Können Proteine aus gekochtem/gebratenem Fleisch vom Körper benutzt werden?

9 Antworten

"Denaturiert" heißt doch nur, dass die Proteine sich "umfalten". Ein Muskel oder Enzym wird danach nicht mehr funktionieren, aber die enthaltenen Aminosäuren sind trotzdem noch drin. Da bei der Verdauung ohnehin alles in einzelne Aminosäuren zersägt wird ist es egal, ob die vorher denaturiert sind oder nicht. Werden eh neu zusammengesteckt.

Du hast es gnadenlos erfasst!

Seitdem der Mensch das Feuer kennt und nutzt, kann er Fleisch viel besser verwerten, es gibt durchaus die Meinung, das habe auch das Hirnwachstum gepusht.

Sprich: grade DURCH die Denaturierung der langen, schwer verdaulichen Eiweissmoleküle wurd Fleisch dem Menschen besser verwertbar.

Lernt man in Bio, wenn man wirklich zuhört.

Deine Frage ist erklärlich, denn gerade die Vertreiber diverser Proteinpräparate und Nahrungsergänzungsmittel reiten immer gerne darauf herum, dass ein Kraftsportler diese Supplements nur deswegen unbedingt benötigt, weil die Proteine in den herkömmlichen Lebensmitteln durch Kochen oder Braten angeblich "zerstört" würden.

Das ist aber dummes Zeug. Ein gekochtes Frühstücksei beinhaltet denanurierte Proteine, was aber nur bedeutet, dass diese Proteine nicht wieder in den Urzustand zurückversetzt werden können. Das gleiche gilt für ein Brathühnchen, aber dadurch werden besonders tierische Eiweiße für den menschlichen Organismus leichter verdaulich und besser nutzbar. Seit der Frühmensch vor rund 200.000 Jahren das Feuer zu nutzen gelernt hat, hat er auch das Braten und Kochen erfunden. Damit wurden Verdauungsvorgänge quasi "outgesourct" - und in der Folge wuchs unser Gehirn - um das Dreifache ! Wir wären heute nicht der moderne Homo Sapiens ohne gegartes tierisches Protein. - Denaturiertes Protein ! -

Guten Appetit weiterhin !

"und in der Folge wuchs unser Gehirn - um das Dreifache !"

Dann erkläre bitte nachvollziehbar, warum fleischfressende Tiere immer noch kleine Köpfe im Vergleich zu deren Körpergrösse haben, warum Menschen die viel Fleisch essen keine grössere Köpfe bekommen und warum das Rad und alles was danach kam NICHT von Löwen, Tiger oder Hyänen entdeckt wurde.

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@eppursimuove

Du bringst da ein bisschen viel durcheinander, so dass man überhaupt nicht weiß, wo man anfangen soll. Aber ich versuch es trotzdem:

"Raubtiere" kann man zunächst grundsätzlich nicht verallgemeinern oder über einen Kamm scheren, denn es gibt viel zuviele Arten, Unterarten und Gattungen. Denk nur mal an das Krokodil (Raubtier - aber Minigehirn in Walnussgröße und daher "doof wie eine Dachlatte") oder den Delphin (auch ein Raubtier, aber großes Gehirn, überaus intelligent, natürlich rein lebensraumbezogen. Die Erfindung des Rades würde ihm nichts nützen, doch gibt es Delphinpopulationen, die z.B. Schwämme gezielt als Werkzeuge verwenden). Das gleiche gilt auch für die Pflanzenfresser im Tierreich: Die griechische Landschildkröte säße in einer Schulklasse von Tieren ziemlich weit hinten - doof halt - so leid es mir auch tut. Der Graupapagei ist dagegen so clever, dass er nachgewiesenermaßen einem Unterricht für Erstklässler folgen könnte. Hat nix mit den Futtergewohnheiten zu tun.

Dann hätten wir noch die Allesfresser, also Bär, Ratte, Schwein, Pavian, Schimpanse und Bonobo (die gehen sogar richtig auf die Jagd) - und eben uns Menschen. W i r aber haben als einzige Art das Kochen und Garen erfunden - und damit wurde es richtig revolutionär: Der Kiefer durfte ein wenig schrumpfen, da gegarte Kost leichter zu kauen war, und damit wurde wieder mehr Platz fürs Gehirn frei. Das passierte auch nicht von heute auf morgen, eher im Verlauf von rund 150.000 Jahren. ein Zeitraum, den wir uns beide überhaupt nicht vorstellen können. Und die Evolution ist immer im Fluss, wer weiß? Vielleicht werden unsere Gehirne im Lauf der nächsten 200.000 Jahre auch wirklich weiter wachsen, aber auch diese Zeitspanne können wir nicht "greifen".

(Das Rad wurde übrigens in der "alten Welt" erfunden, war aber vor Columbus z.B. in Amerika unbekannt.) Hab ein schönes Wochenende !!

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