Könnte es sein, dass Allah die Erde und den Himmel in 6 Tagen erschaffen hat?

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43 Antworten

Der Koran übernimmt tatsächlich nicht jeden Fehler der Bibel. Während in der Schöpfungsmythologie der Tora die Tage durch den Wechsel von hell und dunkel, bzw. nach Erschaffung der Sonne durch Sonnenaufgang und -untergang, klar als irdische Tage gekennzeichnet sind, könnten die "Tage" im Koran auch Zeitabschnitte beliebiger Länge sein. 

So geht der jüdische Kalender noch heute davon aus, dass das Universum vor 5777 Jahren von "Elohim" (wörtlich "Göttinner" oder Gemeinschaft der Götter und Göttinnen) erschaffen worden ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer\_Kalender

>In Bezug auf den ersten Tag der erschaffenen Welt setzten jüdische Forscher den 6. Oktober 3761[2] v. d. Z. fest. Rückgerechnet, nach der biblischen Überlieferung, muss unmittelbar mit Jom Rischon, dem 6. Oktober 3761 v. d. Z., 23 Uhr 11 Minuten 20 Sekunden, das biblische Gotteswort zur Schöpfung (Gen 1,3 www.bibleserver.com">EU) geworden sein: „Es werde Licht, und es ward Licht.“[12]

Der Koran übernimmt auch nicht die falsche Behauptung der Tora aus 1. Mose 1 ff, es gebe länger flugfähige Tiere als Tiere auf der Landmasse. Und der Koran macht keine falsche Aussage zur Entstehung des Wassers, was ja gemäß 1. Mose 1 ff so wie Gott selbst unerschaffen ist.

Was der Koran jedoch falsch übernimmt, ist die Behauptung die Erde wäre schon fruchtbar gewesen und hätte Pflanzen wachsen lassen, noch bevor Sonne, Mond und alle Himmelkörper entstanden sind. 




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Kommentar von Maarduck
31.07.2016, 12:15

Danke für den Stern.

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Kommentar von henzy71
31.07.2016, 13:11

Ein wirklich interessanter Vergleich zwischen Bibel und Koran - beeindruckend. Was mich aber wirklich beeindruckt ist, wie man es ohne die beiden Fragen des Fragestellers beantwortet zu haben schafft, hilfreichste Antwort zu werden.

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Kommentar von JoJoPiMa
01.08.2016, 17:04

Das hebräische Wort yôm sollte schon genauer betrachtet werden.

Der 1. Schöpfungstag, zum Beispiel, kann gar nicht irdisch im o.g. Sinne gewesen sein. Dem fehlte noch die Sonne.

Von der Struktur der Erzählung her, scheint es mal ein Gedicht gewesen zu sein.

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Nein. Das waren nur fünf Tage. Und gemacht hat das nicht  ein Herr namens Ali oder Ala oder so, sondern das fliegende Spaghettimonster.

Lauschet den Worten der Wahrheit:


Am ersten Tag 
erschuf das FSM das Licht und die Dunkelheit. Das Licht  wurde Tag genannt, die Dunkelheit Hauptsendezeit.

Am zweiten Tag
schuf das FSM Land um das Wasser zu teilen, und nannte es Firnament.  Auf dem Land erschuf es einen Vulkan der Bier spuckte und trank einiges  davon.

Am dritten Tag wusste das FSM nicht mehr so genau, was es am zweiten Tag getan hatte. Deshalb schuf es nochmal Land, um das Wasser zu teilen und nannte es Erde. Als es sein Werk vom Vortag bemerkte, hob das FSM das Firmament über die Erde und benannte es in Himmel um. Weiterhin erschuf das FSM allerlei Pflanzen, vor allem Getreide, womit man Mahlzeiten formen konnte, die seinen nudeligen Fortsätzen ähnlich sahen.

Am vierten Tag teilte das FSM das Licht von Tag zwei Lichter; eines für den Tag und eines für die Hauptsendezeit. Da ihm die Teilung nicht ganz sauber gelang, gerieten einige Splitter in den Himmel, die es fortan Sterne nannte.

