Können Leute es für unhöflich empfinden, wenn man ihnen nicht in die Augen sieht und woanders hin, wenn ja warum?

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7 Antworten

Weißt Du, was ich noch mehr hasse? Wenn mir mein Gegenüber das ganze Gespräch (eher sein Monolog) über ins Gesicht starrt und nie mit den Augen blinkt! Solche Menschen hasse ich! Der will nur seine Macht demonstrieren.

Diese Art Körpersprache - sich in die Augen schauen bei einem Gespräch - ist sehr komplex. Man muss es regelrecht lernen, was man mit welchem Blick aussagen will. Und wenn mein Gegenüber mich nicht angucken kann, weil ihm die Schamesröte ins Gesicht steigt, dann ist das doch nicht schlimm, sondern macht ihn menschlich.

Ich selbst schaue oft in Zimmerecken, wenn ich etwas erzähle, weil ich mich konzentriere. Wenn mein Gegenüber das irritierend findet, hat DER ein Problem damit - nicht ich. Höflichkeit kann ich auch anders ausdrücken.

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Kommentar von Wurzelstock
03.07.2016, 14:30

Du hast recht, AriZona, es muss erlernt werden, denn es ist ein erlernter Reflex. Das ändert aber nichts an seiner sozialen Funktion, die Du ja auch ziemlich zutreffend beschreibst. Grundsätzlich wird das Kreuzen des Blicks vermieden, bzw. auf einen "Augenblick" beschränkt - sonst kracht es. (Auf die eine, oder auf die andere Art :-)

Wir haben das mit den Primaten gemeinsam. Auch bei anderen Tierarten gibt es diesen Unterwerfungsreflex. Bei anderen Tierarten wiederum ist er durch andere Kinesik installiert, z.B. bei Pferden: Die nicken tief mit dem Kopf, wenn sie sich im Gelände begegnen - sie "begrüßen" sich. Immer.

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Kommt auf den Kulturkreis an in anderen Ländern kann es sogar unhöflich sein jemanden in die Augen zu sehen .Dort (ich glaube z.B. in Japan) ein Zeichen von zurückhaltender Demut, es nicht zu tun .

Einem nicht in die Augen sehen können ist in Deutschland eher ein Zeichen von tiefer Unsicherheit (Für mich ist es sogar ein Zeichen von schlechter Erziehung.)

Wenn einem z.B. die Polizei befragt - vielleicht sogar von schlechtem Gewissen - etwas auf dem Kerbholz zu haben. 

Warum auch, was hat man zu verlieren ? 

Schau mir in die Augen Kleines.

Der Blick in die Augen ist ein Blick in die Seele des Gegenüber .

Unhöflich ist lediglich "schlechtes im Schilde zu führen" - Unaufrichtig zu sein - auf diesen Gedanken könnte der Gegenüber kommen wenn man es nicht tut.......

Also, was hast Du zu verbergen schau den Menschen in die Augen, dort gibt es vielleicht viel zu entdecken - wer weiß was Du die ganze Zeit versäumt hast .

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Kommentar von Wurzelstock
02.07.2016, 22:09

Das ist ein Kuhflattich, Huflattich :-)

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Uiii das kenne ich nur zu gut. Ich hasse es schon fast Leuten in die Augen zu schauen. Ich empfinde das als sehr unangenehm. Ich habe wenige Leute, meistens Lehrer, bisher getroffen die das als unhöflich ansehen. Viel eher denken die Leute, dass man das Gespräch als unangenehm empfindet oder wenig Interesse an der Person hat

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Ja auf jeden Fall. Weil Augenkontakt sehr wichtig bei einem Gespräch ist. So zeigst du deinem Gegenüber Interesse und Respekt. :) 

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Kommentar von Wurzelstock
03.07.2016, 14:39

Sofern Du die kurze Vergewisserung meinst, hast Du Recht. Interesse drückt sich aber durch den Blick auf den Mund des Sprechenden aus.

Überprüfe es mal: Sieh einmal jemandem in die Augen, während er spricht. Entweder verstehst Du ihn garnicht, oder weißt anschließend nicht, was er gesagt hat.

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》Die Augen sind die Spiegel der Seele.《

Wer es nicht schafft, seinem Gegenüber in die Augen zu schauen, hat wohlmöglich etwas zu verbergen oder ist unehrlich. 

LG

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Kommentar von Wurzelstock
02.07.2016, 21:31

Im Gegenteil!

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Deine Frage ist nicht ganz klar. Dennoch ein Erklärungsversuch:

Sowohl die Augenbewegung als auch der Lidschlag während eines Dialogs ist ein sozialer Reflex, und als solcher Teil der nonverbalen Äußerung.

Der Blick des Zuhörers ruht grundsätzlich auf dem Mund des Sprechers.

Der Blick des Sprechers ist freier beweglich und ruht hauptsächlich auf den gesenkten Augen des Zuhörers. Auf diese Weise prüft er die Aufmerksamkeit des Zuhörenden.

Der Zuhörer hebt den Blick zu den Augen des Sprechers als Zeichen der Bestätigung, des Einspruchs, oder in der Absicht, selbst zu sprechen. In diesem Moment senkt der Sprecher den Blick. Senkt er ihn nicht, muss der Zuhörer ihn wieder senken.

Kreuzen sich die Blicke ohne dass einer die Augen senkt, ist dies entweder ein Signal der Aggression oder der Verständigung. Zu letzterem gehört auch der sogenannte Kopulationsblick zwischen potenziellen Geschlechtspartnern. (Bekannt geworden durch "Casablanca": "Ich schau dir in deie Augen Kleines.")

Die Aufforderung: "Schau mir in die Augen", oder die Feststellung: "Du kannst mir ja nicht in die Augen schauen" sind Irreführungen, mit der ein Gegenüber psychisch gefügig gemacht, werden sollen.

Mit einem starr auf die Augen des Gegenübers fixierten Blick kann dieser "in Schach" gehalten werden. Er wird dadurch gezwungen, den eigenen Blick gesenkt zu halten, sofern er nicht geübt hat, seinen sozialen Reflex zu durchbrechen.

Dieses Fixieren wird nicht gerade selten unterstützt durch Unterdrückung des Lidschlags. Dies und die Kombination mit einem der oben genannten Sätzen wird zur nachhaltigen Demütigung benutzt.

Das Verhalten, das in den letzten drei Abschnitte beschrieben ist,  widerspricht dem natürlichen Sozialverhalten. Es hat die soziale Unterwerfung zum Ziel.

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Kommentar von Huflattich
03.07.2016, 11:04

Seinem Gegenüber In die Augen zu schauen, hat mit "Unterwerfung, Unterdrückung" etc. (mMn (ohnehin) nichts zu tun.

Dennoch auch wenn es sich ach so schlüssig liest - alles pseudowissenschaftliche Interpretation....... 

googlen hilft.


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Kommt auf den Kulturkreis an.

Bei uns, in Europa, in Deutschland, ist es unhöflich, ja!

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