Könnt ihr mir bei den Aufgaben helfen? Bitte?

Das sind die zwei Aufgaben  - (Schule, Politik, wählen) Das ist der Sachtext  daneben  - (Schule, Politik, wählen)

5 Antworten

Einleitung: Jeder Wähler hat bei der Wahl zwei Stimmen (Erststimme und Zweitstimme). Mit der ersten Stimme wählt man eine Person, die Parteimitglied einer Partei ist. Mit der zweiten Stimme wählt man eine Partei. Die meisten Menschen wählen wohl so, dass die Person aus der Partei A kommt. Beide Stimmen gehen also an die gleiche Partei. 

  • Frage 1) Partei A hat 163 Sitze im Parlament, wovon 100 Sitze an die direkt gewählten Personen vergeben werden. So steht es im letzten Absatz Deines zweiten Bildes.
  • zu 2) Partei A bekäme zwei so genannte Überhangmandate. Sie hat nämlich mit der Erststimme der Wähler 165 Wahlkreise direkt gewonnen, aber mit der Zweitstimme wurde nur 163 mal die Partei gewählt. Das geschieht, wenn die mit der Erststimme gewählte Person nicht aus der Partei kommt, die mit der Zweitstimme gewählt wird. 

Beispiel: Du wählst mit Deiner Erststimme eine Person von der Liste, die in der Partei B ist. Vielleicht, weil Dir deren Ansichten besonders gut gefallen. Ansonsten bist Du aber ein Anhänger von Partei A und wählst sie mit Deiner Zweitstimme. Wenn das häufig vorkommt, erhält die Person aus Partei B in Deinem Wahlkreis das Direktmandat und zieht in den Bundestag ein, obwohl mit der Zweitstimme am häufigsten Partei A gewählt wurde.

Gruß Matti

Vielen Dank !

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In meiner Einleitung gibt es einen Fehler. Ich glaube, die zur Wahl stehenden Personen, die mit der Erststimme gewählt werden, müssen keine Mitglied einer Partei sein. Es gibt auch so genannte parteilose Kandidaten. Diese ziehen, wenn sie die meisten Stimmen bekommen, für eine Partei in den Bundestag ein.

Ergänzung: Man kann auch parteiloser Abgeordneter sein, wenn man während einer Legislaturperiode (die Zeit für die das Parlament gewählt wird; meistens 4 Jahre) aus einer Partei austritt. Dann muss man nicht das Parlament verlassen. Man wurde ja für 4 Jahre gewählt.

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Mit Erststime wird ein Kandiat direkt gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei.

Erhält eine Partei mehr Erststimmen, Sitze im Bundestag, als ihr an Zweitstimmen zustehen, entstehen s.g. Überhangmandate die mit Ausgleichsmandaten ausgeglichen werden.

Der tiefere Grund ist, dass das Wahlergebnis über die Zweitstimmen ermittelt wird.
Um das Wahlergebnis nicht durch Erststimmen zu verfälschen werden die Ausgleichmandate vergeben.
Im Ergebnis wird das Parlament größer.

Wenn deine Partei A 163 Sitze durch Zweitstimmen bekommt, dann hat sie 163 Sitze im Bundestag. Diese besetzt sie zu einem Teil durch die Direktkandidaten der Erststimme und den Rest "nach Lust und Laune" (grob gesagt). 

Wenn die Direktstimmen für Kandidaten die Sitze der Zweitstimmen übersteigen, gibt es sogenannte "Überhangmandate". Das wäre Aufgabe 2. Danach kannst du ja mal googeln. 

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