Können Seepocken wirklich im menschlichen Körper leben?

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2 Antworten

Das ist wohl tatsächlich vorgekommen.

Die Larven der Seepocken leben frei im Wasser. Am Ende ihres Larvenstadiums können sich Seepocken mit einem Superkleber auf Steinen fast unablösbar festheften. Aber sie nehmen auch mal andere Lebewesen wie Muscheln und Krebse. Auch Wale und Robben müssen sich vor ihnen in acht nehmen.

Es ist also nicht so außergewöhnlich, daß sie sich auf einem Säugetier festsetzen.

Nun sind Menschen nicht so dauerhafte Wasserbewohner wie Wale. Aber wenn grade einer vorbei kommt, wenn so eine Larve seßhaft werden will ...
Da es also nicht vorgesehen ist, daß sich Mensch und Seepockenlarve begegnen, haben Menschen auch nicht wie Wale, eine Verteidigungsstrategie dagegen.

Der gute Mann hatte noch dazu eine frische Verletzung an der Hand, in der sich die Seepocken festsetzen konnten.
Eigentlich hätten sie austrocknen und sterben müssen, nachdem er an Land gegangen und getrocknet war. Da haben sie sich dann wohl an den Gewebsflüssigkeiten schadlos gehalten, deren Zusammensetzung der des Meerwassers recht ähnlich ist.

Ein sehr ungewöhnlicher Fall, aber nicht unmöglich, wie man sieht, wenn alle Zufälle zufällig zusammenfallen.

Die Berührung von erwachsenen Seepocken sind ungefährlich. Der Mann hatte Kontakt mit einer frei schwimmenden, siedlungswilligen Seepockenlarve.

Seespocken sind keine Krankheit, sondern kleine Ruderfußkrebse im Kalkgehäuse. Sie sitzen fest auf Steinen auf oder Kalkformationen wie Schneckenhäuser oder Panzer größerer Krebse auf. Sofern du kein Stein bist oder keine marine Lebensform mit Kalkgehäuse, kannst du dich nicht mit Seepocken infizieren.

Sofern du hier nicht selbst herumtrollst, bist du einem Prank aufgesessen.

Dunkleosteus 04.07.2017, 18:50

https://www.youtube.com/watch?v=MAKbESMe2f8

In diesem Video wird der Fall gezeigt. Ich habe das Video leider nur auf Englisch gefunden.

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chog77 04.07.2017, 19:13
@Dunkleosteus

Krasse Sache, das dürfte aber eine große Ausnahme sein. Der Reporter sagt, dass sich die Seepocke an der Sehnenscheide der Hand festsetzte. Dazu muss erst einmal eine offene Handverletzung gegeben sein, dann muss Kontakt zu Meerwasser gegeben sein, es muss Frühling sein, denn nur dann gibt es freie Seepockenlarven im Wasser. Die Wahrscheinlichkeit ist denkbar gering. Der erfahrene Handchirurg im Film sagte ja, dass er und seine Kollegen so etwas noch nie gesehen hatten.

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