Am fünften Tag
schuf das FSM einiges Getier, das fortan in, auf und über der Erde lebte. Unter anderem die Kuh, den Bic Mac und das Dönertier. Und weil es so stolz auf sich war, legte das FSM anschließend eine ausgiebige Pause am Biervulkan ein. Später bemerkte es, dass es in seiner Trunkenheit im Himmel eine Stripperfabrik und auf der Erde einen Zwerg geschaffen hatte. Den Zwerg nannte es Mann. Am späten Abend rollte das FSM aus seinem Bett und knallte auf das Firmament. Dieses Ereignis wird Urknall genannt. Völlig geschafft von dem ereignisreichen Tag, erklärte das FSM den Freitag zu einem heiligen Feiertag und erholte sich erstmal eine Weile von dem ganzen Geschöpfe.
Weil der Zwerg so verdammt nervig war, erschuf das FSM bald eine Frau und sprach zu dem Zwerg: "Von nun an soll ein Mann seine Eltern verlassen und sich mit einer Frau vereinen". Dabei dachte sich das FSM: "Das wird bestimmt interessant..."



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Kommentar von roboboy
30.07.2016, 15:04

Danke! Endlich jemand, der Ahnung hat, wovon er redet, und nicht so einen Schwachsinn verbreitet!

LG

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Normalerweise verschließen sich Religionen gegenüber der Wissenschaft und das aus gutem Grund.

Wissenschaftlich gesehen dauerte die Entstehung der Erde mehrere 100 Millonen Jahre - auch diese Zahl variert stark, je nachdem, welchen Punkt man als "Beginn" der Entstehung ansieht und welchen als "Ende".

Apropos "Ende":
Da sich die Erde ja immer noch ändert (Drift der Kontinentalplatten, Entstehung und verschwinden von Inseln, und vieles mehr), ist sie immer noch nicht "fertig" - d.h. sie ist immer noch im Entstehen. Sogesehen dauerte die Entstehung der Erde nicht einen Tag, sondern sie entsteht bereits seit einigen Milliarden Jahren.

Beim "Himmel" wird es noch schwieriger, weil sich die Frage aufdrängt, was gemeint ist. Im Englischen gibt es dafür zwei Begriffe, die Unerschiedliches bezeichnen: sky und heaven.

Selbst wenn wir den Begriff sky betrachten, ist noch nicht klar, was damit gemeint ist: Unsere Athmosphäre, die tagsüber blau erscheint, in der die Vögel fliegen ist "nur" ein Teil unserer Erde. Der Nachthimmel etwa, also das von hier sichtbare All, hat zum großen Teil eine noch längere Entstehungsgeschichte.

Wenn ich die biblische Entstehung der Welt betrachte, in der Gott das Wasser geteilt hat in einen "unteren Teil" (Meer) und in einen "oberen Teil" (blauer Himmel), dann gibt es glaube ich nicht mehr viele, die glauben der Himmel wäre eine äußere Wasserhülle. Auch das ist wissenschaftlich natürlich längst widerlegt.

Also: wissenschaftlich gesehen hat kein höheres Wesen - welches auch immer - Himmel und Erde an einem Tag erschaffen. Wenn du allerdings religiösen Menschen mit der Wissenschaft kommst, kann es sein, dass sie sauer reagieren...

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Kommentar von realsausi2
30.07.2016, 13:57

, ist sie immer noch nicht "fertig"

Ein sehr schöner Gedanke, den man sich erstmal  bewusst machen muss.

Danke dafür.

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Nein, das könnte nicht sein!

Unser Universum hat seinen Ursprung im Urknall - recht gute Hinweise dafür sind die kosmische Hintergrundstrahlung sowie die Gravitationswellen.

Auch mit unserem Sonnensystem hat es nichts mit einem Gott auf sich!

Unser Sonnensystem entstand vor ca. 4,6 Milliarden Jahren. Anfangs befand sich an der Stelle wo jetzt unser Sonnensystem ist nur eine riesige Wolke aus kaltem Gas und Staub.

