Könnte es ohne die Hölle eine Erlösung geben?

14 Antworten

Hallo akademimimi,

Jesus Christus erlöst Menschen nicht von einer Hölle, sondern von Sünde und Tod! Eine Feuerhölle, wie sie von vielen geglaubt wird, gibt es gem. der Bibel nicht. In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn der zugrundeliegenden Wörter aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder. Das hat viel zur Verwirrung beigetragen und lässt noch immer viele Menschen an die Hölle glauben. Die Höllenlehre ist daher unbiblisch, wie das auch die nachfolgenden Darlegungen deutlich zeigen.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man z. B. das Wort "scheol". Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für das hebräische Wort "scheol" gibt, haben es z.B. einige Bibelübersetzer nur transkribiert, d.h. lautgetreu aus der hebräischen Sprache wiedergegeben. Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder.

In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd.  11, S.  276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“ Damit ist "scheol" einfach das Grab der Menschen.

Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments. Ein Beispiel dazu ist das, was in Prediger 9:5,10 zu lesen ist, wo es heißt: "Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst." Dazu folgende Überlegung: Wenn sich die Toten nicht des geringsten bewusst sind, können sie auch keine Qualen empfinden, nicht wahr? Somit ist der Tod ein Zustand der Nichtexistenz.

Die Lehre von einem Ort feuriger Qualen stammt also eindeutig nicht aus Bibel sondern hat in babylonischen und assyrischen Überlieferungen ihren Ursprung, wonach das Totenreich einen Ort darstellt, der von mächtigen Göttern und Dämonen bewohnt wird. Manche kirchliche Lehrer und auch Bibelübersetzer wurden durch die griechische Mythologie des "Hades" - die griechische Entsprechung des Wortes "scheol" - beeinflusst, der angeblich ein Ort sei, an dem die Toten weiterleben würden und der von dem gleichnamigen Gott beherrscht werde. Hier liegen die eigentlichen Ursprünge der Höllenlehre.

Die Gesamtaussage der Bibel über den Tod ist immer die gleiche: Der Tod ist ein Zustand ohne jegliches Bewusstsein und damit die Nichtexistenz. In diesem Zustand werden die Toten jedoch nicht für immer verbleiben, da Gott in der Lage ist, sich an das Lebensmuster jedes Einzelnen zu erinnern und ihn eines Tages (in der Bibel Auferstehung genannt) zum Leben zurückbringt, indem er ihn neu erschaffen wird.

Durch die Lehre von einer Feuerhölle, in der der Teufel Menschen für immer quält, hat man sich von der klaren Lehre der Bibel leider weit entfernt. Jahrhunderte lang und bis auf den heutigen Tag hat man mit dieser Lehre unter den Gläubigen Angst und Schrecken verbreitet. Kirchliche Lehrer haben sich auch keine Gedanken darüber gemacht, welches Bild von Gott sie damit ihren Anhängern vermitteln. Wie könnte ein Gott, von dem gesagt wird, dass er "Liebe ist" , Menschen für ein relativ kurzes sündiges Leben von 70 oder 80 Jahren dann für immer bestrafen (1. Johannes 4:8)? In welcher Relation steht eine ewige Bestrafung zu einem zeitlich begrenzten Leben in Sünde? Und würde Gott wohl seinen Hauptgegner, Satan den Teufel, dazu gebrauchen, seinen Willen ausführen zu lassen und auf diese Weise eng mit ihm zusammenarbeiten?

Außerdem: Kein normal denkender und normal fühlender Mensch käme je auf die Idee, jemandem auch nur für kurze Zeit Qualen durch ein Feuer zuzufügen! Das Rechtssystem einiger Länder sieht für die schlimmsten Verbrecher "lediglich" die Bestrafung durch den Tod vor, niemals jedoch eine Bestrafung durch Qualen irgendeiner Art. Gott solch ein Handeln zu unterstellen, gehört mit zu den schlimmsten Gotteslästerungen, die je begangen wurden. Das macht aus ihm einen rachsüchtigen und äußerst grausamen Gott, mit dem man am liebsten nichts zu tun haben möchte.

Wie gegensätzlich ist doch das Bild, das die Bibel in Wirklichkeit von Gott zeichnet! Sie beschreibt ihn beispielsweise als einen Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit" (2. Mose 34:6). Oder wie es in einem anderen Bibeltext heißt: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Denkst Du nicht auch, dass es viel leichter ist, an einen solchen Gott zu glauben und ihn zu lieben?

