Könnt ihr mir helfen meine Reitbeteiligung wieder in den Griff zu bekommen?

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4 Antworten

Bevor irgendjemand was von Boss und Chef schwafelt - diese Theorie ist völlig veraltet, nebenbei gesagt - sollte erst mal der Grund abgeklärt werden. Bevor das nicht geschehen ist, ist die Boss-Theorie noch dämlicher, als sie sowieso schon ist.  

Wenn ein Pferd plötzlich so ein Verhalten zeigt, erst recht mit 23, sollte man es immer erst mal gesundheitlich untersuchen lassen.

Osteopathische oder Chiropraktische Untersuchung.Wahrscheinlich hat das Pferd Blockaden, die ihm schlicht weh tun.

Und natürlich muss der Sattel überprüft werden. Alte Pferde verändern sich im Rücken und in der Muskulatur, so dass es wahrscheinlich ist, dass der Sattel nicht passt.

Ich frage mich auch, wie es generell mit der Rittigkeit und Gymnastizierung aussieht. Jahre lang kann ein Pferd das wegstecken, irgendwann dann aber nicht mehr. Ich gehe mal davon aus, dass die Rückenmuskulatur bescheiden aussieht. Denn wenn man keinen Platz hat, hat man wahrscheinlich auch keinen Unterricht. Unter solchen Bedingungen muss man schon ziemlich genial reiten können, um das Pferd dennoch gymnastisch in Form zu halten. Ich kann es z.B. nicht. Ich brauche die Kringelei auf dem Platz und auch regelmäßig Unterricht.

Du schreibst, dass das Pferd ein russ. Vollblut ist. Das gibt es zwar nicht, denn es gibt nur das englische und das arabische Vollblut. Ich gehe aber mal davon aus, dass das Pferd ein hochblütiges Pferd ist, möglicherweise ein Budjonny oder sogar ein Achal Tekkiner. Auch das sind zwar keine Vollblüter, aber doch hochedle Pferde.

Ich bin zwar generell ein Gegner dieser Tierquälerei, aber für Blutpferde ist Join Up nun wirklich kontraindiziert. Es stresst gerade hochblütige Pferde viel zu sehr und ruiniert das Vertrauen zum Menschen. Wenn man es gelernt hat und kann - denn Join up macht mal nicht mal einfach so -  mag es bei sehr büffeligen, kaltblütigen Pferden nichts schaden, aber für Blutpferde ist Join Up ein gefährlicher Mist. Dein Pferd hat dir ja auch gezeigt, was es davon hält. Bravo, Pferd, das hast du gut gemacht. Wehr dich gegen den Mist, lass dir das nicht gefallen.



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Kommentar von cerrj
22.01.2016, 22:45

Danke für deine ehrliche Meinung, seine Besitzerin hat immer gesagt das er ein russisches Vollblut ist und aus Russland kommt. Evtl. ein Achal-Tekkiner aber sie weiß es nicht genau. Ich weiß nur einfach nicht was ich machen soll? Es gibt niemanden den ich kenne der wirklich Reiten kann, ich hatte sehr viele Jahre lang Reitunterricht aber dann hat sich mein Stall leider aufgelöst und alle Pferde sind zu verschiedenen Ställen gekommen. Ich bin bei einem Isländer geblieben und konnte weiterhin mit ihm immer wieder reiten. Er stand mit meiner jetzigen Reitbeteilung und einem inzwischen leider gestorbenen Haflinger hinter einem Haus in einem kleinen Dorf. Es gibt einen Stall für jetzt nur noch die Zwei, sie können immer auf eine Koppel die nicht super groß ist aber okay groß. Es gibt noch zwei andere große Koppeln zu denen man ca. 10 Minuten hinlaufen muss. 

Gatsby (meine Rb) hatte vor ca 4 Monaten Hufprobleme die sind aber weg. Ich weiß nicht wann der Sattel das letzte mal angeschaut wurde und wann der letzte Tierarzt da war. Die Besitzerin kümmert sich nicht um das Pferd, dass tut derjenige bei dem die Pferde stehen. Ich kenn mich absolut ich mit Sätteln aus und der Muskulatur und so auch nicht wirklich... Ich könnte die Besitzerin fragen ob sie Gatsby mal durchchecken lassen könnte aber ich weis nicht ob sie es tuen würde. Sie zahlt nur sein Fressen und den Hufschmied. Aber außer einem Muskelkater denn er mal hatte weil er durchgegangen ist und im Renngalopp gerannt ist, wofür er aber zu wenig Muskeln hatte er noch nie wirklich was außer das mit seinen Hufen, denen es jetzt aber wieder gut geht. 

