Könnt ihr mir eine Einsteiger-Spiegelreflex Kamera empfehlen?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hallo cooltom13,

grundsätzlich ist eine DSLR keine Einsteiger-Kamera.

Eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen
passen muss. Deshalb empfehle ich Dir auch, nicht zu sehr auf andere zu
hören bei der Kamerawahl. Die meisten empfehlen einfach ihre eigene
Kamera, ohne überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und
sie muss zu Deinen fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen,
und die kennen wir nicht.

Außerdem wissen wir auch nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder 
Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger
verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere
Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen – und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR
bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der
optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt!) und probierst verschiedene Kameras und Objektive aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf
die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als
auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität haben die Objektive. Deshalb sollte sie auch die mit Bedacht auswählen - Brennweite, Lichtstärke und Preis sind dabei wichtige Aspekte -, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheiden solltest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Und wenn Du sparen musst, schau Dich auch mal auf dem Gebrauchtmarkt um! Kameras und Objektive kann man auch sehr gut gebraucht kaufen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Von den Nikon Kameras würde ich die D3300 empfehlen. Die neuere D3400 ist fast gleich der D3300. Die Kamera hat hohe Auflösung, bietet gute Leistung bei hohen ISO-Werten und ist ziemlich leicht und kompakt. Noch kompakter ist nur das Canon 100D. 

Wichtiger sind die Objektive. Du kannst im Prinzip mit dem Kit-Objektiv anfangen - 18-55mm AF-P (für Videos unbedingt das AF-P). Wenn du in besserem Glas investieren willst (was auf jeden Fall empfehlenswert ist), schlage ich vor, dass du die D3300 (nur Gehäuse) und dazu noch das Sigma 17-70mm f/2.8-4 Contemporary kaufst. Das Objektiv ist lichtstärker als das 18-55, bietet mehr Brennweite und seine Naheinstellgrenze ist 22cm (vs 25cm beim 18-55), die für Nahaufnahmen z.B. von Pflanzen ausreichend ist. Wenn du damit schon ein bisschen Erfahrung hast, weißt du, was für Objektive du noch brauchst - (Ultra)Weitwinkel, Tele, Makro und ob du eher Zoom-Objektive oder Festbrennweiten bevorzugst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?