LG Philipp

Moin Philipp, 

danke für deinen ausführlichen Beitrag - nur finde ich leider keine gezielte Antwort auf meine Frage. Deine Gedanken zum "Höllenbild" hatte ich auch - mit Einfluss durch "Ge-Ben-Hinnom" etc. 

Nun war ja bereits Voraussetzung für meine Frage, dass die Konnotation des Strafortes erst später hinzu kam. Wovon erlöst Jesus denn dann, wenn nicht von den Strafen? 

0

Hallo akademimimi,

eine Hölle als „Strafort“, als ein Ort ewiger Qual,  gibt es in der ganzen Bibel nicht   -  und also kann uns Jesus Christus von einem solchen Ort, eben, weil es ihn nicht gibt, auch nicht befreien.

Bitte bedenke,  dass  -  außer Gott  -   nur der Sohn, Jesus Christus, über  dieses Thema  besser informiert ist, als irgendjemand sonst.  Er kennt nicht nur alle Schöpfungsvorgänge von Anfang an sehr genau, sondern er weiß auch im Worte Gottes besser Bescheid als sonst irgendwer. 

Und daher weiß er auch, dass der Tod das Gegenteil von Leben ist und dass Tote deshalb nichts mehr empfinden können. Er weiß, dass der Mensch selbst die Seele ist, und dass deshalb diese Seele (der Mensch) sterben kann.  Er weiß auch, dass ein Toter zu eben dem Staub zurückkehrt, aus dem er einst gebildet wurde.  Und nicht zuletzt ist es für ihn eine Tatsache, dass es mit dem Wesen seines Vaters völlig unvereinbar ist, Sünder ewig zu quälen.

Desgleichen ist ihm gut bekannt, dass der Tod einst durch die Sünde „in die  Welt hineingekommen ist“,  und dass er  - Jesus Christus  -  obwohl er ohne Sünde war  -  diese anhaltende Bedrohung durch seinen Opfertod beenden wird.

Jesus erlöst daher Menschen logischer Weise keinesfalls von einer nicht existierenden Hölle, sondern er erlöst Menschen von der ererbten Sündhaftigkeit und dem damit verbundenen Tod.

Allein deswegen konnte er die unmissverständliche Verheißung niederschreiben lassen, dass es eine Auferstehung von den Toten geben wird.  Und folgerichtig ergibt sich daraus, dass so,  „wie der Lohn, den die  Sünde zahlt, der Tod ist,  geradeso die Gabe, die Gott gibt, ewiges Leben ist, durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23).

Außerdem kannte Jesus nicht nur alle diese tatsächlichen Zusammenhänge sehr genau, sondern er wusste ebenso genau, wo in der Bibel man sie nachlesen kann; die entsprechenden Quellen nenne ich am Schluss.

Ebenso bedeutsam ist, dass Jesu außergewöhnlich gute und genaue Kenntnisse all dieser Zusammenhänge, ebenso wie seine Liebe zur Wahrheit und seine Liebe zu seinem Vater,  ein Garant dafür sind, dass er diesen Wahrheiten nie widersprechen würde. Geradezu wohltuend passen dazu seine Worte: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Johannes 3:16, Einheitsübersetzung).

Wenn sich dennoch einige seiner  -  Jesu  -  Aussagen im Neuen Testament „auf den ersten Blick“ so lesen, als gäbe es doch einen Ort ewiger Qualen,  dann kann man ganz sicher sein,  dass solche Aussagen symbolischer Natur, niemals aber buchstäblicher Art sind.  Allein angesichts der Persönlichkeiten die dahinterstehen, der Souverän des Universums und sein Sohn Jesus Christus,  kann man absolut sicher von der symbolischen Bedeutung ausgehen, wie sie in der Bibel häufig gebraucht wird.

Mit drei Beispielen möchte ich das belegen:

Würde Jesus mit seinen  Aussagen die Lehre vom Höllenfeuer stützen  wollen, dann müsste er einer  herausragenden biblischen Grundsatzaussage aus dem AT widersprechen: „Die Lebenden wissen,  dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts“ (Prediger 9:5, Lutherbibel).

