Können Tiere ohne Gewalt Psychisch erkranken?

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8 Antworten

Hallo,

was wir bei Tieren als psychische Probleme erkennen, sind meist Verhaltensstörungen, die fast immer in Folge von traumatischen Erlebnissen oder falschen Haltungsbedingungen auftreten. Beispiele sind da Aggression, Hospitalismus (hin und her schaukeln, im Kreis tapsen etc.) oder auch Federn rupfen.

Wenn ich deine Frage richtig verstehe, meinst du aber, ob ein Tier auch unter idealen Lebensumständen psychische Erkrankungen entwickeln kann, oder? Nun, auch bei Menschen ist meines Wissens bei den meisten psychischen Erkrankungen noch nicht abschließend erforscht, ob sie immer irgendwie vom Umfeld ausgelöst werden oder sozusagen "angeboren" sind,  bzw. keinen konkreten externen Auslöser haben. Davon ausgehend, dass Menschen "einfach so" z.B. schizophren, depressiv oder zwangsgestört werden können, denke ich, dass es auch manche Tierarten gibt, bei denen es zu ähnlichen Störungen kommen kann. Menschenaffen, Delfinen oder auch Elefanten würde ich es z.B. zutrauen, da sie sehr komplexe Intelligenz und Sozialverhalten haben. Schließlich haben sie ein Gehirn, was unserem ähnelt. Es gibt ja Tiere, die z.B. nach dem Verlust ihres Kindes oder Partners tage- oder sogar monatelang richtig die Lebensverlust verlieren, so z.B. Affen oder auch Gänse. Das könnte man dann wohl schon als Depression sehen, obwohl keine Gewalt angewandt wurde, sondern nur etwas "natürliches" geschah.

Klar kann das passieren. Aber ich würde sagen zu 99,9% hat es immer eine Ursache gegeben. Das kann vom Kind das den Welpen mal am Schwanz gezogen hat, bis zum erschrecken vor einem Auto alles sein. 

Solche Dinge können auch bei Tieren lange schlummern, und irgendwann zutage treten. Das sind dann die Fälle, wo der Familienhund, der immer brav war, plötzlich ohne Vorwarnung ein Kind beißt. 

Wobei das immer eher tief sitzende Traumata als Persönlichkeitsstörungen sind.

"Geisteskrankheiten" sind für mich falsch verknüpfte Neuronen. Da das Gehirn eines Tieres ähnlich aufgebaut ist wäre mein Tipp: möglich ja, aber je nach Komplexität des Gehirns der jeweiligen Spezies seltener auftretend. Eine Spezies die kein Ich-bewusstsein hat, wird kaum eine multible Persönlichkeit entwickeln zb.

Es handelt sich bei dieser Antwort um eine für mich logische Ableitung - keine Garantie auf Richtigkeit. :)

die reaktion des tieres ist genauso wie beim menschen, in welchem umfang hängt natuerlch von dem tier ab, gehirnmasse, lebensumstaende, größe etc etc, also bei den tieren, die in deinem umfeld hund katze kuh, pferd kaninchen, selbst der kleine hamster dürfte das wohl sein. wir beachten das weniger weil die menschen sich kaum oder die mehrheit sich kaum um tiere kuemmern und daran denken, dass die auch ein seelenleben haben

Auch bei Menschen gibt es psychische Störungen, die maßgeblich von genetischen Einflüssen bestimmt sind. Warum sollte es bei Tieren anders sein?

Klar kann das passiren. Man erkennt es vielleicht nicht so gut wie bei Menschen, aber generel kann das Gehirn eines Tieres ähnliche bis gleiche Störungen und Krankheiten aufweisen wie das eines Menschen (je nach Tierart unterschiedlich in Form und Grad).

Es sind Inteligente Wesen. Sie merken sich sowas und lernen draus. Klar wird ihre Psyche auf die probe gestellt und sie ändern ihr verhalten!

wenn rudell-tiere zum haustier werden, ist das keine gewalt?

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