Eine Supernova in unserer Nachbarschaft sorgte mit ihrer Druckwelle dafür, dass es zu einem Ungleichgewicht in der Gaswolke kam und diese dadurch kollabierte. Im Zentrum sammelte sich nun immer mehr Gas und der Druck und die Temperaturen dort stiegen enorm an. Ein Protostern, unsere Sonne, war geboren. Die Temperaturen stiegen immer weiter an bis bei ca. 10 Millionen Grad Celsius die Kernfusion einsetzte. Kernfusion bedeutet, dass Atome eines Elements zum nächst-schwereren verschmelzen - hier Wasserstoff zu Helium. Dabei werden riesigen Mengen an Energie erzeugt. Wir merken dies anhand von Wärme und Licht.

Staub der sich noch im jungen Sonnensystem befand verklumpte allmählich aufgrund der Gravitation. Die Klumpen wurden immer größer und es bildeten sich Protoplaneten. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es zu Beginn bis zu 100 dieser Protoplaneten gegeben haben könnte. Es überlebten aber nicht alle die turbulente Anfangszeit des Sonnensystems. Sie kollidierten untereinander, verschmolzen dabei oder zerbröselten sich gegenseitig - siehe Asteroidengürtel zwischen Jupiter und Mars. Bei einer dieser Kollisionen entstand übrigens auch unser Mond. Eine Kollision mit dem Protoplaneten Theia, welcher ungefähr so groß war wie der Mars, führte dazu, dass ein großes Stück aus der Erde rausgerissen wurde und sich diese Trümmer in einem Orbit um die Erde sammelten. Der Einschlagswinkel von Theia war geschätzt 45° und damit war dieser günstig. Ein frontaler Treffer hätte die Erde zerfetzt. Übrig blieben die inneren Planeten des Sonnensystems: Merkur, Venus, Erde und der Mars.

Die äußeren Planeten sind Gasplaneten. Dort reichte die Energie nicht mehr aus um das Gas verdampfen zu lassen so wie es bei den inneren Planeten der Fall war. Zu den äußeren Planeten gehören Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Beim Uranus und Neptun geht man davon aus, dass diese im Laufe der Zeit die Positionen gewechselt haben. Hierdurch wurden viele Gesteinsbrocken (Asteroiden, aber auch Kometen) aus ihrer Bahn geschleudert. Über einen Zeitraum von ca. 400 Millionen Jahren war die Erde einem Beschuss ausgeliefert welcher höchstwahrscheinlich das Wasser zu uns brachte, aber auch evtl. die Bausteine fürs Leben. Dieses Ereignis wird auch das große Bombardement genannt.

Weiter außen hinter der Neptun-Bahn befinden sich noch der Pluto, welcher seit 2006 kein Planet mehr ist, div. andere Zwergplaneten, der Kuipergürtel und abschließend die Oortsche Wolke.

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Alles was wir über unsere Erde in Erfahrung gebracht haben, spricht dagegen.

Zwischen ihrer Formung als Planet bis zur Entstehung des ersten Lebens liegen bereits mehrere millionen Jahre, bis aus diesem ersten Leben die ersten tatsächlichen Fische hervorgegangen sind, noch einmal millionen von Jahren und bis zu den ersten Landlebewesen (hast es schon erraten) millionen von Jahren und bis zum Homo Sapiens weitere millionen von Jahren.

Wir wissen heute wie sich Planeten formen, was für Kräfte dafür verantwortlich sind und wie die verschiedenen Stadien einer "Planetengeburt" aussehen. Durch unsere Teleskope konnten wir diese Stadien an anderen Planeten bereits beobachten.

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Da wir nicht wissen welcher Zeitabschnitt bei Allahs einen Tag ausmacht, ist deine Frage ziemlich sinnlos.

Wenn es einen Allah geben sollte, so hat er den Urknall angezettelt und dann mit  Vergnügen zugeschaut was sich daraus entwickelt hat.