Dann ist da das Beispiel des „ewigen Feuers“, das Jesus in Matthäus 25:41  erwähnt;  es ist für „den Teufel und seine Engel vorbereitet“ heißt es dort. Wäre es wirklich logisch zu glauben, buchstäbliches Feuer könne einem Geistwesen etwas ausmachen? Ist es nicht naheliegend, dass Jesus hier ein symbolisches Feuer meinte? Jesus sprach in diesem Zusammenhang übrigens auch von „Schafen“ und „Böcken“, die genauso wenig buchstäblich zu verstehen sein können. Sie stellen zwei Gruppen von Menschen dar (Matthäus 25:32, 33).  Das „ewige Feuer“ verbrennt die Bösen somit auf sinnbildliche Weise; beziehungsweise bis zur „ewigen Nichtexistenz“.

Und zum Schluss noch die Offenbarung 20:10. Dort heißt es, der Teufel werde „in den See von brennendem Schwefel geworfen“ und „Tag und
Nacht . . . gequält, in alle Ewigkeit“ (Einheitsübersetzung).
Wäre das eine buchstäbliche Qual, müsste Gott den Teufel am Leben erhalten, andernfalls könnte nichts ihn Quälen. Die Bibel sagt jedoch, dass Jesus ihn „vernichten“ wird (Hebräer 2:14, Gute Nachricht Bibel).

Die Bibel selbst erklärt, was es mit  diesem See aus der Offenbarung 21:8, mit dem See „der mit Feuer und Schwefel brennt“  auf sich hat  -  und die Erklärung lautet:  „Das ist der zweite Tod“  (Neues Leben. Die Bibel) oder „Das ist der zweite, der endgültige Tod“  (Gute Nachricht Bibel).

Abschließend daher noch einmal Deine Frage:

           „Könnte es ohne die Hölle eine Erlösung geben?“

Antwort:  

Die Erlösung wird es geben  -  allerdings so wie oben beschrieben  -  .  

Es wird sie geben trotz des Mythos von einer Feuerhölle und trotz der vieler andere Mythen,  durch die einfache biblische Wahrheiten verdreht und entstellt werden.

Vielleicht helfen Dir diese Anregungen weiter.

Alles  Gute

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Und hier noch  -  wie zugesagt  -  die wichtigsten biblischen Quellen, auf die ich sich der obige  Beitrag stützt:  

1. Mose 2:7 und  3:17-19;   Prediger 9:5, 10;   Hesekiel 18:4; Jeremia 32:35;   Matthäus 20:28;  Johannes 5:28, 29; Apostelgeschichte 4:2;  Römer 5: 12, 18, 19; und  6:23;  

1. Korinther 15:21, 22;  Hebräer 5:9 und  Offenbarung 21:4

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5

Hallo akademimimi!

Als überzeugte Christin antworte ich so:

Die Hölle und das Fegefeuer gab es schon vor Jesus, David, Mose und sogar Abraham. Mit "Hölle" ist der Ort gemeint, in den Satan (=Teufel) nach seiner Verleugnung Gottes gestürzt ist. Da ist sie entstanden. Sie ist der Ort  unvorstellbarer schrecklichster, qualvollster Qualen und Schrecken.

Adam und Eva - die ersten Menschen, als einziges Geschöpf mit einer Seele, d.h. mit dem Funken Gottes, der jedem Menschen (durch seinen Ursprung im ewigen, alleinigen, wahren Gott) die Unsterblichkeit gibt - Adam und Eva also wurden von Satan versucht und sind gefallen.

Sünde bedeutet Ungehorsam gegenüber Gott. Sünde trennt von Gott. Weil es nur zwei Seiten gibt (Gott oder Satan), gibt es auch nur zwei bleibende Orte: den Himmel (vollkommene Freude und totaler Friede) und die Hölle. Die Erde ist der Ort der Entscheidung. Hier kann der Mensch mit seinem freien Willen, den er von Gott bekommen hat, der ihm keinen Zwang antut, zwischen diesen beiden wählen.

Das Fegefeuer ist der Ort der Reinigung. Er bleibt nur bis zum Ende der Welt bestehen. Die dann gereinigten Seelen, zählen zu den Schafen zur Rechten Christi (vgl. Mt 25, 33).

