können hunde gerührt sein?

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10 Antworten

Dein Basker spricht in dem Moment mit Dir und sagt ganz deutlich, dass er dieses "dominierende "Brutpflegeverhalten" oder auch "schmeicheldes Welpenverhalten" (das muesste man sehen) von Dir wohlwollend duldet...

Ja, das seltsame unhundliche Verhalten macht Hunde sozusagen "verlegen" Wenn du nun ein Hund waerst würde dir dieses Verhalten sagen: "ja, ist ja schon gut"

Hundesprache ist etwas sehr interessantes.

Dein Basker wendet Blick und Kopf ab, er deutet übertriebenes Gähnen an - so dass es wirklich übertrieben wirkt und wirken soll. Es erinnert mich also mehr an das Verhalten eines souveränen Althundes gegenüber einem "liebevoll aufdringlichen Welpen"

Das Buch von Turid Rugaas "Calming signals" ist sehr hilfreich versteckte Signale im Hundisch zu erkennen. Der Uebersetzer: "Deutsch- Hund, Hund-Deutsch" von M. Ruetter ist eher eine Grobübersetzung - aber für erfahrene Hundefreaks Quell des Lachens...

Auch empfehlen möchte ich Dir:

"Ein Jahr im Leben einer Hundefamilie" von Eberhard Trumler

...sowie alle seiner guten Bücher. Schade, dass er nicht mehr unter uns weilt - hätte zu gerne auch Videos von diesem Verhaltensforscher, der Hunde und Pferde studierte.

Du findest auch viel darüber bei "Dorit Feddersen-Petersen" das dann hoch wissenschaftlich auch und nicht ganz sooo einfach aufbereitet.

Aber: Das Meiste lernst du dann beim ruhigen Beobachten - wenn Hunde mit Hunden und Hunde mit Menschen ihre Sprache im Umgang zeigen.

Man muss es nur richtig einordnen und interpretieren. Viele Knuddels noch weiter...an deinen Basker ;o)))

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Kommentar von taigafee
25.03.2012, 10:31

ich muss lachen,... wohlwollend geduldet, das trifft´s glaub ich ganz gut.

er gähnt nicht, sondern macht schnell den mund ca. 1cm auf und zu. den kopf wendet er nicht ab. nur in dieser speziellen situation benimmt er sich so. daher habe ich es nicht mit den üblichen verlegenheitsgesten in verbindung gebracht.

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Hallo - ich glaube schon, daß das eine Art von Rührung ist. Eigentlich liegt das ja nicht in der Natur des Hundes und deshalb wirkt es auch ein wenig unsicher. Dieses immer von oben nach unten schauen.... süß. Unserer macht das auch manchmal. Allerdings ist es ihm peinlich, weil er ja ein ganzer Kerl ist (Westie halt) und danach verhält er sich dann fast schon wieder autistisch ;-) Mit Vermenschlichung hat das doch nichts zu tun, wenn Du ihne zärtlich anschaust und ihm über den Kopf streichelst - er lebt bei Dir und ist sicher ein ganz prima Gefährte.

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Kommentar von taigafee
25.03.2012, 08:54

mit menschlich meinte ich nur die interpretation, nicht meine handlung :-). danke für deine antwort!

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Das das Gähnen eines Hundes ein Beschwichtigungssignal darstellt und die Vermeidung des direkten Augenkontaktes ebenso ist ja nun erwiesen. Somit denke ich eher das dem Basker die Situation in welchen du ihn da bringst sehr unangenehm ist und er diese Zärtlichkeiten absolut nicht einordnen kann.

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Kommentar von taigafee
25.03.2012, 09:58

gähnen tut er nicht. es ist so ein kurzes und leichtes hintereinander auf und zumachen des mundes. aber es kann gut sein, dass er nicht versteht, was das soll.