Wie es nach dem Urknall weiterging haben die Physiker mittlerweile herausgefunden, ein Eingreifen von Allah war jetzt nicht mehr nötig. Auch sollte man auch mit vorsichtigen Schätzungen von mehr als Tausend erdähnlichen Planeten ausgehen, daher ist es kaum wahrscheinlich das er sich besonders um die Muslime kümmern sollte.

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Es sprechen viele Gründe dagegen. 
Es dauerte einfach viel länger, bis sich der Staub zu Planeten zusammenballte und bis die erde dann so weit abgekühlt war, dass Leben auf ihr möglich wurde. Dann war sie immer noch für viele Millionen Jahre ein ziemlich öder Planet. 
Das lässt sich in den Gesteinsschichten ziemlich gut nachvollziehen.

Die ganzen Schöpfungsmärchen glaubt doch kein gebildeter Mensch mehr, der nicht massiv indoktriniert wurde.

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Das mag keine Antwort über die Machbarkeit sein, aber über den Grund für die Verwendung der sechs. Vielleicht trägt es so zur Entwirrung bei. Angenehm wäre es schon, wenn die Anzahl sinnlose Debatten darüber weniger werden sollte, denn es müsste auch dem einfältigsten Gläubiger offensichtlich sein, dass die Zahl sechs nicht für Quantität stehen kann.

In der Antike, standen Zahlen nicht nur für Quantität, sondern auch für Eigenschaften, Handlungen, Qualitäten. Heute noch zu finden, überwiegend in Traumdeutungen, Geheimgesellschaften usw.

Auch antike religiöse Literatur ausserhalb des Korans zeugt von der Verwendung der Zahl 6 als Symbol:

Babylonische Überlieferung über die Sintflut (Gilgamesh 141-7).
Hiob 5, 19.
Sprüche 6, 16.

Aber, alle religiöse Berichte, die die Zahl verwenden, machen es in Anlehnung an der Symbolik - auch die Schöpfungsberichte.

Ein Werk wird begonnen (6 Schritte/Abschnitte usw) und gut abgeschlossen (6 + 1 = 7). Für die Einen, stand die 1 zwar für Schöpfer/Macher, aber als Grund für den Ruhetag.

Das Stichwort lautet Hexämeron (auch Exameron).

Zahlen, die damals für Vollendung/Perfektion standen: die 10; die 3 und die 4, samt Derivate, 7 (3+4) und 12 (3x4). Die Symbolik der 10, der 3 und der 4 samt Derivate wird öfters in der religiösen Literatur verwendet:

Himmel, Wasser, Erde

Unkraut, Getreide, Bäume.

Sonne, Mond, Sterne.

Drei Segensarten.

Und so weiter.

Wahrscheinlich haben Gläubige damals es gewusst. Wahrscheinlich hielt man es irgendwann für besser, die Spuren zu zensieren, um sich besser absondern zu können und somit, die Einzigartigkeit Gottes zu unterstreichen.

Ein Schöpfungsbericht dürfte nur dazu gedient haben, Gott als Ursprung zu behaupten und nicht, ein Zeitfenster für die Schöpfung zu liefern. Die sechs steht symbolisch für Abschnitte/Reihenfolge/Schritte/Massnahmen einer Tat - bis bessere Erkenntnisse belegt werden.

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Ja es könnte sein! Es ist aber EXTREMS unwarscheinlich. 

Religiöse "Ansichten/Meinungen" lassen sich in der Regel weder beweisen, noch sind sie oft fundiert. Man darf nicht vergessen, dass relegiöse schriften (Bibel,Koran) von Menschen geschrieben wurden. Von Menschen die sich vor tausenden von Jahren einfach nicht erklären konnten was die Erde ist, welche stellung sie im Universum hat und warum es Menschen gibt. 

Die wissenschaft (im übrigen ist wissenschaft nichts anderes als das aufstellen von Thesen, die laut jetzigem Erkenntnisstand sinn ergeben aber jeder Zeit korrigiert werden können) geht davon aus, dass das Universum und die Erde aus dem Urknall hervorgegangen sind. 

