Können Spannungsspitzen oder sonstige Netzprobleme Glühbirnen schneller kaputt gehen lassen?

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7 Antworten

Herkömmliche Glühlampen (also Birnen mit Wendel) reagieren viel zu träge, als dass sie durch eine kurzfristige Spannungsspitze Schaden nehmen könnten. Generell gilt aber, dass jedes Einschalten die Birne belastet und ihre Lebensdauer verkürzt. Deswegen wird Theaterbeleuchtung grundsätzlich langsam hochgefahren. Ich konnte bei mir den gleichen Effekt bei Hochvolt-Halogenlampen empirisch feststellen: Geschaltet betrug die Lebensdauer etwa 2 Jahre - seit ich einen KNX-Dimmer drin habe, der beim Einschalten langsam die Spannung hochfährt, ist noch keine Lampe kaputtgegangen (8 Jahre).

Die Hersteller dimensionieren die Glühbirnen so, dass ihre Lebensdauer begrenzt ist. Man kann den Effekt aushebeln, in dem man eine stärkere Lampe kauft (sagen wir 100W statt 60W) und per Dimmer die Spannung soweit reduziert, dass man wieder die Leuchtstärke einer 60W-Birne erreicht. Diese Glühbirne wird dann sehr lange halten. Technisch wäre es möglich, Glühbirnen zu bauen, die fast ewig halten - aber welcher Hersteller würde das wollen.

Für sog. "Energiesparlampen" gilt das oben gesagte übrigens nicht - diese enthalten eine Elektronik zum Starten, die bei Spannungsspitzen durchaus gefährdet ist.

die netzspannung von 230 kann durchaus überschritten werden,bei photovoltaik in der nachbarschaft hab ich schon 249 gemessen,da macht die gute alte glühbirne schnell peng

Ja, aber die Hersteller bauen sie auch so das sie schnell kaputt gehen. Sie könnten 3mal länger halten. An den Fassungen liegt das nicht.

Je nach Fassung kommt es schnell zum Wärmestau. Alle 7°C Temperaturerhöhung halbiert sich die Lebensdauer. Wenn die temperaturtoleranz zu eng bemessen ist, kann das schon nach wenigen Stunden schief gehen.

Die Theorie habe ich auch mein Lieber. Glühbirnen rasseln bei mir in den letzten Jahren auch schneller durch als früher.

Man munkelt es ist Absicht.

"Enegiesparlampen" (die eh keine Energie sparen und eine schrecklich ungesunde Lichtfarbe haben) kommen mir nie ins Haus. Ehe vor diesem Herbst das ominöse "Verbot" in Kraft tritt bunker ich meinen ganzen Keller mir Glühbirnen zu ;-)

Nicht nur Glühbirnen bekommen Probleme, wenn es immer wieder Spannungsspitzen auf dem Netz gibt. Da hilft eine momentane Messung eigentlich nichts - wenn, dann muss man den Spannungsverlauf über einen längeren Zeitraum aufzeichnen.

Das passiert vor allem dort, wo große Stromverbraucher (Industrie etc.) angesiedelt sind.

Richtig kräftige Spikes, also Spannungsspitzen, können auch für alle elektronischen Geräte recht gefährlich werden.

Normale Glühlampen haben, selbst wenn die Fassung nicht mehr die beste ist, eigentlich genug Kontaktfläche - denn die Leistung ist ja nicht sonderlich hoch. Das gilt eigentlich auch für E-Lampen.

Dass es qualitative Unterschiede bei den E-Lampen (aber auch normalen Glühlampen) gibt, ist schon lange bekannt. Wobei allerdings auch die Markenhersteller oft schlecht abgeschnitten haben.

Eigentlich ist da keine Industie in der Nähe. Könne da trotzdem irgendwelche Reflektioen und Interferenzen auftreten?

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Kann ich mich deswegen an Netzbetreiber wenden? Können die das Messen und gegebenenfalls beheben? Oder muss ich selber einen Oberwellenfilter oder ähnliches einbauen?

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@roki3000

Das muss nicht Industrie sein - es langen auch normale, kleinere Betrieb, die hohe Lasten schalten. Vo allem, wenn eben das Netz nicht gerade stark ausgelegt ist.

Natürlich kannst Du Dich mal an den Versorger wenden und anfagen, woher das evtl. kommen kann.

Für elektronische Geräte empfehlen sich einfach Steckerleisten mit einem Überspannungsschutz. Vor allem eben am Rechner - was ja auch gleichzeitig ein guter Blitzscutz ist - denn auch da reicht es, wenn der irgend wo in der Nähe in die Stromversorgung kommt.

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Um es kurz zu fassen: Lange bevor die Glühlampen kaputt gehen, wird jedes Gerät mit einem Trafo versagen. Falls in der besagten Kneipe also die Musikanlage noch funktioniert, liegt es wohl kaum an Spannungsspitzen, sondern eher an preiswerten Glühlampen aus dem Reich der Mitte. Oder aber einfach daran, dass dort viele Glühlampen benutzt werden, die halten schließlich in der Regel nur 1000 Stunden.

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Glühlampen werden durch gealterte Kontakte oder ähnliches nicht beeinflußt, nur eine höhere Netzspannung oder mechanische Beeinflussungen, z. B. Schlag o.ä., könnte die lebensdauer beeinträchtigen. Eine schlechte Qualität ist natürlich eine andere Sache, die kann sicher viele Ursachen haben, Und auch die Haltbarkeit der Lampen beeinflussen.

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