Können verschiedene IQ-Tests auch verschiedene Mindestwert für eine Hochbegabung haben?

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Also der Wert für Hochbegabung sollte überall in Deutschland bei einem Prozentrang von 98 liegen, d. h. man muss bei einem IQ-Test zu den oberen 2 Prozent gehören.

Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten diese Prozentränge in eine Normalverteilung umzurechnen. In der Regel verwendet man in Deutschland die Wechsler-Skala mit einer Standardabweichung von 15. Hier entspricht ein IQ von 130 eben 2 Prozent.

Es gibt allerdings auch abweichende Skalen. Der Stanford-Binet-Test der Amerikaner verwendet z. B. 16 und die Cattel-Skala, welche z. B. häufig in England eingesetzt wird, sogar 24. Das bedeutet, dass ein Wechsler-IQ von 130, ein Binet-IQ von 132 und ein Cattel-IQ von 148 alle die gleiche Intelligenz beschreiben. Deswegen gibt es auch immer so viele englische "Wunderkinder", weil die Journalisten sich überhaupt nicht auskennen. Da hat ein 5-jähriges Kind plötzlich einen IQ von 160 und ist so intelligent wie Einstein, obwohl das bei uns "nur" ein Wert bon 137.5 wäre.

In Deutschland ist z. B. noch der IST-2000R sehr beliebt. Dieser Test verwendet eine Standardabweichung von 10 und damit läge der Wert für Hochbegabung tatsächlich bei 120. Auf einer Cattel-Skala wären das dann sogar 148.

Der IQ ist normiert, klingt also sehr merkwürdig, wenn unterschiedliche Werte die gleiche "Bedeutung" haben sollen.

Standardabweichung ist übrigens 15.

Gruß

Da wurde einer von euch beiden wohl Blödsinn erzählt oder eine hat etwas falsch verstanden.

In Deutschland gelten Menschen mit einem IQ ab 130 als hochbegabt.

Das können euch eure Lehrer auf der Hochbegabtenschule sagen / oder seid ihr schon an der Uni?

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