Könnte es sein dass die religion erfunden wurde damit die menschheit miteinander leben kann..?

18 Antworten

Grüß Dich itsDELICIOUS!

Religionen im traditionellen Sinne sind Glaubenskonstrukte, die Hilfe geben wollen, wie das Leben zu meistern wäre. Meist binden sich Menschen dabei an vorgegebene Lehren, die als bindend gefordert werden. In den Augen der Prediger, die die Lehren verkünden bzw. interpretieren, sollte man sich danach richten und das bezeichnen sie dann als normal. also was ist dann normal? Jedenfalls nicht das. Denn Menschen verlieren auf diese Weise ihre geistige Freiheit, weil das Dogma (feststehende und nicht aufzugebende religiöse Lehre) Hinterfragungen nicht zulässt. Da schicken sich die Menschen lieber drein, weil es einfacher ist, anderen das Denken zu überlassen. So kanns aber nicht gehen, finde ich.

Ich selbst bin Atheist, aber Du wirst staunen, ich bin ein religiöser Atheist und habe trotzdem mit dem was ich schilderte nichts am Hut. Nun wirst Du Dich mit Recht fragen, wie geht das denn?? Es ist aber kein Widerspruch ansich. Falls Du mehr wissen willst, dann kannst Du mich ja mal anmorsen und mir eine Nachricht schreiben. Ich antworte Dir gern. 

Wikipedia:

Eine „klassische“ Definition nach Gustav Mensching lautet: „Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen.“

Das hat klar was mit dem Sinn des Lebens zu tun und daraus ergibt sich dann auch eine Antwort, wie man am besten mit Menschen leben kann. Die muss man aber selbst finden.

Um religiös zu sein oder etwas heilig zu finden, muss man aber keineswegs an einen Gott oder an Götter oder an feste Lehren, an einen Religionsstifter oder an ein Dogma glauben. Ja es verbietet sich sogar! Es gibt andere und bessere Wege, die Religiosität sinnvoll ausfüllen und das Leben der Menschen miteinander wirklich verbessern, sprich ethische Regeln formulieren.

Mit bestem Gruß

Rüdiger

Religionen im traditionellen Sinne sind Glaubenskonstrukte, die Hilfe geben wollen, wie das Leben zu meistern wäre. Meist binden sich Menschen dabei an vorgegebene Lehren, die als bindend gefordert werden. I

Das ist genau umgekehrt. Das die Menschen ihr Leben selbst regeln könnten, war ein Zweck von Religionen. Die Religion erzeugte Geschichten, mit denen Gesetze transportiert werden sollten.

ich bin ein religiöser Atheist

Sorry, aber das ist grober Unfug. Religion und Atheismus schließen sich komplett aus. Ein Atheist ist jemand, der keine Kenntnisse von Konzepten über Götter hat. Er ist Ohne Glauben an Götter. Er kennt sie nicht.

Atheismus beinhaltet keinerlei Aussagen oder Ideen, sondern ist einfach nur die Abwesenheit von Gottglauben und Religion.

Jeder Mensch wird in diesem PASSIVEN ZUSTAND geboren.

Sobald man mit Religion, Gott, Glaube in Kontakt gerät, verliert man diesen Zustand.

Dann muss man sich entscheiden:

  • "Ich glaube..." = Religiöser/Gläubiger Mensch
  • "Ich glaube nicht ..." (oder auch: "Ich weiss nicht..")  = Agnostiker 
  • "Ich lehne Glauben ab." = Antitheist

Um religiös zu sein oder etwas heilig zu finden, muss man aber keineswegs an einen Gott oder an Götter oder an feste Lehren, an einen Religionsstifter oder an ein Dogma glauben. Ja es verbietet sich sogar! Es gibt andere und bessere Wege, die Religiosität sinnvoll ausfüllen und das Leben der Menschen miteinander wirklich verbessern, sprich ethische Regeln formulieren.

Auch das ist grundlegend falsch. Du hast dich offensichtlich noch nicht mit der Thematik befasst.

Ohne Religion gäbe es keinen Gottglauben, da dieser ein Produkt von Religion ist.

Religiosität beinhaltet zwingend Gottglauben, denn Gottglaube ist eines der Merkmale, die aus einer Ideologie eine Religion machen.

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@wildcarts2

Ich verstehe Deinen Widerspruch. Ich werde das Gefühl nicht nicht los, dass Du meine Argumente nicht richtig verstehst. Google selbst nach Dogma. 

