Können wir Deutschen Stolz auf Deutschland sein?

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Ich widerspreche deinem Klassenkameraden, aber auch deiner Lehrerin.

Weder kann man "stolz" sein, noch muss man sich "schämen" Deutscher zu sein.

Die Staatsangehörigkeit wird den meisten Menschen mit der Geburt geschenkt. Der kleine Säugling musste nichts dafür tun Deutscher sein zu dürfen.

Stolz kann man auf etwas sein, dass man selber geschaffen hat. Schüler einer 10. Klasse hatten bisher kaum eine Chance etwas zum deutschen Staat beizutragen. Sie sind in diesem Staat hineingeboren und haben ihn nicht aufgebaut.

Genauso absurd ist die Darstellung der Lehrerin, die offenbar darauf hinaus will, dass man sich irgendwie für das Deutschsein schämen müsse. Das ist auch Unsinn, denn Schuld (an den Verbrechen in der deutschen Geschichte) ist eine sehr individuelle Sache. Einem Staatsbürger, der 1992 geboren wurde, kann man wohl kaum etwas vorwerfen, was in seinem Land 50 Jahre vorher passiert ist.

Aber selbstverständlich ist es jedermanns Pflicht aus der Geschichte des eigenen Landes zu lernen. Schließlich soll man ja später die Wiederholung politischer Fehler vermeiden können.

Man darf sich freuen, wenn man in Deutschland als Deutscher heute leben kann. Im Vergleich zu sehr vielen anderen Staaten auf der Welt geht es den Menschen hier ausgezeichnet. Man sollte diese hohe Lebensqualität genießen und erhalten. Mit "Stolz" hat das nichts zu tun.

Deine Antwort ist zwar relativ gut, aber ich muss widersprechen, es ist durchaus möglich und auch absolut normal und menschlich, dass man stolz darauf ist einer Gemeinschaft anzugehören, ein Funke der großen Flamme Deutschland zu sein!

Auch Psychologen haben bestätigt, Heimatliebe ist etwas Natürliches und hat nichts mit übertriebenem Nationalismus zu tun.

Also klares ja, wir Deutsche können stolz darauf sein ein so fortschrittliches und starkes Vaterland zu haben, keine Wirtschaft ist stärker in Europa!

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@Ludwig20

Ich persönlich bin nicht sehr stolz auf diese "Gemeinschaft". Wenn ich anderen Deutschen begegne, dann fühle ich mich ihnen nicht unbedingt sehr verbunden. Wir sprechen zwar die gleiche Sprache, aber trotzdem trennen uns unsere Überzeugungen, Vorstellungen und Werte.

Zu einer guten Gemeinschaft gehört Zusammenhalt und der ist in Deutschland nicht so sehr gegeben. Warum sollte man auch zu Leuten halten, nur weil sie die gleiche Nationalität haben?

Was ich mir wünsche, ist interkultureller und internationaler Zusammenhalt. Ich wünsche mir, dass Menschen ungeachtet ihrer Nationalität für andere einstehen. Ich wünsche, dass alle Menschen einander respektieren und jeden wertschätzen, der gutes tut.

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Meiner Meinung nach darf , und sollte man auf jeden Fall stolz sein deutscher zu sein. Es nervt das alle gleich an Nationalsozialismus und die durch aus sehr schlimmen Verbrechen der Nazis denken, wenn man Stolz auf sein Land ist. Wir können nichts dafür was da vor über 70 Jahren passiert ist . Wir sollten das Nationalgefühl wieder hoch leben lassen aber auch offener  gegenüber Einwanderer sein. Seit stolz Deutsch zu sein, wir Leben in einem tollen Land vergesst das nicht!!

Deutschland besitzt das wohl freieste und gleichzeitig sozialste politische System der Welt ;)

Was in der Vergangenheit von Deutschland passiert ist, ist wirklich schlimm und man sollte es nicht vergessen. Allerdings finde ich dass auch mal Schluss sein muss mit den Schuldgefühlen zumal seitdem viele Jahrzehnte vergangen sind. Keiner von unserer Generation trägt irgendeine Schuld was vor 50 Jahren passiert ist. Ich denke schon dass wir stolz auf das heutige Deutschland sein können. Immerhin leben hier viele Menschen im Wohlstand, es gibt ein gutes Gesundheitssystem und sozial Schwache werden unterstützt, was in vielen anderen Ländern icht der Fall ist.

Man kann die Vergangenheit sehr wohl ad acta legen, besonders wenn man der heutigen Generation angehört, die ja damals nicht dabei war.
Man sollte aber überprüfen, ob man nicht die gleichen Fehler macht, die damals zur Katastrophe geführt haben: Unterwürfigkeit, Kadaver-Gehorsam, Autoritäts-Gläubigkeit (statt gesunder Menschenverstand).
Hier scheint noch nicht alles bestens zu sein, wenn man gewisse Schul-Fragen bei gf liest: "Darf der Lehrer..." anstatt "Ist es sinnvoll, dass der Lehrer...".

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Den Begriff "Stolz" finde ich in Bezug auf das Heimatland immer unpassend. Egal, ob es sich um Deutschland handelt oder Brasilien oder Russland. Stolz kann man doch nur auf eine selbst erbrachte Leistung sein, oder auf seine Kinder (das wiederum mit der ErziehungsLEISTUNG zusammenhängt). Wie soll man aber stolz auf äußere Umstände sein, in die man hineingeboren wurde? Daran haben wir schließlich keinen Anteil.

Nunja, ich bin emmigriert worden. Ich komme aus der DDR, mein Staat wurde aufgelösst, vieles passt mir in Deutschland nicht. Aber ich kann nicht zurück.

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@Paperkite

Ich bin ebenfalls ehemalige DDR-Bürgerin. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun. (Abgesehen davon, dass in der DDR längst nicht alles Gold war, was glänzte. Also auch kein Argument für "Nationalstolz"). Man kann also auf die BRD auch nicht "stolzer" sein, als auf die DDR (oder jedes x-beliegiges Land). Der Begriff ist nun mal leistungsbezogen und hat nichts mit Lebensumständen zu tun, für die man nichts kann.

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natürlich haben wir daran ein Anteil, weil eben jeder von uns zu diesem Ganzen gehört, deswegen können,ja müssen wir stolz sein auf Deutschland, denn wir sind die Nation.

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