Können psychische Erkrankungen evolutionär erklärt werden?

7 Antworten

Evolutionär erklären bzw. einordnen kann man alles, auch psychische Defizite. Unsere Psyche ist so komplex, dass sie eben auch anfällig ist, anfällig für Schäden schon bei der Reproduktion und anfällig für Störungen und Krankheiten. 

Für Depressionen bin ich kein Fachmann. Es scheint 'echte' Depressionen zu geben, ganz schlimm, Leute die nichts mehr machen und auch nicht sprechen wollen, und es gibt Leute, die, warum auch immer, einfach nur nicht  besonders gut drauf sind. Erstere scheinen selten zu sein, den anderen begegnet man ständig.

Es ist nicht unsere Natur, immer glücklich zu sein und ja, das hat einen evolutionären Vorteil, einen sehr großen sogar. Wir sind gern unzufrieden mit dem, was wir haben, und streben nach Veränderung und Verbesserung.

Wer ist denn so wirklich glücklich und zufrieden? Na? Möchtest du mit dem etwas zu tun haben? Wie schätzt du dessen Beitrag zur Entwicklung unserer Gesellschaft ein?

Hallo!

Da gibt es immer wieder verschiedene Ansätze. Grundsätzlich erscheint es aber zweifelhaft, ob die Krankheit als solche evolutionären Vorteil hat, aber dies trifft ja auch auf praktisch alle Erkrankungen zu, deren evolutionären Sinn sich keiner als Frage stellt.

Es gilt aber, dass grundsätzliche - nicht krankhafte -  Zustände wie Depression, Dissoziation und wahnhaftes Erleben und ganz besonders Angst, evolutionär sehr sinnvoll sind.

Gerade bei Angst ist das denke ich selbst erklärend. Menschen ohne Angst sterben, bevor sie sich fortpflanzen können. Depression zwingt zu innerer Neuordnung und Anpassung an starke Veränderungen, hilft bei der Verarbeitung von schweren Erlebnissen usw. 

Insofern wird das Überschießen solcher Phänomene dann al Krankheit betrachtet. Daher enthalten die diagnostischen Kriterien ja auch Zeitvorgaben.

VG

Psychische Erkrankungen haben ja unterschiedlich Gründe. 

Manche bringen das genetisch mit und es gibt dann einen Auslöser: Umweltgifte, Stress (körpereigene "Gifte") usw. - Da könnte man überlegen, dass die Evolution selbst der Auslöser ist und eben das Gehirn so komplex ist, dass kleine Fehler in der Vererbung / in der Entwicklung zu Erkrankungen führen.

Manche sind als klare Reaktion auf die Umwelt (Zivilisation und ihre Erscheinungen) zurückzuführen. Das könnte evolutionär sein, also eine Reaktion, die uns dazu zwingt, nicht mehr teilzuhaben, uns zurückzuziehen und dadurch zu genesen. 

Das müsste man immer überprüfen. Aber ich bin da ganz Hobbypsychologe ;) wie der Rest hier auch. 

Keine Angst bin auch nur Hobbypsychologe und Hobbybiologe :D Ich fand die Frage einfach gerade interessant und wollte andere Meinungen hören.

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@VulpesInculta1

Ja, da überleg ich ab und zu auch rum :D 

Ich habe mir als Klolektüre eine popularwissenschaftliche Übersicht über Teilgebiete und Ansätze der Psychologie besorgt. 

Da kann man den intelektuellen Spaß treiben und die einzeln anwenden. Leider kommt man nicht sehr weit, bekommt aber einen guten Eindruck über die enorme Komplexität des menschlichen Wesens.

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