Können wir die Wohnung trotzdem mieten und was hat dieser Abschnitt zu bedeuten?

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8 Antworten

Sicher könnt Ihr sie mieten und den Rest selbst bezahlen.

Das Problem ist aber folgendes:

Ihr bekommt höchstens die bisherige Miete gezahlt bzw. die Miete, die bei Euch angemessen ist. Und etwaige BK-Nachzahlungen werden nicht übernommen. Das Letzere ist eigene Erfahrung.

Ich würde die Wohnung JETZT nehmen, und anschließend einen Antrag auf Übernahme der vollen Kosten stellen. DANN kann man ins Widerspruchsverfahren und evtl. vor dem Sozialgericht klagen.

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@DerHans

Hab ich auch alles versucht - gebracht hat es nichts. Widerspruch eingelegt usw.

Jetzt bin ich gott sei dank vom JC weg.

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... und warum wird kein Widerspruch eingelegt? Die Jobcenter verlieren doch derzeit bundesweit alle Gerichtsverfahren, weil deren Listen uralt sind und nicht plausibel und nicht nachvoillziehbar. Oder lese ich die Literatur falsch?

Beachte auch: Aktuell wird empfohlen, wegen der Miesi einen Abzug vom Bedarf nicht hinzunehmen! Binde ggf. ein die Mitarbeiter der Diakonie u.a., denn die sind doch fit und helfen kostenfrei!

Wenn ihr jetzt schon 2 Jahre eine angemessene Wohnung sucht,dann bekommt ihr doch sicherlich schon eine Zeit lang für eure jetzige Wohnung auch nur die angemessenen KDU - gezahlt und diese würdet ihr dann nach dem nicht genehmigten Umzug auch weiter bekommen !

Den Umzug müsstet ihr alleine bewältigen,bekommt kein zinsloses Darlehen für die Kaution und auch eine evtl.Nachzahlung bei einer Jahresendabrechnung müsstet ihr ggf. dann selber zahlen.

Nun fragen wir uns ob wir die Wohnung trotzdem mieten können und aus eigener Tasche diese 10 Euro dazu zahlen und das Jobcenter dann eben den Rest.Das könnt Ihr.

Aber es bedeutet auch:

Keine Umzugshilfe und Nachzahlungen für Betriebskosten wird es auch nicht geben.

So würde ich das verstehen, sie bekommen max. das was Ihnen per Gesetz zusteht und die restliche Miete müssen Sie dann selber aufbringen. Ein Risiko nur für den Vemieter!?!

Wenn es sich wirklich nur um 10 € handelt, müsst ihr diese eben selbst bezahlen.

aus eigener Tasche diese 10 Euro dazu zahlen und das Jobcenter dann eben den Rest.

Genauso verstehe ich es auch

Du verstehst das richtig, aber ACHTUNG: Es kann dir passieren, dass bei der "Neuberechnung" mehr als 10 Euro rauskommen, die ihr selber tragen müsst. Vor allen Dingen bezieht sich das dann nicht nur auf die Kaltmiete, sondern auch auf die Nebenkosten. Denn alles, was an Nebenkosten quadratmetermäßig abgerechnet wird, fällt dann auch unter den Punkt "zu teuer" und wird gekürzt. 

Ich würde die Wohnung JETZT nehmen, und anschließend einen Antrag auf Übernahme der vollen Kosten stellen. DANN kann man ins Widerspruchsverfahren und evtl. vor dem Sozialgericht klagen.

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@DerHans

Der Rat ist zwar gut, aber ich befürchte, dass die Fragestellerin damit "überfordert" sein wird, wenn sie nicht mal den Passus des Schreibens korrekt interpretieren kann.

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