Begründet wird dies mit der Tatsache, dass das Universum expandiert, also immer weiter auseinander driftet. Rechnet man nun einige Milliarden Jahre (genauer gesagt 13,798mrd. jahre) zurück, kommt man zum schluss, dass das Universum aus einem Punkt hervorgegangen sein muss. 

Es gibt natürlich noch etliche andere Fakten, für die man jedoch physik studieren muss um sie zu verstehen, die ganz klar dafür sprechen. 

Die Kette zur entstehung der Erde, sah also sehr warscheinlich so aus: Urknall-> absolutes heisses unwirkliches chaos--> gesteinsbrocken bildeten die Erde--> die Erde beginnt um die sonne zu kreisen --> gesteinsbrocken kühlt sich langsam ab --> lebensgünstige umstände entstehen (richtiger abstand zur sonne etc.) --> leben geht mittels der Evolution aus Einzellern hervor.

 Jetzt fragst du dich sicher, warum wissenschaftliche Thesen warscheinlicher sind als Religiöse Weltbilder, wo doch beide auf Hypothesen stützen. 

Die abschließende Wahrheit gibt es nicht. Wir können nur versuchen uns ihr zu nähern. Und genau das, tut die Religion nur sehr bedingt. Es steht jedem frei an einen Gott zu glauben. Allerdings ist die Wissenschaft die nochmal zusammengefasst auf Fakten beruht jeder Zeit bereit ihr Weltbild zu ändern, sobald durch wissenschaftliche Untersuchung, neue komplexe zusammenhänge erklärt werden können.

 Relegionen hingegen basieren auf einem weltbild, was menschen vor jahrtausenden aufgebaut haben um sich dinge zu erklären die für sie nicht fassbar waren. Glaube kann etwas tolles sein, aber behalte dir deinen Mut, alles zu hinterfragen.

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Oder gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die dagegen sprechen?

So ziemlich alle bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse über unser Universum sprechen dagegen. Es heißt nicht umsonst, das es keine Hinweise auf die Existenz Gottes gibt. 

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Kommentar von Neysted
30.07.2016, 14:11

Da liegst du falsch, große Wissenschaftler, unter anderem auch in der Oxford University, sagen, dass sie sich diese Welt und das Universum ohne die Existenz eines Gottes nicht vorstellen können bzw. glauben an einen Gott. Du kannst die Nicht-Existenz von Gott/Allah (es ist der selbe, arabische Christen sagen auch Allah, Allah ist einfach die bessere Bezeichnung, weil es keine Mehrzahl hat, es ist ein ganz besonderes Wort bzw. ein ganz besonderer Name) 

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Um es kurz zu machen:

Alle wissenschaftliche Erkenntnisse sprechen dagegen und keine einzige dafür.

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Vor dem Urknall ist noch ein winziges Plätzchen für den Mythos vom Schöpfergott. Allen Kreationisten, egal ob muslimisch oder christlich, die auf diese Unwahrscheinlickeit setzen, ein "toi toi toi".

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Selbstverständlich könnte das sein, und es gibt keine wissenschaftliche Methode, dies zu widerlegen. Ein allmächtiger Schöpfer wäre per Definition imstande, in einem Augenblick eine Welt zu schaffen, die, wie unsere, alle Merkmale eines hohen Alters zeigt.

Untersucht man das Universum mit den Methoden der Naturwissenschaft, dann sieht es ganz so aus, als sei es Milliarden Jahre alt, nach derzeitigem Erkenntnisstand 13,8 Milliarden Jahre. Und der Planet Erde zeigt, mit ebensolchen Methoden untersucht, die Anzeichen eines Alters von 4,6 Milliarden Jahren. Aber all dies ‒ so läßt sich unwiderleglich behaupten ‒ kann ja so gemacht sein, daß es so ausschaut, ohne wirklich so zu sein.

