Können Feiertage diskriminierend wirken?

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Hierzu gab es bereits schon höchstrichterliche Kommentare. Es handelt sich hier nicht um Diskriminierungen. Allgemeine, nicht religiöse Feiertage gelten für alle. Der Muttertag, z.B. wurde auf einen Sonntag gelegt, weil ein extra Wochentag hier eine Bevorrechtigung darstellen würde, denn diesen gibt es schon seit 1907, der Vatertag existierte seinerzeit noch gar nicht.

Bei den von Dir angesprochenen Feiertagen handelt es sich aber um religiöse Feiertage. Oberflächlich könnte man meinen, Evangelisten oder Muslime bekommen nicht so viele "FREI"-Tage, wie Katholiken. Dies ist aber nicht Grundlage der Entscheidung.

Für unsere BRD gelten nämlich u.a. auch folgende Festlegungen 1.) Religions- und Religionsausübungsfreiheit 2.) Gesellschaftliche Ausrichtung der Nation nach christlicher Werteordnung 3.) Trennung von Kirche und Staat.

Eine Glaubensgemeinschaft, die seit mehreren hundert Jahren einer Tradition folgt, hat diese einst als Feiertag beantragt und der Staat (auch frühere Staatsformen) haben diese Feiertage zur Ausübung der Religion frei gestellt. Früher waren diese Feiertage nämlich durchaus noch ernsthaft zur Vollziehung der Glaubenslehre, also Kirchgang, gemeinsame Totenfeiern, usw. , verwendet worden. Heuite nutzen die meisten Leute diese Tage nur am Rande zur christlichen Glaubensausübung und genießen sie als Frei - Tage. Da die Tage der besonderen Glaubenslehre und Feiern schon seit Jahrhunderten zahlen- und turnusmäßig eingeführt sind, werden diese vom Staat nun auch durch Freistellung von der vertraglichen Arbeitspflicht gewährt. Ausnahmen gibt es ebenfalls, nämlich Personen, die dem Schutz und der Sicherheit der Bevölkerung verschrieben sind, Ärzte, Polizei usw., diese würden ja nun auch diskriminiert, aber der Staat folgt der Aufgabe, die Lehren der Kirchen von Staatlichen Belangen zu trennen, mit Ausnahme der unverzichtbaren Dienste, die der Ordnung und Sicherheit dienen. Die hat die Rechtsprechung also nicht als diskriminierend bewertet.

noch ein Hinweis zur Auslegung des GG : Selbst unser GG ist längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit, u.a. schon deshalb nicht, weil wir mittlerweile die Freizügigkeit für EU Bürger haben. Liest man das GG etappenweise von Artikel 1-3, 4-7 und dann ab 8, fallen u.a. solche "Kleinigkeiten" auf, wie -am Anfang des GG- "...alle MENSCHEN sind vor dem Gesetz gleich...." und später "...alle DEUTSCHEN haben das Recht...auf Versammlungsfreiheit, freie und geheime Wahlen, etvc..." usw., das heisst, anfänglich gilt das GG noch für alle Menschen und nur wenige Artikel später werden maßgebliche Rechte und Pflichten auf die Formulierung und somit Eingrenzung der Deutschen reduziert, obwohl mittlerweile längst auch Nicht-Deutsche viele verfassungsmäßigen Rechte haben. Der GG-Artikel, der u.a besagt, dass die Grundrechte durch Einzelgesetze eingeschränkt werden können bzw. dass Gesetze und Verordnungen weiteres regeln können, reicht nach heutiger Definition nicht mehr aus, um die verfassungsmässigen Rechte aller Betroffenen mit den GG-Formulierungen in Einklang zu bringen. Insoweit hätten wir schon seit längerer Zeit "Renovierungsbedarf".

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Ach und noch eine kleine historische Ergänzung, man kann das Thema auch ewig ausdehnen ;)). Die Festlegung der meisten kirchlichen Feiertage erfolgte u.a auch noch zu Zeiten, als die römisch-katholische Kirche weltweit massiven Einfluß auf die damaligen Herrscher (Königshäuser, Pilgergemeinden, Herrscherstammbäume, etc. hatte, Rom. bzw. damals auch Florenz und die beiden vergleichsweise kurzzeitigen Papst-Sitze in Frankreich, konnten Regierungen stürzen oder errichten. Hiernach sind die späteren Staatsformen eben "nur" den bereits traditionell installierten Regeln, wie oben beschrieben, gefolgt. (Einfach zum Verständnis, wie sich dies entwickelt hat, so kurz, wie zur Erläuterung möglich.)