Ich weiß nicht was er früher so gemacht hat. Ich wette das Gatsby nichtmal sein richtiger Name ist. Das einzige was ich sicher weiß ist das er schon viel zu lange immer nur den selben Ausritt gemacht hat. Immer die selbe Strecke. Ich versuche inzwischen mit ihm andere Strecken zu gehen und Abwechslung mit rein zu bringen. Aber ein Problem dabei ist das er bei neuen Wegen sehr nervös ist, ich glaube weil er mir nicht vertraut. Er bleibt immer stehen und will zurückgehen zu seiner Herde. Es ist sehr schwer ihn zum Weitergehen zu bewegen, manchmal muss ich auch umdrehen weil er keinen Schritt weiter geht. Es ist nur noch eine Herde aus zwei Pferden und wahrscheinlich hat er Angst seinen zweiten Freund zu verlieren. 

Meine jetzige Frage an dich: Was kann ich mit ihm so machen, was kann ich machen das er mir mehr vertraut. Das ich ein Mitglied in seiner Herde werde? Ich wünsche mir das er mich akzeptiert und das er Spaß mit mir hat. Hast du irgendwelche Ideen oder Aufgaben die ich mit ihm machen kann? Und was könnte ich sonst noch besser machen? 

Und wirklich ein riesiges Danke für deine Antwort <3 Die bis jetzt beste Antwort!!!

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Es gibt viele Möglichkeiten und genau wissen können wir es auch nicht, hier ein paar Möglichkeiten:

-er akzeptiert dich noch nicht als sein Leittier/Boss (zauberwort durchsetzen)

-er war einfach gut drauf und lustig. vllt kennst du das von dir selbst, manchmal möchte man einfach rennen und atmen und so (zumindest hab ich das manchmal dann renn ich wie eine blöde durch den wald) er ist ja auch nur ein lebewesen das manchmal seine 5 minuten hat. und du warst dann halt irgendwie..dabei

-er hatte zuviel energie (wenn ich das richtig verstanden hat, gibt es keine richtige koppel?) die er los werden musste

-der sattel zwickt, saß nicht richtig, ist unangenehm etc vllt irgendwas mit dem sattelgurt (da ist meiner sehr empflindlich)

-vllt ist auch etwas unter die decke gerutscht, ein ästchen oder so

-er hat rückenschmerzen oder andere schmerzen

-er hat sich erschreckt

1. gut dass du dich gehalten hast, ich wäre schon lange geflogen (kaltblüter sind nicht so meins, aber schöne tiere)

2. du hast richtig gehandelt, nicht absteigen, er hätte weg sein können

3. achte beim nächsten mal auf seine mimik bzw seine ohren. sind die freudig aufgerichtet hat er spaß, sind sie angelegt dann ist es ernst

4. lass mal den arzt draukucken wenn es geht

5. rede mit dem besitzerob das öfter vorkommt

6. nimm den besitzer mal mit wenn ihr ausreitet.

7. oder führ ihn mal den weg. ob er er auch rumspinnt wenn du nur neben her gehst. ist aber gefährlich mit einem kaltlbut das ist schnell weg (ist ja nur eine möglichkeit)

8. longier ihn vorher. lass ihn schritt trab galopp, dann ist er etwas gelockert und schon ein bisschen energie weg

9. lass dich beim reiten von dem besitzer führen und schau was sich ändert

10. nicht aufgeben! durchsetzen! wir wissen nicht ob das problem psychisch oder physisch ist. wenn er schmerzen hat kannst du nicht viel tun.sollte er aber einfach bockig sein, setz dich durch. geht vllt mal nen anderen weg. oder geht den regulären mal von der anderen richtung. sag ihm dass du sein boss bist. er muss das kapieren! du bist praktisch sein leitfaden und dass muss er kapieren. was aber auch dauert. mehr fällt mir jetzt grad auch nicht ein. hoffe ich hab wenigstens ein bisschen geholfen. viel glück :)

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Kommentar von cerrj
21.01.2016, 23:56

Dankeschön für deine Ideen. Schmerzen hat er sicher nicht, das einzige was er mal hatte war ein Muskelkater weil er durchgegangen ist und im Renngalopp 1 Minute durchgerast ist.

