Können "Psychopathen" auch an Depressionen erkranken?

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7 Antworten

Vorweg im Bezug auf den genannten Test: Von Selbstdiagnosen und selbst durchgeführten Tests sollte generell abgesehen werden. Diese haben grundsätzlich keine nennenswerte Aussagekraft. Bei einem psychischen Leiden, ist eine professionell durchgeführte Diagnostik notwendig, um das Krankheitsbild ausmachen zu können. 

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Prinzipiell ist das durchaus möglich. Robert Hare hat mit der PCL-R eine "diagnostische Grundlage" geschaffen, um die Psychopathie diagnostizieren zu können respektive eine Neigung zu dieser möglich zu machen. Erreicht werden können bei diesem Text maximal 40 Punkte. Eine Punktzahl von 30 Punkten beschreibt den "cutoff"-Wert - also ob der Test "positiv" oder "negativ" ausfällt.

Prinzipiell können also bestimmte Symptome gering oder auch gar nicht ausgeprägt sein - das könnte die betreffen, die prinzipiell einer Depression eher "im Weg stehen würden".

Beachtet man auch, dass die menschliche Psyche sehr komplex und stellenweise auch enorm widersprüchlich sein kann, ist eine Kombination aus eine Psychopathie und einer Depression durchaus denkbar und vermutlich, ohne einen konkreten Fall benennen zu können, auch schon aufgetreten.

Die Psychopathie stellt allerdings, da sie auch keine feste Diagnose darstellt, also beispielsweise nicht im ICD-10 und DSM-IV gelistet ist, eine besondere Herausforderung da, in ihrer Diagnostik und führt auch regelmäßig zu Diskussionen - insbesondere wenn es um Detailfragen geht. Mein Wissensstand reicht an der Stelle nicht aus, um dementsprechend eine fundierte Einschätzung abgeben zu können, inwiefern die Psychopathie komorbide Störungen begünstigt.

Empfehlenswert an der Stelle, um sich einen Überblick zu verschaffen, ist diese Präsentation:

http://www.rechtspsychologie-bdp.de/wp-content/uploads/vortraege3tag/Mueller.pdf

An der Stelle wird die Komplexität der Psychopathie auch nochmals deutlich gemacht.

An und für sich, halte ich jedoch, ohne einen Anspruch auf die Wahrheit zu erheben, eine Kombination der beiden Störungsbilder für durchaus möglich.

Liebe Grüße.

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Kommentar von Shindler
26.08.2016, 00:47

Wow, Psychologie studiert? 

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Psychopathie ist eine sehr ausgeprägte Form der antisozialen Persönlichkeitsstörung. Bei einem Psychopathen fehlen also Dinge wie das Verständnis für Gefühle und so weiter.

Ich denke kaum, dass ein Psychopath, wie er in der Theorie beschrieben wird, unter Depressionen leiden kann. Er versteht nicht, wie Emotionen sein sollen und kann sie deswegen nicht fühlen. Grob ausgedrückt. Er kann weder bereuen noch trauern oder mit fühlen.

In der Praxis sieht das aber, denke ich, weitaus anders aus. Es gibt keinen, oder vielleicht nur ein paar, absolute Psychopathen. Die meisten fühlen trotzdem irgendetwas, oder fühlen im Bezug auf etwas sehr bestimmtes etwas oder sehr, sehr viel. Psychopathen sind auch häufig sehr intelligente Menschen. Sie wissen wer und vor Allem was sie sind. Manche kann das zum Wahnsinn führen, denn etwas ihres Gewissens ist da. Ob sie dadurch depressiv werden können, kann ich mir schon vor stellen.

Das Thema ist jedoch viel zu weitläufig, um alles zu berücksichtigen und/oder aufzuschreiben. Es gibt sehr viele Aspekte die man beachten müsste um zu einem Schluss zu kommen.

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Psychopathen können auch an Depressionen erkranken,an Borderline oder bipolar werden. Und was es sonst noch für psyschiche Krankheiten gibt. Zumindest gehe ich stark davon aus. Immerhin gibt es auch Borderliner mit Depressionen. Ich find's immer schlimm,wenn es mit mehreren psyschichen Erkrankungen ein Zusammenspiel ist. Das ist für den Betroffenen bestimmt eine große Qual.

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es kommt ganz darauf an was man unter "Psychopathen" versteht.. Es sind doch auch nur Menschen die unter einer anderen Psychischenkrankheit leiden, die in unserer Gesellschaft als "Psychopathen" gelten. 

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Kommentar von Shindler
26.08.2016, 00:13

Ich finde nicht, dass sie an einer Krankheit leiden. Ich finde, dass was man unter "Psychopathie" versteht, ist eher eine Erkenntnis. Die Erkenntnis, dass das Wort "Menschlichkeit" richtig zu interpretieren. Ein Mensch dient seinen niederen Instinkten und Trieben. Ein "Psychopath" hat keine Probleme sich, dass einzugestehen. 

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
26.08.2016, 00:13

"Psychopath" ist die stärkste from der antisozialen Persönlichkeitsstörung & somit ganze das , was man darunter versteht.

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Ja - aber es wird wahrscheinlich nie als solche diagnostiziert, da keine Schuldgefühle & keine "ich-bin-nichts-Wert-Phasen" auftreten werden.
Jedoch kann jeder an "Melancholie" erkranken , außer die , die an Manie erkrankt sind , diejenigen  könnten bipolar werden.

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Das dürfte eher selten der Fall sein, skrupellos beispielsweise zu sein, ist nun mal etwas, was den Depressiven völlig abgeht.

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natürlich bzw. viele hatten es und das was sie jetz sind ist das Stadium danach

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