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@RoBingi

(ich halt jetzt auch meine Schnauze...bzw. meine Finger von den Tasten weg - genug der Klugschei..rei) ;))

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Ich denke nicht das es als Diskriminierung gilt. Es steht das keiner wegen seinem Glauben und Religion benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Das hat aber nichts zutun mit den Feiertagen, denn es leben so viele Menschen in Deutschland, die sogar einer anderen Religion zugehören und diese Menschen haben sich hier auch angepasst. Wenn du dich diskriminiert fühlst, weil du dich durch die Feiertage benachteiligt fühlst, dann müssten alle die hier leben und deren Feiertage aus allen Religionen gefeiert werden, damit sich andere nicht benachteiligt oder diskriminiert fühlen. Und diskriminierung ist eine ausschliesung, dich schließt niemand aus du bist herzlich eingeladen diesen Tag zu feiern :)
Desweiteren gibt es schlimmere Dinge als Feiertage.

Ich kann an dieser Stelle mal -mit einem leichten Schmunzeln- einen "wirklichen Skandal tiefgreifender Diskriminierung" aufzeigen:

Jüngst wurde für den Nürnberger Christkindlsmarkt wieder ein neues Christkind gewählt. Den Überlieferungen nach wird es sowohl mit einer ähnlichen Funktion wie St. Nikolaus oder der Weihnachtsmann beschrieben, also als Geschenke-bringend, aber auch als Abwandlung des Christuskindes. Da Christus und sein Leib und sein Blut zu Sündenreinwaschung geschenkt hat, ist dies quasi eine aus der Historie abgewandelte schöne Geschichte, vornehmlich um Kleinkinder auf die Religionslehre vorzubereiten.

Die Überlieferungen legen nicht fest, dass das Christkind weiblich war, die Darstellung mit hellen, blonden Locken und Flügeln assoziiert dies nicht zwingend. Gerade die Abwandlung als ChristUSkind würde ja eher für einen Jungen sprechen.

Hier also der "Skandal": Der Nürnberger Fremdenverkehrsverein, geführt durch den Oberbürgerneister als Vorstand, schreibt unter Beteiligung einiger Institutionen der Nürnberger Gesellschaft Wahlen aus. Hierbei legt man sich darauf fest, dass die zu wählende Person u.a

  • weiblich sein muss
  • längere Zeit in Nürnberg leben muss (Der Brauch kam ursprünglich aus weiter südlichen Gefilden über Österreich zu uns ;)
  • Ein bestimmtes Alter haben soll ....

Die Europäische Freizügigkeit und das AGG, wie auch Verfassungsartiikel des GG stehen hier zur Prüfung, denn niemand darf u.a. wegen seiner Herkunft und seines Geschlechts benachteiligt werden. Deshalb stellt sich die Frage, warum der Bevölkerung nicht auch Jungen und ferner Bewerber aus EU-Mitgliedsstaaten - z.B. speziell aus Österreich- zur Wahl angeboten werden. Man sollte die gesamte Organisation standrechtlich ....verfolgen ;)))

Männer erhebt Euch und werdet Nürnberger Protestchristkinder ! :)

Ich finde, dass Männer in unserer Gesellschaft oft diskriminiert werden. Darüber wird nur nicht gesprochen weil es ein "Tabuthema" ist. Was sagt ihr dazu?

Hier möchte ich euch ein Paar Denkanstöße geben. Ich weiß das Diskriminierung gegen beide Geschlechter existiert aber sie wird meistens einseitig dargestellt.

-Frauenparkplätze oder Mutter-Kind Parkplätze. "Weil es ja keine aleinerziehenden Väter gibt.

-Frauenquote es sollte eine Quote für alle geben

-es gibt 100te Frauenhäuser. Welche staatlich gefördert werden. Laut meinem stand gibt es 3 Männerhäuser, welche privat bezahlt werden. Dabei muss man beachten, dass ca. genausoviele Männer Opfer von häusslicher Gewalt sind wie Frauen.

-Frauen bekommen leichter das Sorgerecht für Kinder

-Frauen kommen kostenlos in viele Klubs und Männer "sollen" dann auch noch die Getränke zahlen.

