Könnte es sein, dass ich prozentual jüdisch bin?

Menorah - (Recht, Politik, Religion)

20 Antworten

Wenn deine Mutter Jüdin war (dafür müsste ihre Mutter, also deine Großmutter, auch schon Jüdin gewesen sein oder deine Mutter konvertiert sein, was ja auch möglich ist), giltst du wohl dadurch aus Sicht von Juden auch als Jüdin und hast es dann leichter, einer jüdischen Gemeinde beizutreten, als Leute, die mütterlicherseits keine jüdischen Vorfahren haben. Auch die israelische Staatsbürgerschaft kannst du dann schneller bekommen, glaube ich (ohne Gewähr).

Das muss dich aber alles nicht kümmern, wenn du mit dem Judentum und den damit zusammenhängenden Bräuchen nichts am Hut hast, kein Hebräisch kannst und dich ihm selbst nicht zugehörig fühlst 

Aber entweder bist du eine Jüdin oder nicht, so etwas wie Halbjuden oder so gibt es nicht, weil die Zuordnung zum Judentum religiöse/kulturelle ist, nichts mit den Genen zu tun hat (außer für Nazis, die deshalb auch auf die absurde Idee gekommen sind, dass es so etwas wie Halb- und Vierteljuden gäbe) und man damit entweder ganz oder gar nicht Jude ist.

Von der stammesgeschichtlichen Herkunft sind wir in Mitteleuropa fast alle irgendwie verwandt. Das Judentum ist eine Religion. Also ein Stamm, der sich vor ca. 3000 Jahren als "etwas Besonderes " ansah, begründete seine eigene Religion. - Also Juden sind "auch nur Menschen wie du und ich". 

Entscheidend ist  , was Deine Eltern sind.Was Deine Vorfahren waren ,hat nur Bedeutung für euren Familenstammbaum.Wenn Du mehr über Deine Vorfahren wissen willst, dann betreibe Familienforschung.

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