Könnt ihr mir vielleicht Argumente dafür und dagegen nennen, dass geförderte Chancengleichheit im schulischen System auch zu allgemeiner Chancengleichheit führ?

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1 Antwort

Pro:

- Schule ist Grundstein der Bildung ergo folgt aus Chancengleichheit in der Schule gleiche Bildungschancen (auch über dei Schule hinaus)

- Gleiche Bildungschancen bedeuten gleiche Chancen auf begehrte Jobs

- Abnehmer von Schulabsolventen verlassen sich oft ausschließlich auf Zensuren, sind diese also fairer vergeben, verbessert sich auch die Chancengleichheit

- Zensurensystem ist erwiesenermaßen ein schlechter Spiegel von tatsächlichen Fähigkeiten, es kann fast nur verbessert werden

Contra:

- Frühkindliche Bildung könnte ausschlaggebend sein und somit Elternhaus oder Kindergarten wichtiger als Schule, da der Wille zu lernen vor der Schule entsteht und ohne Wille auch Schule nichts ändert

- viele Jobs werden über Connections/Beziehungen ergattert, was nichts mit Chancengleichheit oder Bildung zu tun hat

- Geld im Elternhaus kann immer zusätzliche Türen im Bildungs- und Berufsweg öffnen

- Geldmangel im Elternhaus führt oft zum "Dazuverdienen" um Taschengeld aufzubessern, was Zeit raubt, die zur Bildung genutzt werden könnte

Anmerkung:

Ja, Ich konzentriere mich hier Hauptsächlich auf Situation im Elternhaus als ausschlaggebenden Faktor. Andere mögliche wären Geschlecht oder Kulturelle Herkunft. Geschlecht habe ich deshalb nicht erlääutert, weil es sehr schwer ist, hier irgendwelche Schlüsse zu ziehen (z.B. deshalb, weil Mädchen zwar durchschnittlich besser in der Schule sind, aber Männer später bessere Berufschancen haben, was dei Frage aufwirft für wen den speziell das Schulsystem unfair ist.) Und Kulturelle Herkunft ist heutzutage (leider) fast noch das gleiche wie Situation im Elternhaus.

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Hab mich darüber gefreut und stimme dem voll und ganz zu! :)

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