Können nur spezielle Psychiater Transsexuellen helfen?

4 Antworten

Hi RikaH,eine Anfrage an die zuständige Landesärztkammer nach niedergelassenen Ärzte mit zusätzlicher Ausbildung aus Sexualmedizin bzw.Psyxchiater,die sich mit Ausbildung an Transsexualität,welche eher männlich oder/und weiblich zusätzlich behaftet sind.Klinefelter-Syndrom fällt auch darunter.LG Sto

Klinefelter-Syndrom ist Intersexualität, Transsexualität hat damit überhaupt nichts zu tun. Transsexuelle Menschen sind körperlich, genetisch, hormonell und organisch eindeutigen Geschlechts (wenn man von der Gehirnanatomie einmal absieht). Lediglich die Geschlechtsidentität weicht vom Körperbau ganz massiv ab. Und verzeih mir, aber transsexuelle Menschen sind nicht "zusätzlich behaftet". Sie empfinden sich eindeutig als Mann oder Frau und wollen den Körper so gut es eben medizinisch geht und was die eigene Gesundheit und das finanzielle so hergibt, soweit wie möglich angleichen lassen. Dazu zählt auch die Genital-OP. Transsexuelle Menschen machen keine "halben Sachen", das sind dann wieder die Transgender, denen eine Teilangleichung ohne Genital-OP reicht.

LG transeltern

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Hallo Rika,

und wieder triefen hier sämtliche Postings nur so vor Unwissenheit. Ich versuche mich kurz zu fassen:

  1. Es gibt durchaus psychologische Krankheiten, die eine Pseudo-TS auslösen können, daher werden sämtliche mögliche psychischen Krankheiten im Vorfeld abgeklopft. Mittels Differentialdiagnose per Ausschlußverfahren. - Transsexualität ansich ist nicht diagnostizierbar, es ist erstmal nur eine Selbstdiagnose. Erst wenn alles andere nicht existent ist und es absolut klar ist, daß Du ansonsten klar im Kopf bist, Dir nichts vormachst und Deine Vorstellungen kompatibel mit der Realität sind, erst dann kommt die Diagnose F 64.0 Transsexualität.

  2. Es kann Dich ein Psychiater oder ein Psychotherapeut behandeln. Das ist völlig egal, wichtig ist, daß sich beide mit TS auskennen.

  3. Es gibt KEINE Hormonindikation. Die Fachleute wissen zwar was Du damit meinst, aber streich diese Vokabel sofort aus Deinem Kopf (Transsexualität ist nachwievor medizinisch nicht nachweisbar, wenn man von den Indizien in der Gehirnanatomie einmal absieht, aber die werden bisher nicht als Beweis anerkannt). Denn Indikation heißt, daß etwas verschrieben wird, weil etwas krank ist, da der Körper ansich aber medizinisch gesund ist, gibt es auch keine medizinische Indikation für Hormone. - Der Weg sieht hier folgendermaßen aus: Du gehst zum Therapeuten, wenn ihr euch beide weiterhin sicher seid (siehe Punkt 1) schreibt er eine psychologische Stellungnahme (nicht Gutachten, bitte nicht verwechseln!) für den Endokrinologen, der Dich behandeln soll. Ein kleiner Zweizeiler sowie ggf. ein Anruf vom Therapeuten an den Endo reicht da völlig aus. Wird immer viel zu viel Brimborium um die ganze Angelegenheit gemacht.

  4. Die Hormone niemals (!!!) bei der Krankenkasse beantragen, schürt nur unnötig Ärger. Hormone werden vom Endo ganz normal auf Kassenrezept verschrieben und gut ist.

Wir haben auf trans-eltern.de eine umfangreiche Adressliste. Gucke mal in der Navigation dort unter "Wichtig" und klicke dann weiter. Ist alles logisch und intuitiv sortiert. Schau Dir auch mal "TS-Weg in der Übersicht" an. Wir haben auch ein Forum wo Du Dich mit gleichgesinnten austauschen kannst. Vielleicht sehen wir uns ja dort. Haben schon einige den Weg von hier zu uns gefunden. :-)

Viel Glück transeltern

Danke für die Antwort!

  1. Das macht Sinn. Gerade weil die meisten der Dinge die mit einer Umwandlung verbunden sind unwiderrufbar sind. Da darf man keine Fehler machen und nichts voreilig starten.

  2. Oh okay. Das ist schon die ganze Zeit etwas, was mich verwirrt. Ich hatte angenommen, dass es viel einfacher sei, herauszufinden an wen man sich wenden soll. Mein nächster geplanter Schritt ist es, eine Selbsthilfegruppe danach zu fragen, welche Psychiater/Psychotherapeuten geeignet sind für mich.

  3. Oh. Mir hatte jemand anderes was von Indikationen erzählt, deshalb dachte ich das sei vielleicht das Wort dafür. Okay, das macht mehr Sinn. Der Psychotherapeut untersucht den mentalen Stand des Patienten und der Endokrinologe folgt dann gegebenenfalls dem Rat des Therapeuten. Macht Sinn!

  4. Das ist okay. Um ehrlich zu sein, ich rechne zur Zeit immer noch damit, die Hormone komplett aus eigener Tasche zu bezahlen. Allein schon aus dem Grund, weil ich mich so wenig mit all diesen Dingen auskenne. Da geh ich lieber davon aus, alles bezahlen zu müssen, statt mich darauf zu freuen, alles kostenlos über die Krankenkasse zu bekommen oder so, und dann die schlechte Nachricht zu bekommen, selbst mit bezahlen zu müssen. Finanziell wäre es für mich kein Problem, die Hormone selbst zu bezahlen. Danke für den Rat! Ich werde meine Krankenkasse nicht involvieren.

