Könnt ihr mit helfen diesen text zu verfassen im fach ethik?

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Tierbehandlungspositionen.

Tierfeindlich:

Bevor der organisierte Tierschutz im frühen 19. Jahrhundert entstand, war das christliche Denken von einer strengen Wertehierarchie beherrscht, in der sich der Wert eines Lebewesens an seiner Vernunft orientierte. Nach dieser von Aristoteles geprägten Vorstellung war der Mann mehr wert als die Frau, der Grieche mehr wert als ein Sklave und dieser stand letztlich über dem Tier. Das minderwertige Lebewesen sollte dem höherwertigem dienen. Ausbeutung, Unterdrückung und Kolonisierung wurden sogar als moralisch und zivilisatorisch geboten betrachtet. Die christliche Tradition übernahm dieses Denken, das durch das Mittelalter bis in die Renaissance fortbestand; mit Ausnahme von Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Thomas More, Erasmus von Rotterdam, Michel de Montaigne oder Isaac Newton. Aristoteles meinte,  Tiere sind für den Menschen da. Pflanzen existieren um der Tiere willen, und die wilden Tiere um des Menschen willen. Haustiere sind ihm zu Nutzen, und er ernährt sich von ihnen, die wilden Tiere (oder jedenfalls die Mehrzahl davon) isst er, und er fertigt aus ihnen andere für das Leben zweckmäßige Dinge wie Kleidung oder verschiedene Werkzeuge. Da die Natur nichts Zweckloses oder Unnützes hervorbringt, so ist es unleugbar wahr, dass sie alle Tiere um des Menschen willen hervorbrachte.            Aristoteles: Politik I, 1256b

Die völlige Abgrenzung zwischen Mensch und Tier wird besonders deutlich bei dem französischen Naturwissenschaftler Rene Descartes. Er sprach den Tieren nicht nur die Seele ab, sondern auch die Leidensfähigkeit. Tiere waren nach seiner mechanistischen Naturauffassung nichts anderes als gefühllose Maschinen, an denen man bedenkenlos forschen konnte.

 

Tierfreundlich:

Kant wird von einigen Menschen als tierfeindlich, von Anderen als Tierfreund eingestuft. Kant hielt Tiere nur indirekt für schützenswert. Er meinte, Tiere zu quälen ist dem Menschen um seiner eigenen Moralität willen verboten. Denn „nicht um der Tiere willen, auch nicht um der Menschen willen, sondern um der Moralität willen ist Grausamkeit verboten  und Verantwortung geboten".   Tierquälerei qualifiziert Kant auch „nicht wie die frühe Tierschutzgesetzgebung im 19. Jahrhundert, als Sittenwidrigkeit, die das Gefühl anderer Menschen verletzt",  sondern als "in sich schlechte Handlung, auch wenn sie von anderen Menschen unbemerkt bleibt." Tierschutz wird somit „zur schlechthin gebotenen kategorischen Pflicht erklärt."       "Handle  so,  dass  die  Maxime  deines  Willens  jederzeit  als  Prinzip  einer  allgemeinen  Gesetzgebung  gelten  könne",  bedeutet, wenn alle Menschen Tiere quälen würden,  dann hätte die Menschheit eine schlimme Moral.

Für Gandhi kommt der Idee der ahimsa, was oft mit Gewaltfreiheit übersetzt wird, eine Schlüsselrolle in seiner pazifistischen Theorie politischen Wandels zu. Ganz selbstverständlich war für Gandhi, die Idee der Gewaltfreiheit auch auf Tiere anzuwenden. Da Menschen gut ohne Gewalt gegenüber Tieren leben könnten  > insbesondere ohne die Gewalt der Tierhaltung <  und da man nach Möglichkeit Gewalt immer vermeiden sollte, verstand es Gandhi als eine ethische Pflicht, vegetarisch zu  leben.   (Wikipedia)

Albert Schweizer entwickelte den "radikalen Biozentrismus", der alle Lebewesen in eine moralische Gemeinschaft aufnimmt. Er verbietet die Schädigung jedes Lebens, egal ob Tier, Pflanze oder Mikrobe. Nach seiner Ansicht ist Tierschutz Erziehung zur Menschlichkeit.

Der von Peter Singer vertretene Preferenzutilitarismus besagt, dass das Leben eines Tieres wichtiger ist, als der Luxuswunsch des Menschen, Fleisch essen zu wollen. Singer erklärt einige Tiere (Menschenaffen, Wale und Delfine) zu Personen, die mehr Recht auf Leben haben, als behinderte menschliche Föten. Dabei behauptet Singer, dass "er die  Absicht verfolge, den Status der Tiere zu heben, nicht aber, den der Menschen zu senken".  Singer  zweifelt  an  der  "Heiligkeit  des  (menschlichen)  Lebens"  weil  sie  die  Sterbehilfe  behindert.  Die  zu  Hohe  Wertigkeit  des  menschlichen  Lebens  zwingt  manche  Menschen  am  Lebensende  dazu,  trotzt  des Selbstbestimmungsrechts  unter  größten  Schmerzen  und  bei  keinerlei  Heilungsaussicht,  am  Leben  zu  bleiben.   

Diese seite kann man echt für alles nutzen...

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