Können Überstunden verfallen?

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3 Antworten

Überstunden sind anders zu behandeln als ausstehender Urlaubsanspruch.

Für Ansprüche/Forderungen aus dem Arbeitsvertrag können Ausschlussfristen von wenigen Monaten nach Entstehen/Fälligkeit der Ansprüche arbeits- oder tarifvertraglich vereinbart sein.

Ohne solche Ausschlussfristen gilt die "Regelmäßige Verjährungsfrist" nach § 195 des Bürgerliches Gesetzbuchs BGB:

Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.

Die Verjährungsfrist beginnt ab dem Ende desjenigen Jahres, in dem der Anspruch fällig war; sind die Überstunden in 2012 angefallen, kannst Du die Bezahlung bis Ende 2015 verlangen - wenn es (wie bereits gesagt) keine kurzen vertraglichen Ausschlussfristen gibt.

Anspruch auf Urlaub, der wegen Krankheit nicht genommen werden kann, bleibt für 15 Monate ab Ende des Anspruchsjahres bestehen und muss bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses in dieser Zeit abgegolten werden (Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7).

die überstunden kannst du absetzen oder in lohn wandeln lassen wenn du nicht mehr an dieser arbeitsstätte arbeitest.du solltest es aber jedoch vor dem ablauf des vertrages regeln.es ist auch richtig das du drei jahre zeit hast dein anspruch auf bezahlung der überstunden geltend zu machen.kommt aber drauf an aus welchen bereich du kommst.im metallbereich steht im manteltarifvertrag nur eine zeit von drei monaten.

Wenn es keine vertraglich abweichende Ausschlussfrist gibt, gilt die Verjährungsfrist von drei Jahren gem. § 195 BGB. Dann könnte der Anspruch verfallen, wenn er vorher nicht geltend gemacht worden ist. Mahnung unterbricht die Verjährung allerdings.

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