Könnte ein Vogel im Weltall fliegen?

14 Antworten

Hallo! Flugzeuge oder Vögel brauchen die Tragenden Eigenschaften der Luft und fliegen zu können. Ohne Luft würde auch ein Skispringer höchstens 20 Meter springen können - es gehen aber über 200 Meter.

Eine Rakete funktioniert völlig anders - mit Rückstoß. Anders : Welche Geschwindigkeit hat eine Rakete ??

  • Ruhend auf der Erde = Geschwindigkeit der Erdumdrehung.
  • Bewegungen nach Osten = Geschwindigkeit der Erdumdrehung + Eigengeschwindigkeit Objekt.
  • Bewegungen nach Westen = Geschwindigkeit der Erdumdrehung - Eigengeschwindigkeit Objekt.

Genau deshalb werden Weltraumraketen auch in Richtung Osten gestartet - sie nehmen eine höhere Geschwindigkeit mit als wenn man sie Richtung Westen starten würde.

Quod erat demonstrandum

Das ist genauso wie bei Menschen. In Weltraumstationen können die leben, die Tiere natürlich auch. Ein Vogel bräuchte in der Raumstation einige Übung, um bei Flugversuchen nicht ständig anzustoßen.

Im ungeschützten Weltraum ohne Weltraumanzug mit Klimaanlage, Umlüftung und Sauerstoffversorgung würde natürlich auch jedes Tier sofort ersticken, ggfs danach auch erhitzen oder vereisen, je nach Beschattungssituation.

Im Luftleeren Raum können Vögel weder fliegen noch atmen noch leben. Denn zu all dem brauchen sie Luft.

Anders sieht es in einer Raumstation aus. Dort gibt es zwar Luft aber keine merk­liche Schwer­kraft. Menschen müssen erst lernen, wie sich sich in einer solchen Mikro­gravitations-Umgebung fortbewegen können. Ein Vogel hätte zumindest an­fangs allergrößte Probleme, die Kraft seiner Schwingen richtig einzusetzen, da ihn nichts nach unten zieht und er deshalb mit dem gewohnten Bewegungsablauf sofort gegen die Wände knallen würde. Eventuell kann er es aber lernen.

Offenbar nicht, sonst wären sie hier wohl in der Aufzählung drinnen - vermutlich weil fliegende Tiere nicht sinnvoll sind:

"Ob Hunde, Affen, Spinnen, Quallen, Mäuse oder Bärtierchen: Bevor Menschen sich ins All wagten, schickten sie Tiere voraus. Viele überlebten das nicht – wie vor 60 Jahren die Hündin Laika. Daraus lernten die Forscher, und heute fliegen Mensch und Tier sicherer. 

Die blank polierte Kugel ermöglichte den ersten Lebewesen im All volle Rundumsicht. Die Vorderpfoten steckten ausgestreckt in schmalen Hosenbeinen, Schläuche verknüpften den Raumanzug mit lebenserhaltenden Systemen der Kapsel. Was im Moskauer Kosmonautenmuseum aussieht wie Spielzeug für Weltraumfans, ist einer der Anzüge, mit dem lange vor Juri Gagarin, dem ersten Menschen im All (1961), die wahren Pioniere die Erdatmosphäre verliessen: Hunde.  

Vor 60 Jahren, am 3. November 1957, schoss die Sowjetunion die Mischlingshündin Laika als ersten Vierbeiner mit einer Rakete in den Weltraum. Damals folgte im kosmischen Wettlauf zwischen den Supermächten USA und UdSSR Schlag auf Schlag. Wieder war es Moskau, das den Ton angab. Nur gut einen Monat zuvor hatten sowjetische Ingenieure die USA mit dem ersten Satelliten Sputnik-1 überrumpelt und damit das Zeitalter der Raumfahrt eröffnet.

Laika ohne Überlebenschance 

Die Moskauer Propaganda wusste das erste Tier im All gut in Szene zu setzen. Erst viele Jahre später erfuhr die Welt, welch qualvollen Tod die zweijährige Hündin gestorben war. Schon nach wenigen Stunden war ihre Sputnik-Kapsel völlig überhitzt, Laika hatte keine Chance. Doch ihr schicksalhafter Flug half bei der Entwicklung von Schutzmassnahmen – wie etwa von Raumanzügen für Hunde. 

