Können Menschen mit Borderline nur in Extreme unterscheiden und kennen keine Grauzone?

6 Antworten

Ich kann nur für mich sprechen, denn Borderliner ist nicht gleich Borderliner. 

Man kommt sich meistens unnormal und minderwertig vor. Man wartet mehr oder weniger nur darauf, dass es die Anderen auch bemerken und sich dann über einen lustig machen oder abwerten. Da der Drang perfekt zu sein sehr groß ist, sind schon Kleinigkeiten ein Weltuntergang. Und ich sage bewusst "Weltuntergang", um zu verdeutlichen wie stark dieses Gefühl dann ist. Es ist für andere natürlich schwer nachvollziehbar, da es sich wirklich sofort absolut "extrem" anfühlt ohne Steigerung. Man fühlt sich ertappt und "nackt" und dadurch kommen Gefühle wie Angst oder Verzweiflung hoch. Und leider sieht man dann meistens als einzigen Ausweg Aggression. Das ist nichts anderes als ein Hilfeschrei. Allerdings gibt es auch keine richtige Reaktion auf dieses Verhalten, da Hilfe annehmen sehr schwer ist, weil man glaubt das nicht verdient zu haben. Und gut fühlt man sich auch nicht dabei, man hat auch starke Schuldgefühle, auch wenn man das nach Außen hin nicht immer richtig zeigen kann. 

Man kann natürlich lernen damit umzugehen, aber sich dem Problem zu stellen kostet viel Kraft, Geduld und Mut. Deswegen kann es Jahre dauern. 

Du tust so, als ob Menschen mit Borderline Persönlichkeitsstörung nur zwei Farben sehen können.

Es gibt nicht nur schwarz und weiss, für niemanden.
Diese Menschen tendieren nur dazu, alles ins extreme zu ziehen - und auch das ist eine grobe, ungenaue Aussage.

Davon abgesehn unterscheiden sich auch Menschen die mit Borderline diagnostiziert wurden voneinander.

Grüsse,
Payforia

Ich tu nicht so als ob, dass ist die logische Konsequenz daraus, um überhaupt Borderline diagnostizieren zu können. 

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@ArtColor

Eine Tendenz ist nicht gleich ein starres Verhaltensmuster.

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@payforia

Das Schwarz-Weiß-Denken welches hier angesprochen wird, ist jedoch Typisch für eine Borderlinestörung. Sicherlich haben nicht alle die unter dieser Krankheit leiden eine ausgeprägte Neigung zu diesem Denkschema, jedoch gibt es Persönlichkeiten, bei denen es eben nicht nur die Tendenz gibt sondern wirklich ein reines Entweder-Oder denken Stattfindet. Dies entspricht dann einem starren Verhaltensmuster.

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Wenn es allein um mangelnde Impulskontrolle ginge, dann könnte ein solcher Mensch recht leicht wieder auf den Teppich kommen und mit mehr oder minder Abstand von seiner Impulsreaktion Abstand nehmen. (Siehe: skogen + Komm. ArtColor) Ginge es nur um die erste Reaktion, um angestaute Gefühle, nur um mangelhafte Selbstkontrolle, dann käme es ja nicht vor, dass Borderliner dauerhaft als Reaktion auf Geschehnisse, Verhalten, Personen aus einem bestimmten Muster nicht herauskommen, OBWOHL für Außenstehende alles dafürspricht, dass die Reaktion nicht angemessen sei, weil jemand anders offensichtlich nicht gemeint oder nicht beabsichtigt hatte, was der Borderliner darin sieht.

Ebenso ist es entweder bodenloser Unsinn oder aber böser Zynismus, dass es nur gute oder böse Menschen gäbe (siehe KnifeParty3) – aber keine Graustufen. Denn leicht kann, was für den einen gut oder für eine bestimmte Gruppe gut ist, anderen als böse, benachteiligend, feindlich erscheinen.

Aber zu Deiner Frage: Warum tun Menschen mit Borderline das?

Weil sie regelmäßig bereits früh damit aufgewachsen sind, dass sie in ihren natürlichsten Grundbedürfnissen nicht nur in Frage gestellt, sondern sogar bedroht werden. Diese primären Grundbedürfnisse sind: Nahrung, Wärme, Schutz. Wenn ein Erwachsener Mensch von seinen eigenen Bedürfnissen auf die des Säuglings schließt – und ihm entsprechend auch (fast) nur diese zubilligt, dann wird der Säugling in seiner Existenz, in seinem Leben bedroht. Denn instinktiv WEISS der Säugling, dass er sich selbst weder Nahrung, noch Wärme noch Schutz verschaffen kann!

Auch muss man im Fokus die pränatale Phase haben: Eine grundlegend ablehnende Haltung ihrem Kind gegenüber, wirkt sich nachteilig auf die Prägungen im Gehirn des Kindes aus, obgleich ein aktives Handeln der Mutter dem Fötus gegenüber niemals stattfindet oder etwaig nur in einem einmaligen (und missglückten) Versuch stattgefunden hat, den Fötus abzutreiben. Eine grundsätzlich abwehrende Haltung der Mutter gegenüber ihrem Fötus hat mehr oder minder fatale Folgen für den Menschen, der da wird.

Ob nun aufgrund negativer vorgeburtlicher Erfahrungen oder erst solcher ab der Geburt: Leicht prägt sich in das Gehirn ein, dass jeglicher Angriff, jede Zurückweisung, jegliche Infragestellung schon ein persönlicher Angriff sei. Da wird das Schema der Lebensbedrohung und somit das Reaktionsmuster des bloßen Überlebenskampfes aufgerufen! Das ist das fatale Grundmuster, mit dem (erst einmal) alle Graustufen weggewischt sind.

Was der Erwachsene Mensch später daraus macht, ist ganz stark abhängig von seinem Grundcharakter (also dem, unabhängig von seiner Borderline-Beeinträchtigung!), somit vor allem von seinem Bestreben und seiner Fähigkeit, wenn nicht spontan, so aber mit (mehr oder minder) Abstand die Dinge und Geschehnisse noch einmal zu betrachten… Natürlich (siehe payforia) gibt es auch für „den“ Borderliner Graustufen und Farben.

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