-Es wird ungern gesehen, wenn Männer Frauen-Klamotten anhaben, aber es ist andersherum nicht so schlimm

Ich habe leider auf die schnelle keine Quellen. Aber man sollte leicht belege selbst finden nach kurzem recherchieren.

Schreibt mal eure Meinung.

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Ist am 31. Oktober (Reformationstag) in ganz Deutschland Feiertag?

Laut Internet und einigen Kalendern ja, laut unserem Dienstplan und anderen Kalendern ist nichts angemakert.

Ich dachte, an diesem Tag ist in ganz Deutschland, anläßlich der 500-Jahr-Feier der Bibelübersetzung Luthers.

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Warum wird bei Mänmerdiskriminierung kaul hingeschaut?

Bei frauen aber schon bei jeder Kleinigkeit? Und nein, ich finde es ok dass heute Mann und Frau (angeblich) gleich gestellt sind, aber das mein Geschlecht wegen dieser #metoo Sache weil ein paar Leute aufmerksamkeit brauchen gleich als schlecht abgestempelt wird da duese Leute nicht eindach zur Polizei gehen regt mich auf.. . Dabei gibt es viele Gründe warum Männer diskriminiert werden:

Männerdiskriminierung bei Wehrdienst / Zivildienst / Krieg  Männer müssen einen Wehrdienst bzw. einen Zivildienst kostenlos ableisten, Frauen überhaupt nicht. Im Kriegsfall müssen Männer "sterben gehen", ob sie wollen oder nicht. Frauen dürfen zu Hause bleiben (Dies ist zwar im Kriegsfall auch nicht lustig, aber trotzdem besser als an der Front).

2) Männerdiskriminierung bei Behörden  Es gibt ein Frauenministerium, aber kein Männerministerium.  Die Gleichbehandlungsministerin ist gleichzeitig Frauenministerin und somit in einem Interessenskonflikt.  Es gibt ein Straftäterkartei im Innenministerium, aber keine "StraftäterInnen" Kartei. Ebenso gibt es keine "MörderInnen"-Kartei.

3) Männerdiskriminierung beim Pensionsantritt  Männer dürfen erst später in Pension gehen, obwohl sie eine kürzere Lebenserwartung haben ! Damit diese sexuelle Diskriminierung der Männer nicht vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben werden kann, haben in Österreich SPÖ und ÖVP ein Verfassungsgesetz mit 2/3 Mehrheit beschlossen. Das Stimmverhalten von FPÖ und Grüne ist unbekannt. Das Verrückte dabei ist, dass die Männerdiskriminierung per Verfassungsgesetz durch SPÖ & ÖVP vorgeschrieben wurde!  Während Frauen nur 37% der Zahlungen in die Pensionsversicherungsanstalt einzahlen, bekommen sie 49% heraus.

4) Männerdiskriminierung im Bereich Soziales & Gesundheit  ca 80% der Obdachlosen sind Männer. Die meisten davon wurden obdachlos aufgrund von Scheidungsverfahren und Unterhaltszahlungen. Im Zweifelsfall wird immer der Mann der Wohnung oder des Hauses verwiesen, selbst wenn es sein Eigentum ist.  Während es viele Programme zur Beratung und Erkennung von Brustkrebs bei Frauen gibt, gibt es vergleichsweise wenige zur Erkennung von Prostata-Krebs bei Männern.

5) Männerdiskriminierung bei Scheidungen  Männer verlieren in der Regel das Wohnrecht in der bisherigen Wohnung. Männer dürfen nach Scheidungen meist die Kinder nur mehr sehr selten sehen. Leider verlieren die meisten Kinder durch diese Gesetze den Kontakt zum Vater schon kurz nach der Scheidung. Männer werden oft nach Scheidungen zu Zahlvätern degradiert. Bei 3 Kindern zahlen die Väter ca. 60% des Jahreseinkommens an Unterhalt nur für die Kinder. Bei Besserverdienen kann dann auch die Mutter bequem davon leben.

6) Männerdiskriminierungen bei Gerichtsurteilen:  Wenn eine Mann seine Ehefrau umbringt bekommt er statistisch eine höhere Haftstrafe, als wenn eine Frau Ihren Ehemann umbringt. Mit den Frauen haben die Richter und Geschworenen anscheunend mehr Mitleid.

weitere Gründe werde ich gleich in den Antworten posten (wenn ich es kriege)

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