«Wir stellen die Kapsel aus, mit der Belka und Strelka geflogen sind», sagt Museums-Vizedirektor Wjatscheslaw Klimentow. Die Hündinnen hatten mehr Glück als Laika. Sie kamen 1960 lebend wieder zurück zur Erde, zeugten sogar Nachkommen und grüssen heute ausgestopft aus einer Vitrine die Museumsbesucher. 

«In ihrer Kapsel gab es spezielle Kameras. Die Hunde wurden extra mit hellem Fell ausgesucht, damit die Kameras sie besser filmen konnten», sagt Klimentow. «Ihre Ernährung wurde überwacht. Belüftung und Sauerstoffversorgung wurden getestet. Das waren wichtige Versuche vor dem ersten Flug eines Menschen.»

Schildkröten im Weltall 

So hatten Tierversuche eine ganz zentrale Rolle in der Anfangsphase der Raumfahrt. Allein 29 Hunde schickte die Sowjetunion bereits zwischen 1951 und 1962 bis an die Grenzen des Weltraums auf eine Höhe von rund 100 Kilometern über der Erde. Neben Laika, die als erstes Tier ins All vordrang, starben 17 Hunde bei Testflügen. 

Es folgten weitere Lebewesen: Katzen, Mäuse, Insekten, Mikroben und Pflanzen. 1968, kurz vor der Mondlandung von US-Astronaut Neil Armstrong, kreisten sowjetische Schildkröten um den Erdtrabanten. Auch die USA schickten Tiere ins All, zu Beginn aber nicht Hunde sondern Affen. Mit den erfolgreichen bemannten Flügen nahm die Bedeutung der kosmischen Tierversuche ab. Trotzdem schickten viele Länder immer wieder «biologische Ladung» mit – Kaninchen, Quallen und Spinnen, die in der Schwerelosigkeit erfolgreich Netze sponnen. «Die Tiere haben ihren Ländern Dienste erwiesen, die kein Mensch übernommen hätte», heisst es bei der NASA. 

Heute sind Tiere im All seltener geworden und die Sorgen über ihr Wohlergehen grösser. Ging es früher vor allem um die äusseren Einflüsse des Kosmos auf lebende Organismen, um den Weltraumflug von Menschen zu ermöglichen, geht es heute unter anderem um Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf Nerven- und Immunsystem. Dabei werden die Lebewesen immer kleiner, die für Versuche herhalten müssen, wie beispielsweise spezielle, kaum einen Millimeter grosse Bärtierchen."

Quelle: http://m.tierwelt.ch/?rub=4485&id=45224

Hallo Mulano,

ganz klares "nein". Der Vogelflug beruht auf dem Prinzip des Auftriebs, nicht auf dem Prinzip des Rückstoßes.

Ich habe Dir mal zwei Links rausgesucht, wor das gut erklärt ist:

http://www.scinexx.de/dossier-detail-128-13.html

https://de.serlo.org/biologie/vielfalt-lebewesen/wirbeltiere/voegel-koennen-voegel-fliegen

der Auftrieb entsteht gerade dadurch, dass der Vogelflügel durch die Luft gleitet und durch seine spezielle Form die Strömungsgeschwindigkeit oberhalb und unterhalb unterschiedlich ist. Die schnellere Strömungsgeschwindigkeit oben erzeugt einen Unterdruck (Prinzip von Bernoulli https://de.wikipedia.org/wiki/Bernoulli-Gleichung#Anwendung). Und der hält den Vogel in der Luft.

Raketen arbeiten dagegen mit Newtons Action=Reactio: In der Rakete wird das Gasgemisch gezündet und möchte sich ausdehnen. Raus geht es aber nur in eine Richtung - hinten raus. Die heißen Gase werden deshalb nach hinten raus beschleunigt... was eine Gegenkraft auf die Rakete selbst ausübt.

Deswegen funktioniert die Rakete auch im Vakuum: Die Rakete stößt sich nicht in der Luft ab, sondern an dem Gas, das in ihr drin nach hinten beschleunigt wird... sehr flappsig formuliert.

Und ganz ehrlich: Ich weiß es nicht, ob je ein Vogel im All dabei war. Es waren alle möglichen Tierarten auf der ISS (https://www.srf.ch/sendungen/einstein/fuenfmalklug/welche-tierarten-waren-im-all). Für Vögel wären mir jetzt keine Beispiele bekannt, was aber nicht heißt, dass es keine geben könnte.

Grüße

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik, Schwerpunkt Geo-/Astrophysik, FAU

Wenn der Vogel ... nun ja ... du weißt schon was macht?

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