Könnt Ihr Absagen nach Bewerbungsgesprächen gut verkraften? Wie geht ihr damit um, und was denkt Ihr euch dann?

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5 Antworten

Ja, das ist ganz große Sch....

Man ist niedergeschlagen und enttäuscht. Und stellt sich vor allem selbst in Frage. Warum ich nicht? Ich muss ja versagt haben.... Da muss man sich Mühe, geben, diese Enttäuschung hinter sich zu lassen.

Diese Niedergeschlagenheit zu überwinden, ist nicht einfach. Hingefallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen.

Natürlich sollte man sich überlegen, was man besser machen kann. Und jedes Vorstellungsgespräch als Übung betrachten, denn auch Vorstellungsgespräche kann man trainieren.

Letzten Endes liegt es nicht unbedingt an dir, wenn du nicht genommen wirst. Wenn du mutig bist, rufst du an und fragst einfach, woran es gelegen hat. Das ist nicht einfach, aber kann aber ein sehr hilfreiches Feedback sein.

1.)

Ich habe mich mal bei einer Stelle vorgestellt. Das Gespräch war auch sehr gut, ich passte  genau auf die Stelle. Ich wurde trotzdem nicht genommen. Ich war sehr geknickt, weil ich die Welt nicht mehr verstand. Dann habe ich zufällig eine Woche später erfahren,dass mein Vorstellungsgespräch nur ein Fakegespräch war. Die Abteilung wollte nämlich nur einen Mann einstellen, aber das durfte öffentlich nicht gesagt werden. Also haben sie zusätzlich eine Alibifrau eingeladen - mich.  A****lö****r.

2.)

Jahre später stellte sich in meiner Abteilung eine sehr, sehr kompetente Frau vor, die im Rahmen eines Praktikums uns Kollegen auch bekannt war. Wir wollten sie unbedingt haben. Als ein Planstelle frei wurde, bewarb sie sich. Von der Kompetenz her hatte sie keine Konkurrenz. Genommen wurde sie nicht. Sie war halt 51 Jahre alt und sah eher schlicht aus. Ihre Konkurrentin war eine schicke, langhaarige 25 j.,frisch von der Uni ohne jede Berufserfahrung. Die wurde genommen. Das war eine reine Schwanzentscheidung der männlichen Chefs. Meine eigene Chefin hat alles versucht, den oberen Chefs das auszureden, aber vergebens.  Na ja, ein halbes Jahr später kündigte das Schönchen wegen  völlliger Überforderung.

Früher, als ich noch nicht selbständig war hat es mir auch was ausgemacht wenn ein Vorstellungsgespräch sehr gut verlaufen ist und dann die Absage kam, das nagt ganz schön am Selbstbewusstsein.

Wer behaupte es mache ihm nichts aus, der ist vielleicht auch gar nicht an einem Job interessiert, muss sich vielleicht vom Jobcenter aus bewerben und froh ist die Stelle nicht zu bekommen.

Du solltest aber auf jeden Fall optimistisch bleiben und dich nicht runterziehen lassen.

Das kommt darauf an wie groß meine Hoffnungen waren. Wenn es ein interessantes Unternehmen war, war ich schon ein wenig enttäuscht. Wenn mich das Unternehmen sowieso nicht wirklich interessiert hat, war es mir egal. Wenn ich schon beim Bewerbungsgespräch ein schlechtes Gefühl hatte und meine Auswahl dann sehr begrenzt war, war ich froh, dass sie mir abgesagt hatten.

Ich bin nun schon gut über 50, habe in Zeiten der Arbeitslosigkeit genug Bewerbungen geschrieben (vermutlich im dreistelligen Bereich). Absagen kommen in diesem Alter oft vor, da nur wenige Arbeitgeber bereit sind, ältere Mitarbeiter einzustellen. Daher mache ich mir auch keine Gedanken, wenn ich eine Absage erhalte. Den Grund dafür kenne ich ja .....

Absagen gehören dazu und lassen sich nun mal nicht vermeiden.

Meistens dachte ich mir eh, das ich für die nicht arbeiten wollen würde und wenn nicht, dann denke ich es mir halt hinterher.

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