Könnt ihr bitte Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Cool Jazz und Bebop aufstellen?

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1 Antwort

~ wiki

Cool Jazz ist keine kühle Musik. Der Terminus „cool“ bezieht sich auf eine Grundhaltung des Musizierens.

Im Gegensatz zum Bebop ist das Spielideal des Cool Jazz eher introvertiert. Oft wird er auch als Gegenbewegung zum hektischen Bebop betrachtet, da der Cool Jazz eher konzertant orientiert ist, langsamere Tempi und weit geschwungene Melodiebögen bevorzugt.

Komposition wie Improvisation bauen auf einem intellektuellen Kunstverständnis auf. Im Unterschied zum Bebop als einem solistisch ausgerichteten Stil spielt im Cool Jazz das Ensemblespiel eine wichtige Rolle. Soli werden nun eingebettet in komplexe Arrangements, die mit Sound und Klangabstufungen experimentieren. Die Improvisationstechniken des Cool Jazz entsprechen weiterhin denen des Bebop. Musiker wie Tristano oder John Lewis entwickelten zudem eine Technik „motivischer Improvisation“, die an die motivische Arbeit europäischer Konzertmusik erinnert, allerdings in der Tradition der Jazzimprovisation „spontan“ erfunden, also nicht im kompositorischen Sinne durchgeplant ist. Auch Kollektivimprovisation findet sich im Cool Jazz.

Stilistisch verfügt der Cool Jazz der Kreise um Evans/Davis und andererseits Tristano über

  • vibratolose, oft gedämpfte bis verhauchte Tongebung (Solist Miles Davis)
  • die meist gleitende Melodiebewegung („relaxed“) mit langgezogenen Tönen und oft „verschleppten“ Phraseneinsätzen
  • Bevorzugung von Quintett (Davis) und Nonett bis Big Band (Davis, Evans)
  • Bevorzugung von Trio bis Sextett (Tristano) aus Klavier, Gitarre, Bass plus ggf. Schlagzeug, Trompete, Saxophon)
  • klassische / polyphone Elemente, z. B. des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wie Delibes, Debussy, Ravel, de Falla, Rodrigo (Evans/Davis) oder Weill (Evans) oder Bach und Schönberg (Tristano) wurden einbezogen.
Dory1 02.12.2009, 00:09

Merkmale des Bebop

Komplizierter als der Swing, mehr Soli, mehr Improvisation. Die dritte blue note: Die flatted fifth, die an verschiedenen Stellen auftaucht. Saxophon und Trompete spielen unisono (das Gleiche).

  • Rückkehr von der Big Band des Swing zur Combo
  • Phrasierung abgerissen, abgerissene Melodie
  • keine Riffs
  • komplizierte Harmonik
  • übermäßige bzw. verminderte Septakkorde
  • jeder Ton des Akkords kann erniedrigt und erhöht werden
  • wird oft "härter" gespielt (Betonung meist auf 1. und 3. Zählzeit)
  • wird rasend schnell gespielt, wirkt hektisch
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einmaligxxx 02.12.2009, 18:36

Danke! War schon hilfreich, hab die seite auch schon besucht, aber das hilft mir nicht weiter, da es sehr professionell geschrieben wurde. Bin erst in der 9. (Gymn). Könntest du bitte eventuell in Stichworte schreiben? Danke... wär echt nett

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