt, er darf also ohne die Zustimmung deines Bruders niemandem etwas sagen. Aber eine Offenbarung ist erlaubt, eventuell sogar gebo­ten, und zwar immer dann, wenn der Patient oder die Sorgeberechtigten ge­gebenenfalls nach einem Beratungsge­spräch einverstanden sind.

Damit er deinem Bruder helfen kann, muss er schon die Hintergründe kennen, um dann gemeinsam mit seinem Patienten nach einem Lösungsweg zu suchen, der vielleicht auch der Gang zum Jugendamt sein kann.

Und eure familiäre Situation bedarf dringend der Hilfe Dritter.

Um Hilfe zu bitten, ob jetzt beim Jugendamt oder einer anderen Institution (Eheberatung, Antiaggressionstraining...) heißt ja nicht, dass ihr euren Eltern weggenommen werdet, sondern das eure Familie Unterstützung erfährt. Denn die braucht im Moment jeder von euch, Eltern wie Kinder und so kann es ja nicht weiter gehen.

Auch unter der kostenfreien Telefonnummer 116 111 Nummer-gegen-Kummer kannst du (auch anonym) von deinen Sorgen erzählen und dich beraten lassen.

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

Ich wünsche dir alles Gute, ihr schafft das!

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116 111

Diese Telefonnummer ist europaweit kostenlos und funktioniert ohne Vorwahl. Am anderen Ende sind kompetente Menschen die Dich gerne beraten. 

Ihr braucht unbedingt Hilfe. Die ganze Familie. Wie diese Hilfe aussehen wird kann Dir hier mit Sicherheit kein Mensch im Detail sagen. Denn sie ist abhängig von den Möglichkeiten die es vor Ort gibt. Und diese sind wiederum von den von uns Erwachsenen gewählten Politikern abhängig. 

ABER die kompetenten Menschen welche Du unter der Telefonnummer erreichst können den Weg raus aus dieser miserablen Situation sehr gut begleiten. 

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Wenn Dein Bruder ehrlich zum Facharzt ist wird dieser sehr wahrscheinlich das Jugendamt verständigen weil er dazu verpflichtet ist. Immerhin ist Euer Kindeswohl massiv gefährdet. 

Was wird dann geschehen? Es wird ein Mitarbeiter des Jugendamtes vorbei schauen, ob nun angemeldet oder nicht. Den Eltern wird Familienhilfe sehr wahrscheinlich angeboten. Nehmen sie sie an kommt mehrmals in der Woche eine Fachkraft um zu helfen. - Das ist die naheliegende Möglichkeit. 

Unter gewissen Umständen kann auch durch richterliche Anordnung dafür gesorgt werden dass Euer Vater an einen anderen Ort kommt. Ich kann mir gut vorstellen dass er in die Psychiatrie kommt. Diese ist eh für seine Alkoholsucht zuständig. Es wäre also absolut nicht sein Schaden. 

Alkoholsucht ist eine chronische Erkrankung die nur dann zum Stillstand gebracht werden kann wenn die betroffene Person ihre Erkrankung wahrnehmen will und bereit ist sie zum Stillstand zu bringen. Falsche Rücksichtnahme - die ich aus Deiner Frage heraus lese - unterstützt die Erkrankung in ihrer schlimmsten Form. Was bedeutet sie wird äußerst schmerzhaft tödlich enden. 

Ich bin selbst seit 30 Jahren trockene Alkoholikerin. Ich rate allen Familienangehörigen keine Rücksicht zu nehmen aus durchaus großer Erfahrung. Und zwar nicht nur als Betroffene sondern auch als Pflegekraft. 

Deine ganze Familie kann es viel besseres Leben bekommen wenn Dein Bruder ehrlich ist. Euch Kindern kann gut geholfen werden diese üble Prägung zu überwinden. Vor allen Dingen das Blaue Kreuz arbeitet diesbezüglich mit Fachmenschen zusammen. 