Ich weiß genau was ich sage. Als religiöser Atheist ist das Leben für mich das Heilige. Das hat enorme Konsequenzen. Wir können uns gerne darüber austauschen, was ich unter Leben verstsehe. Ich würde nicht so vorschnell Urteile abgeben. Ich werde mich hier auch nicht hinreissen lassen lassen, mich in eine Diskussion verwickeln zu lassen, wenn  ich das Gefühl habe, das Du nur Recht haben willst. Sei mir nicht böse. Du könntest ja auch durch Fragen, die Dinge erforschen. Ich habe dann keine Probleme mich auf eine Debatte einzulassen.

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Ich denke da ähnlich wie du und sage: Ja, Menschen haben die Religion erfunden, damit Menschen bei einem Mord, Diebstahl etc. Angst haben vor einer höheren Macht, die sie bestrafen könnte. Eine Religion soll eine Anleitung sein, wie man ein "guter Mensch" werden kann.

Jedoch ist was gut und schlecht und was moralisch und unmoralisch empfunden wird, von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So haben sich dann verschiedene Religionen gebildet (verschiedene Meinungen).

Wenn es wirklich einen Gott gibt und er wirklich gerecht ist, dann ist keine einzige Religion unverändert, da jede Religion ungerecht ist (vor allem zu Frauen).

Du musst dir klar machen, dass die Religionen aus dem Mittelalter stammen und wenn dort steht, dass du Sklaven halten darfst (z.B. in der Bibel und im Koran), dann weiß ein Jeder heute, dass man keine Sklaven halten darf und man Sklaven frei lassen muss. Jeder weiß, dass Gott so etwas nicht erlauben würde und dass diese Passage zu 100% von Menschen erfunden wurde. Es gibt noch vieles was ich hier aufzählen könnte (vor allem aus dem Koran) aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Wenn du dir eine Religion aussuchst, dann schalte deine Logik ein und deinen Gerechtigkeitssinn. Dann kannst du sehen, was von Menschen erfunden wurde und was nicht.

Es gibt nicht "die" Religion und es gibt auch nicht den Erfinder der Religion oder Religiosität.

Aber es ist schon ein richtiger Aspekt, dass Religion dazu beitragen kann, dass Menschen sich an Regeln halten und friedlich miteinander umgehen (wenn es nicht gerade darum geht, die Anhänger einer abweichenden Religion zu bekämpfen).

Richtig, aber es kommt sehr stark auf die Inhalte an und die dürfen sich nicht widersprechen und müssen dem Menschen angepasst sein. Umgekehrt, das sich der Mensch der Religion anzupassen habe, das lehne ich ab.

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@vonGizycki

Nette Forderung. Aber es gibt wohl kaum Regelwerke, die nicht verlangen würden, dass die Menschen sich nach den Regeln richten, sich also diesen anpassen.

Eine gewisse Anpassung des einzelnen Menschen an seine Umwelt, seine Mitmenschen und an Regeln ist unerlässlich. Das finden übrigens auch Atheisten richtig.

Eine Religion des Inhaltes: "Mach einfach, was dir Spaß bringt. Du brauchst auch auf nichts und niemanden Rücksicht zu nehmen. Du wirst immer akzeptiert sein und keinen Ärger bekommen.", die gibt es nicht.

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@Paguangare

ass Religion dazu beitragen kann, dass Menschen sich an Regeln halten und friedlich miteinander umgehen (wenn es nicht gerade darum geht, die Anhänger einer abweichenden Religion zu bekämpfen).

Leider macht aber GENAU DAS Religion aus:

Nach Innen: Seid friedlich zueinander, denn

nach Aussen: Passt auf, dort sind alles Feinde.

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@wildcarts2

In der evangelisch-lutherischen Kirche habe ich noch nie erlebt, dass eine Amtsperson zu Hass oder Feindschaft gegenüber Anhängern einer anderen Religion aufgerufen hätte, oder auch nur die Gleichberechtigung der anderen Religionen in Frage gestellt hätte.

Es ist allgemeiner Konsens, dass ein interreligiöser Dialog in gegenseitigem Respekt stattfinden soll. Eine Missionierung von Anhängern anderer Religionen ist nicht vorgesehen. Höchstens, wenn jemand von sich aus konvertieren möchte, wird er willkommen geheißen.

Ich habe sogar einen Gottesdienst erlebt, zu dem jungerwachsene Muslime eingeladen waren. Sie durften in der Kirche Koransuren rezitieren. Es ging um ein biblisches Thema, das auch im Koran vorkommt, ich glaube um Abraham. Die Gottesdienstbesucher waren durchgehend interessiert und aufgeschlossen. Es gab keine grundsätzliche Kritik an der Aktion.

Also nichts mit "Passt auf, dort sind alles Feinde."

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