Könnte das eine psychosomatische Erkrankung sein?

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3 Antworten

Hallo user,

im Darmbereich kann alles mögliche "zwicken" was man auch in Ultraschall oder Röntgen nicht sehen kann (z.B. Divertikel, Polyp, Kotstein, Adhäsion, Hernie, Entzündung, Zyste, bei Frauen etwas im Bereich der Eierstöcke, Endometriose und vieles mehr). Das Gute: die meisten Probleme sind nicht gesundheitlich relevant und/oder lösen sich nach einer Weile von selbst.

Der nächste Schritt wäre eine Darmspiegelung und eine Bauchspiegelung. Aber weil das beides schon recht heftige Eingriffe sind sollte man sie nur machen, wenn eine schlimmerer Erkrankung und eine Behandlungsnotwendigkeit erwartet wird.

Von Psychosomatik würde ich nur sprechen, wenn körperlich wirklich alles abgeklärt ist, oder wenn die Schmerzen deutlich nur im Zusammenhang mit psychischem Druck stehen - wenn z.B. due Schmerzen immer in oder direkt nach einer Belastungssituation auftreten.

Beobachte einmal wann die Schmerzen auftreten (ev. mit Tagebuch). Dazu notieren: Datum, Zeit, Situation, bei Frauen Zykluszeit, Essen und letzter Stuhlgang. Vielleicht zwickt es z.B. bei Dir immer ca. 2Std. vor dem Stuhlgang wenn der Kot um eine bestimmte Kurve rutscht ;) Oder es steckt eine Nahrungsunverträglichkeit dahinter.

Ansonsten würde ich Dir bei Deinen Problemen raten ein Entspannungsverfahren zu lernen (z.B. Selbsthypnose - ich liebe CDs von Hypnosynchron oder Eberwein) und Resourcen zu aktivieren (z.B. eigene Fähigkeiten ausüben wie z.B. Kunst oder Musik, soziale Kontakte zu stärken, sich Weiterbilden - passiert im Studium sowieso).

Falls Du es Dir leisten kannst kann ich Tanztherapie sehr empfehlen. In größeren Städten gibt es oft Therapeutinnen, die günstig Gruppen anbieten. Das würde helfen Deine Famliensituation aufzuarbeiten

Viel Erfolg am neuen Wohnort und mit dem STudium! Hourriyah

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es kann natürlich ein reizdarm sein, also psychosomatisch. zuerst müssen aber alle körperlichen möglichkeiten abgetestet werden. sowas ist immer nur eine ausschlussdiagnose. du solltest eine magenspiegelung und eine darmspiegelung zur sicherheit machen und auch schauen, ob es evtl. mit lebensmittelunverträglichkeiten zusammenhängt.

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Kommentar von hourriyah29
18.11.2012, 22:14

Hallo, erstens ist Reizdarm keine rein psychosomatische Erkrankung (es spielen durchaus körperliche Faktoren Rolle. Vermutet wird eine Fehlbesiedelung des Darms und immunologische Faktoren), außerdem sind die genannten Diagnosen unwahrscheinlich, weil es dann auch andere Symptome (Blähungen, gestörter Stuhlgang, Gewichtsverlust, schlechtes Allgemeinbefinden, Übelkeit) gäbe. Magen- und Darmspiegelung sollte der Fragesteller (nur) wegen eines Zwickens das jetzt erstmalig in einer Belastungssituation auftritt und ohne weitere Symptome oder Befunde ist nicht machen! Dafür sind sie zu riskant und belastend.

LG, Hourriyah

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ich bin zwar kein arzt aber es kann gut sein , da schmerzen egal wo durch stress hervor gerufen werden können!!

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