Und sicherlich wird sich das Leben Deiner Mutter auch sehr ändern können wenn von außen Hilfe kommt. Das wird ihr zunächst gar nicht gefallen. Denn sie wird einen langen aber lohnenden Weg zurück zu sich selbst gehen dürfen. 

Du solltest auf jeden Fall auch nachschauen wo die Landesstelle für Suchtgefahren eine Beratungsstelle in Deiner Nähe hat. Gehe da FÜR DICH hin. Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Lasse Dich beraten, frage nach dem Blauen Kreuz und halte zu denen regelmäßigen Kontakt. 

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Kommentar von xjessiiiiex
16.01.2016, 11:22

Mein Vater war schonmal in einer Psychatrie, vor ein oder zwei Monaten glaube ich. Dort war er aber nur zwei Tage, weil die Ärzte ihm mitgeteilt haben, dass er mindestens vier Wochen dort bleiben müsste und er meinte er könnte das nicht usw. Zu den Anonymen Alkoholiker geht er auch. Nur das problen ist, dass er nicht zugibt dass er getrunken hat. Auch als wir acht Bierflaschen hinter der Couch gefundeb haben, hat er's nicht zugegeben.

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Soweit ich weis hat jeder Arzt, Psychiater etc. Eine Schweigepflicht. Aber ich glaube falls dein Bruder ihn darum bitten würde das Jugendamt zu kontaktieren dann dürfte er es. Aber solange dein Bruder ihn nicht darum bittet darf er es nicht glaube ich.

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Das Kindeswohl ist ein höheres Rechtsgut als die Schweigepflicht. Beim sog. §8a muss man Meldung machen.

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Erstmal meinen beileid,das du sowas durchmachen musst,das sollte niemand durchmachen soll,tut mir leid aber deinen vater mag ich jz schon nicht,wenn man keine arbeit hat,sollte man sich eine suchen,gibts ja genug,in alkoholsucht zu verfallen zeigt schonmal das er keinen willen hat,aber okay,kann jeden passieren,aber seine frau und kinder zu schlagen,macht mich jz schon aggressiv! Hast meinen respekt,ich empfehle dir,kämof dagegen an auch so zu werden wie sie,mach einen guten abschluss,finde eine gute arbeit worauf du stolz sein kann,finde deine wahre liebe,bekomm kinder und behandel sie mit respekt,aber ich glaube nicht das ich dir was sagen kann,deine entscheidung:-D jzmal zu deiner frage,es herscht schweigepflicht,doch es kann sein das sie deinen bruder empfehlen es dem jugendamt zu berrichten was bei euch vor sich geht,was dein bruder macht ist seine entscheidung,schönen tag noch

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Es ist besser für dich und deine Familie das Jugendamt zu rufen. Oder soll es etwa immer so weiter gehen? Möchtest du das deine kleinen Geschwister so aufwachsen?

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Auch der Psychiater hat Schweigepflicht.

Aber bist Du sicher, dass Du und Deine Geschwister wirklich zu Hause bleiben wollt?

Ich rate Dir, dass Du selbst mal ins Jugnedamt geht, denn das

meine Mutter und meinen kleinen Bruder schon öfters körperlich und durch
wort angegriffen. Meiner Mutter hat er schon ein paar mal ins Gesicht
geschlagen und meinem Bruder ist er auch schonmal an die Gurgel
gegangen,

sind keine normalen Verhältnisse. Und Alkohol sowieso nicht.

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Kommentar von xjessiiiiex
12.01.2016, 22:23

Mir ist bewusst, dass das keine normalen Verhältnisse sind. Aber ich will auch nicht dass meine Geschwister in komplett andere Familien kommen oder sogar ins Heim.

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Ich sehe das wie die anderen, vielleicht suchst du auch für dich Hilfe, hört sich schlimm an. Ich wünsche dir das Beste!

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Es gibt eine Schweigepflicht. Mir stellt sich aber die Frage ob es für eure Familie nicht besser ist, das Jugendamt selbst um Hilfe zu bitten.

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