Könnt ihr was zu Vermehrungen von Chloroplasten sagen?

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2 Antworten

Hi,

nur durch Teilung aus ihresgleichen. Die Übergruppe sind die "Plastiden" schau mal hier: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Plastids_types_en.svg

bzw. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Plastid

Die Plastiden sind typische Zellorganellen von Pflanzenzellen. Sie kommen in verschiedenen Formen vor und habe verschiedene Funktionen. Sie sind ineinander umwandelbar und sie können nicht de novo entstehen, also nicht durch Neubildung aus anderen Zellstrukturen gebildet werden. Sie haben ein eigenes Genom, welches dem der Bakterien ähnelt. 

Viele Dinge sprechen dafür, dass sie einst als autonome Lebensform, als "Untermieter" in die Zelle aufgenommen wurde. Kann man ein bischen mit den Borg von Raumschiff Enterprise vergleichen, die Zelle hat eine fremde Technologie ihrem eigenen Bestand hinzugefügt, ohne sie unabhängig neu erfinden zu müssen. Wenn man Chloroplasten vorsichtig isoliert, arbeiten sie auch im Reagenzglas eine Zeit lang weiter, betreiben Photosynthese und produzieren Sauerstoff und Kohlenhydrate.

Das Verwirrende beim Verschaffen des Themenüberblicks ist die Wandlungsfähigkeit der Plastiden, je nach Bedarf bzw. äußeren Faktoren. 

Die Entwicklung zum funktionsfähigen Chloroplast ist lichtinduziert. Wird die Pflanze nicht beleuchtet, bleibt die Entwicklung zum Chloroplasten aus und die Plastiden bleiben auf einer Vorstufe stehen, den Etioplasten. Die Vorstufe davon sind die Proplastiden, diese können sich durch Teilung rasch vermehren, aber selbst Chloroplasten können sich ebenfalls noch teilen. 

Werden die Proplastiden nicht zu Chloroplasten ausgebildet, können sie statt dessen auch Leukoplasten bilden, in denen Reservestoffe gespeichert werden oder zu den gelb, orange oder rot gefärbten Chromoplasten, die man z.B. in auffallend gefärbten Blütenblättern oder Früchten findet.  Alle sind ineinander umwandlungsfähig und alle sind teilungsfähig :) 

D.h. es gibt z.B. Übergänge Proplastid ----> Leukoplast ; Proplastid ----> Etioplast; Leukoplast ----> Chromoplast; Etioplast ----> Chloroplast; Chloroplast ----> Chromoplast; Chromoplast ----> Chloroplast

Es bleibt noch Chloroplast ----> Gerontoplast dieser letzte Schritt ist nicht zurückwandelbar, bei den Gerontoplasten handelt es sich um "gealterte" Chloroplasten, die genetisch gesteuert "sterben", also schrittweise ihre physiologischen Funktionen verlieren, das bezeichnet man als "Seneszenz". Sie verlieren dabei ihre grüne Farbe und andere Farben treten in der Vordergrund, man findet sie typischerweise in Herbstlaub. Nach dem Tod der Chloroplasten, wird das Blattorgan als Ganzes abgeworfen, da sich sein Unterhalt über die Wintermonate für die Pflanze nicht lohnt oder aufgrund der Lebensbedingungen (z.B. Temperatur) nicht günstig ist.

Gruß, Cliff

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Die Frage ist zu allgemein.

Als 08/15-Antwort sag ich mal: unabhängig von der Mitose.

Für näheres google mal "Endosymbiontentheorie".

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