Ich könnte versuchen mit ihm spazieren zu gehen, das soll ja anscheinend das Vertrauen steigern. Allerdings ist er dann immer hibbelig und nervös. Man kann nur mit ihm raus wenn man draufsizt. Das was mich aber tierisch wurmt ist das es keinen Platz gibt um Bodenarbeit zu machen. Er hat bei dem Chaos Ritt die ganze Zeit den Kopf geschüttelt sodass die Trense klirrt und ein bisschen verrutscht. Und er war ziemlich angespannt, er ist aber nicht erschrocken... Ein Join up habe ich schonmal versucht aber dabei habe ich fast ein Huf ins Gesicht bekommen, also habe ich aufgegeben. Es gibt auf der Koppel einen abgetrennten Teil aber der ist sehr klein und Gatsby akzeptiert es nich als Platz. Wenn ich versuche dort was mit ihm zu machen ignoriert er mich entweder völlig oder schlägt aus und buckelt. Gibt es irgendwelche Übungen für die man keinen Platz braucht oder soll ich mal bei einem anderen Reiterhof fragen ob ich deren Platz benutzen kann. Allerdings wenn man mit ihm einen neuen Weg geht ist er extrem nervös. Ideen?

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Sowie du das beschreibst, hört sich das ganz klar so an, als wenn er dich nicht als Leittier akzeptiert und dir zeigen möchte, dass er ranghöher ist. Das darfst du ihm nicht durch gehen lassen! Ich würde dir empfehlen erst einmal join-up und andere Übungen zur Unterordnung vom Boden aus zu machen, bis er dich als Herdenchef akzeptiert hat. Sich so auf ein Pferd zu setzen kann sehr gefährlich sein! Du kannst auch mal mit dem Besitzer/der Besitzerin von ihm sprechen, ob er/sie die da helfen kann, oder dir einen Trainer/Reitlehrer suchen, der dir hilft.
Vielleicht müsst ihr zwei erst einmal klären, wer das sagen hat, bevor ihr richtig zusammen wachsen könnt :)

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Kommentar von cerrj
21.01.2016, 23:31

Dankeschön für deine Antwort. Ich habe bereits einmal ein Join Up versucht, als ich fast ein Tritt abbekommen habe habe ich es dann abgebrochen. Die Besitzerin schert sich ein Sch*** um ihr Pferd. Ich habe sie erst einmal gesehen und zwar beim Probereiten. Sie zahlt für das Pferd, reitet aber nicht und kümmert sich nicht drum. Ich verstehe zwar nicht warum sie sich dan eins holt aber Na ja.. Menschen... 

Hast du noch irgendwelche Ideen? Ich überlege ob ich evtl. mit ihm spazieren gehen soll. Aber da hibbelt er immer rum. Er fühlt sich nur sicher wenn jemand auf ihm drauf sitzt. 

Weißt du sonst noch was?

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Kommentar von Fridie17
22.01.2016, 00:12

Wirklich erst einmal vom Boden aus. Er muss dich als Leittier ansehen. Join-up ist schon ganz gut. Aber hol dir am besten Hilfe, bevor du getreten wirst!

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Kommentar von Dahika
22.01.2016, 03:50

Kein Join up. Das ruiniert jegliche Beziehung zum Menschen.

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Kommentar von Fridie17
22.01.2016, 11:16

Das ist Schwachsinn! Durch join-up wird die Beziehung sogar gestärkt, da das Pferd dich vortan als Leittier und Chef ansieht. Nur auf einer solchen Basis kann man eine Pferd-Mensch-Beziehung und später das Vertrauen aufbauen!

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Was sagt die Besitzerin? Warum fragst du sie nicht. Wenn ich die Besitzerin des Pferdes wäre und dann diese Anfrage hier lesen würde, wärst du meine Rb gewesen.
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Kommentar von cerrj
22.01.2016, 22:17

Der Besitzerin ist das Pferd egal :I

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