können zollgebühren und Mehrwertsteuern beim bestellvorgang gleich bezahlt werden?

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6 Antworten

Ich habe soetwas auch noch nciht gesehen. Kann mir aber vorstellen, dass es dann funktioniert, wenn ein EU-Zwischenlager eingeschaltet wird. D.h. Tillys.com schickt das ganze erst mal an ein Depot in der EU - das Depot ist ein gewerblicher Empfänger und kann die Kosten für sich genau kalkulieren und muss als Importeur die Kosten dem Zoll bezahlen. Von dort wird es dann zum Endkunden geschickt - jetzt ein innereuropäischer Versand, für den weder Zoll noch Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen sind. Da aber schon ein Import statt fand, sind für das Produkt Abgaben angefallen, die vorhersehbar waren, und daher bereits beim ursprünglichen Bezahlvorgang dem Käufer im Voraus belastet wurden. So kann es gehen - ob es so läuft weiß ich nicht, da ich den Shop nicht kenne...

Das ist sehr interessant, hab ich noch nie gehört das man sowas gleich beim bestellen mitzahlt. Geht meiner Meinung nach nicht, weil so modern ist unser deutscher Zoll doch nicht...? Da könnten sich aber viele den Gang zum Zollamt ersparen und die Einfuhrabgaben gleich "mit in den Warenkorb" legen... (wäre ein interessantes Geschäftsmodell :-) ...) Ich frag das mal nach was sich in den letzten drei Monaten getan hat, aber idR muss man seine Einfuhrabgaben (Zoll und EUSt) beim zuständigen Zollamt bezahlen oder kann sich das Paket uU nach hause weiterleiten lassen und zahlt dann an der Haustüre aber direkt beim Bestellvorgang klingt komisch...

SpediHAJ 12.12.2011, 23:16

Ist in der Tat sehr ungewöhnlich, könnte aber funktionieren, wenn der Versender ein Depot in der EU hat, das als Importeur auftritt und die Sachen innereuropäisch weiterversendet... Gehört habe ich soetwas noch nicht, aber rechtlich wäre das ok.

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Mit Zollbebühren kenn ich mich nicht aus, aber die Mehrwertsteuer muß sofort bezahlt werden. Ist im Endpreis immer mit drin, auch wenn sie extra ausgewiesen wird.

SpediHAJ 12.12.2011, 23:20

Sorry Uschi28, aber da liegst Du falsch! Die Einfuhrumsatzsteuer (die im Import der Mehrwertsteuer in etwa entspricht) ist normalerweise immer vom Empfänger zu zahlen, nie vom Absender! Ist daher eigentlich nie im Verkaufspreis drin. Oben genannter Shop muss wohl mit einem - legalen - Kniff eines innereuropäischen Depots arbeiten, dann ginge das.

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Die Zollgebühren bezahlt man beim Zoll im Empfängerland und nicht im Herkunftsland.

Ach, Frage falsch gelesen. Einfach ignorieren. :)

Nein, das ist kein Betrug, das machen viele so.

xXAnimaXx 11.12.2011, 15:01

oke dankeschön :D

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SpediHAJ 12.12.2011, 23:23

Ich sehe es zum erstenmal - hast Du noch andere Beispiele? von Betrug gehe ich auch nicht aus, sondern von einem "Umweg" über ein innereuropäisches Zwischendepot. Das wäre legal, aber aufwändig. Daher dürfte es extrem selten vorkommen - meiner Meinung nach. Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren!

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