Können Erben eine ESt-Erklärung für einen verstorbenen Rentner machen und lohnt es sich?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Können die Erben nun eine Einkommensteuererklärung einreichen und haben sie ggf. einen rechtlichen Anspruch auf Erstattung?

Ja.

Lohnt es sich überhaupt so eine Erklärung zu machen?

Hängt vom Einzelfall ab. Ganz wichtig ist, ob überhaupt Steuern gezahlt wurden. Das steht auf der Steuerbescheinung drauf. Mehr als das gezahlte wird logischerweise auch nicht erstatte.

Wenn Steuern gezahlt wurden, dann lohnt es sich in jeden Fall, wenn der Rentner nicht bis zu Jahresende Rente bezogen hat. Der Abzug berechnet sich nämlich auf Monatsbasis hochgerechnet aufs Jahr, während bei der Jahressteuererklärung pro Kalenderjahr gerechnet wird.

Ansonsten ein paar Sonderausgaben und evtl. außergewöhnliche Belastung - mehr nicht. Würde das grundsätzlich reichen?

Hier müssen sie zwei Sachen unterscheiden. Eine "Minierklärung", ohne etwas abzustetzen lohnt sich wie gesagt, wenn nur ein Teil des Jahres Bezüge vorhanden waren. Der Aufwand dafür ist recht gering, da man keine Belege braucht. Einfach mit den Zettel zum Finanzamt und die Sache ist in ein paar Minuten erledigt. Einziger Nachteil ist, das man es sich später nicht anders überlegen kann, d.h. man kann wenn der Steuerbescheid einmal rechtskräfig ist, nicht doch noch etwas absetzen. Die Frage ist auch, wie man den Fiskus die Erbenstellung nachweist. Wenn man dafür extra einen Erbschein braucht, wird es auch fraglich.

Ins Detail zu gehen und Einzelposten abzustezen lohnt den Aufwand nur, wenn diese entsprechen hoch sind und auch der Grenzsteuersatz entsprechend ist. Hier sollte man schauen, wieviel Steuern überhaupt noch nach der kleinen Erklärung übrigbleiben.

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Die Rente ist steuerpflichtiges Einkommen.

Zu wie viel Prozent hängt vom Jahr des erstmaligen Rentenbezugs ab.

Wenn der Rentner Lohnsteuer gezahlt hat, und einkommensabhängige Kosten abzusetzen sind, können die Erben die ESt-Erklärung abgeben. Sonst dürfte das wohl uninteressant sein.

Eine evtl. Erstattung fließt in die Erbmasse

Werbungskosten höchstens die Pauschale.

Ansonsten ein paar Sonderausgaben und evtl. außergewöhnliche Belastung - mehr nicht. Würde das grundsätzlich reichen?

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@AdoreSunrise

Die wERBUNGSKOSTENPAUSCHALE IST JA BEREITS BERÜCkSICHTIGT: dAS BRINGT NICHTS

Außergewöhnliche Belastung wäre nur interessant, wenn 2 % des Einkommens überschritten wurden.

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