Können Tiere psychische Krankheiten wie Schizophrenie haben?

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Um eine solche Krankheit wie Schizophrenie diagnostizieren zu können, ist eine umfangreiche verbale Anamnese, d.h. Patientenbefragung, erforderlich. Nur aus den Wahrnehmungs- und Erlebensberichten kann ein behandelnder Arzt die Symptomatik der Schizophrenie herauslesen. Da ein Tier zwar paraverbal kommunizieren kann, nicht jedoch verbal, ist eine solche Diagnose folglich nicht möglich. Das soll allerdings nicht heißen, dass hoch evoluierte Tiere, besonders auch Primaten, solche Krankheiten nicht bekommen können. --- Zu den psychischen Krankheiten, die sich allein im Verhalten zeigen, ist zu sagen, dass fast alle sozial lebenden Großsäuger davon betroffen sein können. Über Neurosen bei Hunden ist schon viel gearbeitet worden, weil man in der Aufzucht von diesen Tieren genau die psychisch krank machenden Bedingungen herstellen kann, die auch beim Menschen zu neurotischen Strukturen führen. Allein die permanente Widersprüchlichkeit im Bereich von Strafe und Belohnung kann ein Tier neurotisieren. Es wird dann ebenfalls zu unkalkulierbaren Aktionen, zu unmotiviert aggressiven Äußerungen, spontanen Fluchtreaktionen, Beißattacken und anderen 'rätselhaften' Verhaltensweisen neigen. Hinzu kommt, dass die Bindung an den Menschen behindert bleibt und sich Störungen im Lernverhalten zeigen. Bilanz: Der 'psychische Apparat', wie ihn Freud seinerzeit tituliert hat, ist stammesgeschichtlich geworden und unterliegt damit bei Tier und Mensch einem vergleichbaren Aufbau. Allerdings sollte nie vergessen werden, dass die Komplexität und Störanfälligkeit dieses Systems beim Menschen am ausgeprägtesten ist. Andererseits hat bevorzugt der Mensch durch geeignete Therapieverfahren auch die besten Möglichkeiten Fehlentwicklungen wieder korrigieren zu können. Wie aus zahlreichen Berichten hervorgeht, kann man jedoch auch bei Tieren über Verhaltenstherapie einige Dinge wieder ins Lot bringen (der Pferdeflüsterer) - nur eine analytische Therapie wird fehlschlagen, weil dazu die Sprache unerlässlich ist.

Okay, vielen Dank!

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Schizophrenie ist eine Krankheit, die nur Menschen bekommen können, da Tiere keinen Persönlichkeitsstatus besitzen. Tiere können aber durchaus psychische Defekte bekommen, z. B. durch schlechte bis sadistische Behandlung insbesondere, wenn die Tiere noch jung sind - Stichwort: Angstbeisser - !

Klar.

Mein Hund bellt immer mit sich selbst, ders bestimmt Schizo :O

Und der knurrt immer einfach so, Paranoia hat er auch noch :O

Aber im Ernst. Ich denke mal, das geht schon. Immerhin haben die auch genau so Persönlichkeiten wie wir. Der eine ist´n Ruhiger, der andere ein Hyperaktiver, noch ein anderer ist eher Aggressiv usw.

Depressiv können sie ja auch sein, bzw sie können depressive Phasen haben, hab ich selbst erlebt

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