Können Reiche und Normale Menschen auch Sachen bekommen die eigentlich für Arme gedacht sind?


20.02.2020, 18:13

Also damit mein ich jetzt nicht zb Wohngeld, hartz 4 und andere staatliche Unterstützung.


20.02.2020, 18:17

Klar vielen Leuten ist das peinlich, aber wenn es geht und man geizig ist und es einem egal ist. Wäre das doch eigentlich ein Guter Trick um als Reicher oder normaler Mensch geld zu sparen.

7 Antworten

die eigentlich für Arme gedacht sind?

Hier haben wir ein Definitionsproblem. Welche Waren und Dienstleistungen sind denn "eigentlich für Arme gedacht"?

Konkret zu Deinen Beispielen:

Alex

Jeder kann z.B. in Sozialkaufhäusern einkaufen. Aber soweit ich weiß, muss man schon seinen Leistungsbescheid vorzeigen, wenn man zur Tafel oder Kleiderkammer geht.

Ganz genau. Ich hatte dort mal mitgearbeitet.

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Natürlich nicht!

Diese Dinge sind nur möglich mit einem aktuellen ALG II Bescheid, einem Bescheid über den Erhalt der Grundsicherung oder einem entsprechenden Schreiben des Versorgungsamtes über Bedürftigkeit

So ganz natürlich ist das leider nun auch wieder nicht, weil man manchmal nicht möchte, dass diejenigen Bedürftigen - die sich schämen, diesen Schein zu beantragen oder schlicht nicht dazu imstande sind - nicht durch's Raster fallen, gibt es manchmal auch die Möglichkeit so an diese Dinge zu kommen.

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Das sind Leistungen, die für tatsächlich Bedürftige gedacht sind.

Sei froh, wenn du das nicht in Anspruch nehmen musst.

Teilweise ja. Gibt ja diese berühmte Anekdote von Bartels bzgl. des §5-Scheins das ihm, weil er in der EkStE mal ein Minus hatte, als größter privater Hamburger Immobilienbesitzer, ein §5 zudtaände,

Oder der Eigner von etwa 50 Taxen in einer Großstadt, der in der Eifel eine Villa hatte und als Stadtwohnung eine "Sozialwohnung".

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@Geschichte706

Nur wird wohl Bartels andere Konsequenzen gezogen haben, versteuerte er zukünftig unabhängig vom Ergebnis, min. ein Einkommen von 500.00o DM

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@Judith171

Das war viel einfacher, wer sich beim Finanzamt ins Minus rechnen kann, der zählte und zählt auch heute zu den "Berechtigten".

Von Schwarzgeldern reden wir erst gar nicht.

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@Judith171

Noch mal ganz langsam für Naive: Wer vom "Verlust" lebt, hat bessere Anrechte als ehrlich arbeitende und ehrlich Steuern zahlende Menschen.

Ein ganz persönliches Beispiel: Ich bekam im Studium zuerst nach Honnefer Modell ein Stipendium. Wurde dann umgestellt auf das neue Bafög. Die Höchstförderung betrug 1971 420 DM im Monat.

Wir waren 3 Personen, Student ickke, meine Frau, mein Ältester und mein Jüngster im Bauche meiner Frau. Dafür erhielt ich dann 391 DM, da meine Frau bis zur Geburt des 2. noch arbeiten ging (wie sonst hätten wir das Studium finanzieren sollen - lebten wegen der Mieten schon auf dem Dorf). Meine Frau hatte die zweitniedrigste Lohngruppe damals, reichte aber zum Runterrechnen.

Bei der Beantragung des Bafögs konnte ich alles zu dem Studenten vor mir mitbekommen. Diskretionslinien waren noch nicht in.

Die Eltern dieses Knaben hatten ein Elektrogeschäft in D., vier Kinder und lebten von 180.000 DM Verlust im Jahr. Natürlich bekam ihr alleinlebender Sohn die vollen 420 DM Stipendium.

"Solange Du das nicht belegen kannst, interessiert mich das nicht."

Und diese deine Aussage kennt mir dann am Selbigen vorbei.

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