Das Licht, das die "unendlichen Weiten" des Weltraumes durchquert hat, brauchte lange Zeit, bis es uns erreichte, und es zeigt uns Dinge und Ereignisse, die vor langer Zeit gewesen sind. Selbst das Licht der nächstgelegenen Spiralgalaxie machte sich vor zweieinhalb Millionen Jahren auf den Weg, und wir sehen sie so, wie sie damals aussah. Auch die Supernova, die dort aufblitzte und 1885 beobachtet wurde, ist schon so lange her. Der angenommene Schöpfer könnte die dahineilenden Lichtwellen, die uns diese Dinge zeigen, aber auch in einem Augenblick in den Raum gesetzt haben. Die kosmischen Ereignisse wären Illusion und das Universum eine ungeheures Trickfilmkino.

Erkenntnisse, die dagegen sprechen, kann die Naturwissenschaft nicht liefern. Sie ist auf die Beobachtungsdaten, die sie interpretiert, angewiesen und hat keine Mittel, eine Totalillusion aufzudecken. Was für einen an Gott glaubenden Menschen dagegen sprechen kann, das ist der Glaube selbst, für den er sich entscheidet: an einen allmächtigen Illusionskünstler à la Walt Disney, oder an jemanden, der den Menschen Wissensdurst und Wahrheitsliebe gegeben hat, und ein Universum machte, das wirklich ist und dessen wahre Natur erkennbar ist.

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Kommentar von SlowPhil
31.07.2016, 16:20

Wenn Gott die Welt in 6 buchstäblichen Tagen gemacht haben sollte, sie aber »so aussieht, als wäre sie« Milliarden von Jahren alt, so dürfte das daran liegen, dass es tatsächlich so ist, weil Gott die Welt eben als eine Milliarden Jahre alte gemacht hat.

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Noch eine Antwort: Als die Erde erschaffen wurde gab es noch gar keinen Tag, und da in der Bibel steht dass vor Gott 1000 Jahre wie ein Tag sind, bedeutet das, daß die Dauer der Erschaffung der Erde unbestimmt ist. Selbst dann wenn man daran glaubt dass Gott Himmel und Erde geschaffen hat,.kann man ihm nicht vorschreiben wie lang er zur Erschaffung der Erde und des Himmels braucht!

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Wenn du dir die Mühe machst, den Schöpfungsbericht selbst, genau und ohne viel Drumherum zu lesen, dann kommst du wahrscheinlich selbst drauf. Achte aber besonders darauf, was dort NICHT gesagt worden ist, damit du nicht von Wissenschaften oder Wichtigtuern verwirrt wirst.

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Wenn Allah die Welt in 6 Tagen geschaffen, hätte dann hätte er gegen die Naturgesetze verstoßen, die er ja dann auch erschaffen haben muss. Da Allah sicher nicht gegen seine eigenen Gesetze verstößt, kann die Erde und das Universum und die Sterne die Galaxien und alles was dazwischen ist nicht in 6 Tagen erschaffen worden sein.

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Ich denke nicht, das sollen symbolisch gemeinte Metaphern sein. Auch wenn man religiös ist, muss man nicht alles wörtlich nehmen, das war die Art wie die Menschen im Mittelalter miteinander geredet haben, man hat öfter sprachliche Mittel genutzt.

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Es kommt einerseits auf die Betrachtungsweise (das Weltbild, das man hat) an und andererseit auf die zur Verfügung stehenden Werkzeuge.

Die physikalische Denkweise dürfte für diese Betrachtung ungeeignet sein. Schon die Betrachtung der Urknall-Theorie zeigt an, daß sie in ihrem Ursprung einen Knall hat, nämlich, daß sie, auf Ursprünge zurückgeführt vom Hötzchen zum Klötzlichen gedacht in der Wirkung ihre eigene Ursache sieht, also etwas, was innerhab des physikalischen Weltbilds ein NoGo ist.

