Können meine Eltern mich zu einer Therapie zwingen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Man kann bei tiefen Schnitten dich zu einer Versorgung zwingen. Der Arzt kann dich gegen deinen Willen auch vorübergehend stationär aufnehmen.. dann würdest du erstmal auf eine geschlossenen Station kommen.

Aber zu Therapie zwingen.. ich denke nicht. Man kann für dich eine planen, alles organisieren, dich die ersten Male auch hinbringen usw., aber ich denke kein Therapeut macht das mit. Denn eine Therapie gegen deinen Willen macht keinen Sinn. Und warum sollte sich der Therapeut stundenlang mit dir befassen, wenn du nicht willst, während Leute die dringend eine Therapie machen wollen, auf einen Platz lange warten? Diese Leute sind ja auch bereit sich helfen zu lassen.

Du wirst vielleicht ein paar Mal hingehen müssen, aber dann wird dein Therapeut das beenden.. und dann auch deinen Elern mitteilen warum es keine weitere Behandlung geben wird.

Zu einer Therapie kann man letztlich keinen zwingen, zumindest nicht wenn es sich um eine Psychotherapie handelt. Allerdings hat Psychotherapie schon vielen Menschen geholfen. Daher ist es vielleicht nicht immer sinnvoll sich dagegen zu sperren. Selbstverständlich kann das nur Deine Entscheidung sein. Wenn dich Deine Eltern in eine psychotherapeutische Sitzung brächten, kann ja noch immer niemand Deine Mitarbeit erzwingen. Wenn du schweigst, kann ja keiner dagegen etwas tun. Also kann Dir doch gar nichts passieren, wenn Deine Eltern Dich zum Psychologen bringen. Außerdem würde der Psychologe gar nicht zulassen, dass Deine Eltern bei der Sitzung dabei sind, wenn du das nicht möchtest.

Ja schon, bringt aber nur was, wenn du mitarbeitest. Sehr oft hört die Angst vor Therapie auf, wenn man sowas mal gemacht hat. Dort wird man nämlich zu nichts gezwungen und hat jemanden, der bedingungslos auf deiner Seite steht. Irgendwann merkt man, dass es gut tut und alle Angst nur Vorurteile waren.

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