Durch die Erbschuld (Sündenfall Adam und Eva) neigen wir alle zur Sünde und sind alle der Versuchung ausgesetzt, wie auch die Stammeltern. Wir sündigen alle. Und nicht nur einmal. Und weil jede Sünde eine Gott zugefügte Wunde ist, verlangt jede Wiedergutmachung. Wie können wir aber wiedergutmachen, wenn wir immer noch sündigen, dauernd?

Gott ist Gerechtigkeit. Er verlangt Sühne. Diese Sühne (Wiedergutmachung) können wir nicht leisten. Sind wir also verloren? Nein. Denn Gott ist auch die Liebe. Er versteht und verzeiht. Er leistet also selbst diese Sühne für uns, damit wir wieder in den Stand der Gnade vor dem Sündenfall treten können. 

Jesus Christus hat für uns gesühnt (vgl. Jes 53, 12). Er reicht uns das Kreuz als rettenden Anker. Wir müssen ihn aber auch selber nehmen - Gott zwingt uns nicht, ist aber unendlich betrübt über den Verlust einer Seele - Er liebt alle Seelen so unendlich!

Wenn Ihn ein Mensch aus freiem Willen und ganz und gar ablehnt, ist er wie der Verräter Judas Iskariot. Er wollte nicht gerettet werden. Keine einzige Spur der Reue in seinem Herzen.... Er ist nicht im Himmel zum unendlichen Schmerz Gottes und zur teuflischen Freude Satans. Dort erleidet er das, was er wollte, ja selbst gewählt hat: Hass. Denn nichts anderes ist es.

Gott und Satan haben nichts gemeinsam! Gott ist die unendliche Liebe. Satan der abgrundtiefe Hass. Gott ist wahres Leben. Satan Verdammnis (den Tod der Seele, die viel mehr wert ist, als der Leib). Gott will nur unser Heil. Satan nur unser Verderben.

Aber dem freien Willen vermag Satan nichts anzuhaben, wenn er sich gegen ihn für Gott entscheidet. Gott zwingt ihn nicht, da er frei geliebt werden will - nicht gezwungenermaßen.

Um zum Schluss zu kommen: Ja, Jesus erlöst uns vor dem Tod. Er rettet uns aus den Schlingen der Hölle. Aber der Mensch muss gerettet werden  wollen.

LG Lila14

Du hast viel Phantasie - gut, ist nicht von dir, hast du dir angelernt.

Diese Aussage ist mit Sicherheit falsch

Gott ist Gerechtigkeit. Er verlangt Sühne..
Wiedergutmachung

Für Christen ist dies unzutreffend .
Jesus erwartet, daß wir denen verzeihen, welche uns Unrecht tun. - ohne Sühne (Rache ?) zu erwarten bzw. verlangen.
Sollte der Gott unserer Vorstellung weniger barmherzig sein als wir ?
Das ist undenkbar - wie auch das folgende:

Und weil jede Sünde eine Gott zugefügte Wunde
ist

Gott (unserer Vorstellung) kann weder "verwundet" noch irgendwie sonst geschädigt (im weitestem Sinne) werden, auch nicht gekränkt oder beleidigt, das geht einfach nicht.
"Sünde", Unrecht, kann sich nur gegen unsere Mitmenschen richten, eventuell gegen uns selbst.

Ja, Jesus erlöst uns vor dem Tod. Er rettet uns
aus den Schlingen der Hölle. Aber der Mensch
muss gerettet werden  wollen.

Wo und wann hat Jesus dies gesagt ?
Aber diese "finale" Botschaft ist von ihm:
https://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us25,34-40
Nichts von dem, was du da bringst.
Hier wird jeder nach seinem (gerechten) Handeln das Reich Gottes
erlangen, sogar der, der von Jesus (Gott ?) garnichts wußte.

Warum hat Jesus wohl nichts gesagt von dem, was du da "glaubst" ?

1

@Lila: In deinem langen Text finde nichts, was eine Erwähnung der Hölle im AT belegt.

Wo im AT ist von der Hölle die Rede?

Und wo ist in der Bibel - AT oder NT - vom Fegefeuer die Rede?

0
@Zicke52

@Zicke52:

Die Hölle: 1. im AT: Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Fall.  (Ps 116, 8)

-> wenn Gott das Leben ist, und Er im Himmel, d.h. in Seinem Reich der Freude und der Liebe, dann kann die Seele, die von Gott ganz getrennt ist, nur tot sein, d.h. im Reich des Todes, der Qualen und Schrecken, also der Hölle, sein.