Ich hab gerade mal einen Blick auf trans-eltern.de geworfen. Sind die Psychotherapeuten/Psychologen/Psychiater, die auf der Seite gelistet sind, alle wirklich Personen, die sich mit dem Thema Transsexualität auskennen? Weil das natürlich unglaublich toll wäre! Eine meiner größten Sorgen ist nämlich, jahrelang nach einem geeigneten Psychotherapeuten suchen zu müssen (mehrere Probetermine über Monate machen zu müssen, nur um rauszufinden, dass die Person nicht daran interessiert ist, eine Transsexuelle Person zu therapieren, und so was), bevor ich jemanden finde der geeignet ist.

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@RikaH

Wenn Du die offizielle Diagnose F 64.0 (so steht es im ICD) durch einen Therapeuten bekommen hast, dann sind die Kassen dazu verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Und trotzdem bzgl. Hormone -> Klappe halten!!!

Die ergebnisoffene Psychotherapie wird eh von der Kasse bezahlt.

Wobei privat versichert läuft da vieles anders und auch leichter.

Adressliste: Denk doch mal logisch! Wir sind eine Seite zum Thema Transsexualität, was also bitte haben Therapeuten in der Liste zu suchen, die sich mit TS nicht auskennen? Nichts! Du machst Dir echt einen viel zu großen Kopf. Du kannst guten TS-Seiten da mal ruhig vertrauen. Wobei, natürlich muß auch die Chemie stimmen, nicht jeder TS kann mit jedem Therapeuten.

Wenn Du ein gutes finanzielles Polster hast, so ist das in Sachen TS niemals verkehrt. Mehr dazu in unserem Forum. :-)

LG transeltern

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@transeltern

Ja, entschuldige. Ich tendiere dazu, mir ziemlich viele Gedanken zu machen. Ich bin die Sorte von Person, die sich immer viele Sorgen um sachen macht und gerne Gewissheit hat. Ein kleiner Persönlichkeitsmakel von mir. =) Ich werde morgen mal die Therapeuten in meiner Nähe anrufen. Danke nochmal für die Tips, Informationen und den Link!

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Hallo, Eigentlich solltest du zu für genau sowas einen psychotheraupten gehn oder Sexuologie , aber wenn die zu weit sind kannst du ja mal bei den anderen mal nach fragen vielleicht kennen die sich auch damit aus und hast Glück musst nicht so weit fahren , viel Glück noch

Vielen Dank!

Ich hab bei anderen Stellen zusätzlich nachgefragt, und du hast Recht! Ich dachte man müsste sich an Psychiater richten, da die ja die Fähigkeit haben, Medikamente auszustellen. Aber in Wirklichkeit soll man sich an Psychotherapeuten richten, da die therapeutisch helfen können, und einem dann gegebenenfalls nach einer Weile eine Indikation ausstellen können, damit man Medikamente bekommt. Danke vielmals für die Antwort!

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Termin beim Psychiater - Cannabis?

Abend c:

Bitte zu Ende lesen, bevor Steine geworfen werden :)

Ich habe nächste Woche einen Termin bei meiner Psychiaterin. Mir ging es in den letzten Monaten richtig mies. Hatte starke Schlafstörungen, meine Angststörung wurde wieder so stark, dass ich nicht einkaufen "kann" und ich habe mittlerweile alle sozialen Kontakte abgebrochen. Meine Angst vor Menschen hat mittlerweile einen erschreckenden Ausmaß angenommen und ich habe wieder mit der Selbstverletzung angefangen.

Ich bin seit längerem deswegen auch in (medikamentöser) Behandlung und beziehe Erwerbsunfähigkeitsrente. Mir fehlt leider der Mut, mich dem ganzem zu stellen. Habe einfach Angst vor dem Leben.

Wie auch immer; Ich habe Medikamente bekommen, welche mir jedoch nicht wirklich geholfen hatten. Ich hatte geschlafen - aber 15 Stunden durch und war danach immer noch platt. Meine Stimmung wurde nicht besser und ich musste sie nach paar Wochen höher dosieren, bis diese dann gewechselt wurden. Mittlerweile habe ich 17 verschiedene Antidepressiva, Neuroleptika und Antiepileptika durch.

Ich bin auf Cannabis gestoßen, welches ich von meinem Exfreund kannte, jedoch nie konsumiert habe-sah darin einfach keinen Sinn, jedoch ging es mir damals auch noch gut. Mittlerweile konsumiere ich "regelmäßig" und bereue es nicht. Im Allgemeinem geht es mir besser. Habe keine depressiven "Löcher" in die ich falle, sondern kann mich wieder an kleinen Dingen erfreuen. Mein Drang zur Selbstverletzung ist so ziemlich weg (mittlerweile schon fast 10 Wochen her) und ich kann relativ gut einschlafen. ich bin zumindest nicht in Gedanken vertieft oder "aufgekratzt" wie ich es sonst war. Was für mich auch super ist; Am nächsten Tag hab ich nicht diesen "Kopf" wie den von Tabletten und bin auch nicht so maßlos unkonzentriert.

Ich hab nächste Woche den Termin bei meiner Psychiaterin und ich werde ihr auf die "Wie hast du die letzten Monate verbracht"-Frage ehrlich antworten. Nur bin ich mir unsicher..Ich möchte es nicht verteidigen, aber ihr mitteilen, dass es mir damit ganz gut geht. Doch wie sehen Psychiater das und könnte irgendwas auf mich zukommen, wenn ich ihr das so erzähle?

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Danke schon mal jetzt für die Antworten.

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