Die Betrachtung aus dem Weltbild heraus, daß der Ursprung von allem ein schöpferischer Geist ist, und daß jedwede Schöpfung das Vorstellungsbild dieses Geistes ist, läßt eine logische Erklärung zu (wobei das, was dabei als Logik bezeichnet wird, eben nur das ist, was die in einem solchen Weltbild vorliegenden Bedingungen hergeben).

Geist ist in der Lage, sich etwas vorzustellen und es "materiell" weden zu lassen. Wir erleben es regelmäßig auch in unseren nächtlichen Träumen, wo es tatsächlich unser Geist ist, der die Traumbilder formt und uns diese während des Träumens als gegenständlich wahrnehmen läßt.

So besehen gibt es keinen vernünftigen Grund, aus dem heraus wir sagen könnten, daß es nicht möglich ist, daß sich vollkommener Geist, sofern er nur komplex genug ist, sich innerhalb von 6 Tagen auch ein ganzes Universum vorzustellen vermag.

Ein Streitpunkt kann aber aus der Definition eines solchen Geistes entstehen, soweit es das Gelingen eines solchen Werkes betrifft. Es muß schon ein vollkommener (perfekt fehlerfreier) Geist sein, denn ein Geist, der feherhaft arbeitet und dann ausflippend seine eigenen Werke zerschlägt, oder der in sich selbst widersprüchlich ist, könnte wohl kaum jemals etwas Brauchbares zustande bringen. Ebensowenig könnte es ein Geist, der sich von seinen Werken vorschreiben läßt, wie er beschaffen zu sein hat.

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Kommentar von realsausi2
30.07.2016, 14:01

als gegenständlich wahrnehmen läßt.

Du solltest noch einmal gründlich darüber nachdenken, was der Unterschied zwischen Materiell und Immateriell ist.

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Oder gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, die 
dagegen sprechen?

Religiöse Aussagen mit wissenschaftlichen Methoden zu hinterfragen ist ziemlicher Quatsch.
Aber theologisch können wir dies hinterfragen.
Da Gott nicht in Zeit gedacht werden kann und Zeit erst mit physikalischem Sein - eben genau für dieses Sein - gemessen wird, ist jede Zeitzuweisung für ein Handeln Gottes ebenfalls Quatsch. Auch die Zeiteinheit "Tag" ist ja so nur denkbar mit dem Umlauf der Erde um die Sonne von einer bestimmten Ortsposition aus. Da Erde und Sonne erst geschaffen wurden und auch Gott nicht verortet werden kann, ist die  Tageszählung nochmals Quatsch.
Da dem zeitlosen allmächtig gedachten Gott auch keine (wie auch immer) "Ruhepausen" (ob in der Nacht oder nach seiner "Arbeit") zugedacht werden kann wenn man ihn nicht zu einem gewöhnlichen menschlichen Handwerker herabstufen will, ist dies alles nochmals Quatsch.
Ist die Schöpfungserzählung deshalb an sich Quatsch ?
Mitnichten,  wenn man aus ihr nicht mehr macht (z.Bsp.eine Glaubenssache) als was sie (die Autoren oder die Überlieferung) rüber bringen will - daß der Ursprung unseres Sein aus (in) Gott ist.
Wenn man dies endlich akzeptiert (ich meine nicht den "Glauben" sondern die gewollte Aussage), brauchte man diese bescheuerten Hinterfragungen, welche nicht nur von dir,  sondern auch sonst tausendfach gestellt werden, nicht bringen.
An dieser Frage geilen sich immer wieder Atheisten, Religionsgegner, Bibelgläubige und irgendwelche Dummköpfe gegenseitig auf mit Vorhaltungen und wechselseitigen Verunglimpfungen.
Da fragt man sich, welches Intelligenzniveau ist in dieser Welt eigentlich präsent ? Gibt es wirklich nicht wissenswertes zu ergründen ?

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Es gibt unendlich viele Belege, die gegen einen solchen Schöpfungsmythos sprechen. Ganze Bibliotheken sind voll damit.

Man muss sich nur die Mühe machen, sie zur Kenntnis zu nehmen.

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