2. im NT: [...] Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen! [...] (Lk 12, 5)

Fegefeuer: NT:  Nachdem ihr eure Seelen durch Gehorsam gegen die Wahrheit gereinigt habt [...]  (1.Petr 1, 22)

Die Seele reinigen.... durch wahre Reue, denn kann man eine Tat wiedergutmachen, wenn das Herz nicht bereut? Nein. Die Reue reinigt. Hier auf Erden und dort vor dem Eintritt ins Reich Gottes. 

Durch Gehorsam reinigen, heißt es. Also den Willen Gottes tun. Jesus selbst hat ihn getan. Er hat im vollkommenen Gehorsam das Kreuz getragen. Wir sollen ihm folgen (vgl. Mt 10, 24).

Lies, lest aufmerksam Markus 10, 17 - 25! Eins fehlt dir noch!  Es muss einen Unterschied geben zwischen der "Hölle entrinnen" und "selig in den Himmel eingehen". Das erste erfüllt man durch die Angst vor der Hölle. Das zweite erreicht man durch die wahre Liebe zum wahren Gott. Das dazwischen ist Buße. Also Reinigung: Fegefeuer.

0
@Zicke52

@Viktor1:

Was die Sühne anbelangt, hast du soweit Recht zu sagen, dass der Mensch nur verzeihen soll ohne diese zu verlangen. Ich stimme zu. Aber wenn einer dem anderen unbeabsichtigt Schaden zufügt und es hinterher bemerkt, wer würde nicht versuchen, dem anderen zu helfen, um diesen Schaden wieder wettzumachen? (Sühne ist nicht gleich Rache! Erstes ist Liebe, die den angerichteten Schaden wettmachen will, Zweites ist - bei den Menschen - verletzter Stolz und Hochmut)

Gott ist Gerechtigkeit. Der Sünde folgt der Tod - das ist nur gerecht. Das Verzeihen ist der Akt der Liebe. Aber die Liebe schließt die Gerechtigkeit nicht aus! Trotzdem muss gelitten werden unter der Folge der Sünde! Gott, der gerecht ist und liebt, leidet aber selbst für uns! Der Mensch könnte dies nie ertragen und sterben. Deswegen trägt es Gott. Gott, dessen Zweite Person den Himmel verlassen hat, Mensch geworden ist, sich allem Leid der Welt unterworfen hat und dann gehorsam das Kreuz und den Tod unter furchtbarsten Qualen getragen hat.

Der Mensch könnte Gott nicht schlagen, wenn Er sich nicht freiwillig schlagen ließe. Wir beten in der Eucharistiefeier: "denn am Abend, an dem Er sich den Leiden unterwarf.." Gott hat freiwillig gelitten, um uns zu erlösen. Er stand nicht über dem Schmerz.

Glaubt ihr, es sei Ihm egal, wenn eine Seele verloren geht? Oh nein! Und wie sehr Er leidet! Wisst ihr, wie sehr Gott jede einzelne Seele liebt? Können wir je diese unendliche Liebe und diese tiefen Schmerz verstehen? Nur erahnen - einen leisesten Hauch davon!

Ja, Er leidet! Weil es Sein brennendster Wunsch ist, uns zu erlösen! Und Er leidet, wenn der Mensch nicht will! nicht will! So viel tut Er für unsere Erlösung!

Wenn Gott und der Mensch 10.000 Schritte voneinander entfernt wären, ist Gott schon 9.999 Schritte gegangen. Wir müssen nur einen einzigen machen: den unseres guten Willens!

Das widerspricht sich auch nicht den Bibelversen über das Weltgericht! Wenn der Mensch nicht will, zwingt ihn Gott nicht. Wenn er nicht in das Leben eintreten will, stirbt er, wie er es gewollt hat. Vergleiche mit Lukas 19, 22:  Da sprach er zu ihm: Aus deinem Munde will ich dich richten, du böser Knecht! [...] 

Nur durch Jesus können wir zu Gott gelangen: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!  (Joh 14, 6)

Etwas später: Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen! [...]  (Joh 14, 9)

Auch heißt es: Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzigmalsiebenmal! 
(Mt 18, 22) Er verzeiht also, weil Er die Barmherzigkeit ist.

In Markus 13, 13 steht: [...] Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Ausharren.... das beruht auf bleiben wollen.

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