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Ich denke dazu kann ich auch was beitragen. :)

Meine Maus ist ja eine absolute Schmusekatze (Hund, Katze, Maus - hihi) - einen Hund, der derart auf Berührung steht und genießt, habe ich vorher wirklich nie erlebt. Ich kann mich noch an den Anfang erinnern als wir sie geholt haben, da hat sie sich eigentlich für mein Verständnis "normal" verhalten: Kontaktliegen gerne, aber spätestens nach einer halben Stunde hatte sie genug und vor allem mochte sie es nicht sonderlich direkt angestarrt zu werden und zeigte Beschwichtigungsverhalten.

Mittlerweile fordert sie ihre Streicheleinheiten nicht nur ein - Wenn man sie lassen würde, könnte sie stundenlang auf einem liegen und schmusen und vor allem mag sie es im Gesicht gestreichelt zu werden und blickt einem dabei total entspannt entgegen wie ich es noch von keinem Hund erlebt habe. Sie mag es vor allem wenn ich ihr über den Rücken der Schnauze zwischen den Augen die Stirn hoch streiche. Sie mag es an der Schnauze und vor allem an den Ohren gekrault zu werden und zwischendurch schleckt und knabbert sie einem an den Fingern, bis sie einschläft.

Ich würde mal generell sagen: Hunde erkennen Zuneigung und können diese definitiv genießen und erwidern (was ja an sich auch schon eine Leistung ist) - als Rührung würde ich das aber nicht unbedingt beschreiben. Dafür müsste der Hund über einen "Gefühlshorizont" verfügen, den ich ihm dann doch nicht zuschreiben würde..

P.S. Ich kann ja nicht sehen was Basker macht, aber dieses "Maul auf und zu machen" kenne ich von meiner Madame in der Form, wenn sie Zuneigung einfordert. Ich muss dabei ehrlich gesagt immer ein bisschen an nen Orang Utan denken: Sie schiebt die Lippen vor, macht das Maul auf und zu und gibt dabei ein Geräusch von sich das irgendwo zwischen Jammern, Grummeln und Wuffen liegt.

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Kommentar von taigafee
25.03.2012, 10:56

nein einfordern tut basker es nicht. aber ich habe nicht den eindruck, dass es ihm unangenehm ist. das knabbern an den fingern macht er allerdings auch, wenn ich ihn lasse.

danke für die nette beschreibung.

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Hmm... Man müßte es sehen! Bei meinem habe ich allerdings beobachtet, dass er es nicht sonderlich schätzt, auf dem Kopf berührt zu werden, er beginnt dann zu gähnen - und das ist ja wohl ein Zeichen der Beschwichtigung, wenn mich nicht alles täuscht... Und nein: ich denke nicht, dass Hunde gerührt sein können... Geführt schon, aber gerührt?! Nee... :)

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Kommentar von aurata
25.03.2012, 09:54

Hauptsache, er wird nicht geschüttelt! Und wenn der Hund groß ist, ist es mit dem Rühren ohnehin nicht so einfach ;-)

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Kommentar von YarlungTsangpo
29.03.2012, 17:44

Hunde - vor allem Hütehunde, Schäferhunde und Herdenschutzhunde wollen sehen und hören können... Solchen ist das Streicheln über den Kopf nicht selten unangenehm - weil sie dabei ihrer Radarantennen und Sinnesorgane kurz verlieren - es ist also nicht nur das "sich dominiert fühlen" sondern der Zustand wachender Kontrolle soll bald wieder erreicht werden.

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Schon mal gut, dass du eigentlich da nichts vermenschlichen willst, damit tut man Hunden auch nicht unbedingt einen Gefallen.

Ich nehme mal an, er fühlt sich einfach wohl, das zeigt jeder Hund ein wenig anders.

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ich denke schon, das sie sich freun aber nicht wissen wie sie in dem moment reagerien sollen.

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Ein guter Hund geniesst und schweigt.

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Auch Hunde können Gefühle zeigen.

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Klar haben Tiere auch Gefühle.

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Kommentar von taigafee
25.03.2012, 08:28

das ist klar, nur deuten wir sie oft zu sehr mit menschlichen maßstäben. die verhaltensforschung hat vieles ans licht gebracht, was lange falsch interpretiert wurde.

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