Können unterdrückte Gefühle gefährlich sein?

10 Antworten

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Was heißt schon gefährlich - theoretisch kann das immer bis zu einem totalen Absturz führen.
Dass du mit Deinem Gefühlsleben nicht klar kommst, das hast du eigentlich schon selbst bemerkt....!??
Und da wirst Du höchstwahrscheinlich einen neuen Zugang sowie einen anderen (selbstachtsameren..) Umgang mit dem das sich innerlich abspielt erlernen müssen, um dich vor der durchaus bestehenden Gefahr vor Eskalationen langsam aber sicher zu distanzieren.

Erste Frage stellt sich bereits beim Lesen deines Beitrages … weshalb warum aus welchem Grund unterdrückst du diese Gefühle?? Was macht dir Angst? Wenn du dran denkst Du würdest diese Gefühle zulassen und auch mal an die Oberfläche lassen, wenn es die Situation erfordern sollte …?

und wie sieht das mit dem Alkohol aus?? In Maßen? Oder doch eher Massen?
Regelmäßig?

Vielleicht magst Du ja paar Fragen beantworten das musst ddu. jedoch nicht!!!
Fühle dich zu nix verpflichtet..

ich unterdrucke Gefühle um leute in meiner Umgebung nicht zu nerven und alkohol so alle 3 wochen ca und dazwischen kaum

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und wer hat festgelegt, dass Du dadurch deine Mitmenschen nervst??? sind Sie denn dann immerhin genauso 'rücksichtsvoll' und tun es ähnlich indem sie alles außen vor lassen

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Nun ja, "wer ewig schluckt, der stirbt von innen", hat H. Grönemeyer mal gesungen. In gewisser Hinsicht stimmt das. Irgendwann ist das Fass voll und ein Tropfen bringt es zum Überlaufen. 

Die Frage ist, warum Du keine Gefühle zeigst oder zeigen kannst. Du bist ein Mann, so unnormal ist das ja nicht, Männer sollen zwar laut gängiger Frauenmeinung ihre Gefühle zeigen, tun sie das, werden sie als Weicheier verspottet. Für einen Mann ist es schwer, da einen Mittelweg zu finden. 

Für Deine Wut würde ich einen Sandsack empfehlen oder eine Sportart, die Dich richtig auspowert. Für Deine Trauer einen ruhigen Ort, mal ein Wochenende am Meer, in dieser Jahreszeit sehr geeignet dafür, um sich mal richtig den Kopf durchpusten zu lassen. 

Du solltest vielleicht das Saufen einstellen und zum Trinken übergehen. Und grundsätzlich kann es sein, dass ein gewisses Maß an "Weltschmerz" auf Dir liegt, die Frage nach dem Sinn. Nicht bewusst, aber oft gibt das so eine Stimmung von alles egal, unterbrochen von negativen Gefühlen, die auf negativen Gedanken beruhen. Gefühle folgen den Gedanken und Gedanken können bewusster oder unbewusster Natur sein. 

Vielleicht schaust Du auch mal bei Amazon unter Byron Katie nach, da gibt es eine Weise, wie man seine Gedanken überprüfen kann. Denn die machen uns fertig, weil wir sie für wahr halten. Man kann sie nicht umlenken, ausschalten oder nicht denken, man kann sie nur überprüfen. In dem Fall durch 4 Fragen.

LG

Versuch in einer ruhigen Minuten mal deine Gefühle zu analysieren.

Das du wegen dem Verlust geliebter Menschen traurig bist hast du ja erwähnt. Also ist der Grund hierfür bekannt. Blieben also noch die anderen Gefühle.

Woher stammt deine Wut? Auf was bist du wütend? Wer macht dich wütend?

Warum bist du einsam? Wovor hast du Angst?

Ich weiß, das ist manchmal gar nicht so einfach. Wichtig ist, das man bei der Beantwortung solcher Fragen zu sich selbst ehrlich ist. Wenn man die Antwort auf diese Fragen hat ist man schon mal einen großen Schritt weiter: Man kann sich nämlich an eine Lösung machen.

Alkohol senkt die Hemmschwelle und man sagt dann eher Dinge, die man ohne nie sagen oder tut Dinge, die man nüchtern nie machen würde. Wenn du weißt, das Alkohol deine Hemmschwelle sinken läßt, dann schränke den Konsum ein.

Du sagst, du hast Freunde. Ist dort jemand drunter, mit dem du über alles reden kannst? Oder sind es eher Bekannte, mit denen man ab und an mal was unternimmt?

Tatsache ist jedoch, das es auf Dauer nicht gut ist, seine Gefühle zu unterdrücken. Zum Einen kostet so etwas viel Kraft und zum Anderen blockiert so etwas Neuanfänge.

Wenn du einen guten Freund hast, dem du vertraust, dann rede mit ihm. Wenn du das nicht hast, dann überleg, ob du vielleicht mit einem Familienmitglied reden kannst. Wenn auch das wegfällt kann ein Gang zum Psychiater helfen. Wenn du davor zurück schreckst (warum auch immer) kann, so doof es auch klingen mag, ein Anruf bei der Telefonseelsorge helfen: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Die helfen auch bei solchen Problemen.

Dort kannst du vollkommen anonym über alles reden, wenn dir der Psychiater noch zu persönlich ist.

Viele Grüße!

Chazsmyr

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