Können Elektro Geräte einfach so brennen?

9 Antworten

Generell gesagt kann ausnahmslos jedes Gerät, das elektrisch betrieben wird, anfangen zu brennen. Selbst wenn es nur mit einer Knopfzelle betrieben wird

Jedes elektrische Gerät wandelt zumindest einen Teil der elektrischen Energie in Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme muss abgeführt werden, so dass das Gerät sich unter normaler Nutzung nicht so weit aufheizen kann dass es zu brennen anfängt.

Jedoch kann es durch Planungs- und Konstruktionsfehler, Fehler bei der Produktion oder beim Material, Überlastung, Verschmutzung sowie vor allem durch Alterungserscheinungen (und noch mehr...) dazu kommen, dass die Wärmeabfuhr nicht mehr gegeben ist, also mehr Wärme erzeugt wird als abgeführt wird. Und dann brennt das Teil unter Umständen.

Gerade aufgrund von Alterung müssen im gewerblichen Bereich elektrische Geräte regelmäßig auf ihre elektrische Betriebssicherheit untersucht werden. Das dient zwar in erster Linie dem Schutz des Menschen von tödlichen Stromschlägen, ein Gerät dass die Mindestanforderungen nicht erfüllt ist aber auch gleichzeitig eher überhitzungsgefährdet als eines das alle Parameter einhält.

Es gibt Geräte die speziell für den 24/7-Betrieb ausgelegt sind. Die haben dann bessere Wärmeableitmöglichkeiten, bessere Isolierungen, evtl dickere Drähte und sind auch mechanisch stabiler.

Mini-Ventilatoren sind nicht für den 24/7-Betrieb gedacht. Mal zwei, drei Tage am Stück laufen lassen geht, aber nicht ständig.

Und wie meine Vorschreiber schon richtig sagten: das CE-Zeichen hat die Aussagekraft eines Regenwurms.

GS und TÜV-Kennzeichnungen sagen da schon wesentlich mehr aus, beziehen sich aber auch nur auf den bestimmungegemäßen Gebrauch.
Auch ein GS- und TÜV-geprüfter Haarföhn hat in Badewannen nichts zu suchen...

Brennen kann ein elektronisches Gerät nur bei einem technischen Defekt. Das heißt es entsteht ein Kurzschluss welcher evtl. nicht die Sicherung zum auslösen bringt. Dann entstehen Hitzefelder/Schmorrfelder, die zu einem Brand führen können. Bei Geräten die 24/7 laufen, ist der Verschleiß höher und es kann theoretisch schneller zu defekten kommen.

Aber das ist nur Theorie und bei einem Ventilator wohl nicht so schlimm. Aber passieren kann immer was, auch wenn ein Gerät nicht 24/7 läuft.

"Brennen kann ein elektronisches Gerät nur bei einem technischen Defekt."

Gilt das auch für den nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch? Das wäre für mich kein Defekt. Es führt möglicherweise zu einem solchen, aber die eigentliche Ursache liegt in einer falschen Verwendung.

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@SirKermit

Den brand löst dann trotzdem der technische Defekt aus. Das würde hier einfach nur so aussehen: Ursache des Defektes: falsche Handhabung; Ursache des Brandes: Der Defekt.

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Gelegentlich ist es hilfreich, in eine Bedienungsanleitung zu schauen. Dort steht eventuell auch die maximale Einschaltdauer. Die interessiert einen Kunden meist nicht, aber wenn der Konstrukteur nur 20% vorgesehen hat (20% aktiv, 80% Pause) und dies auch so festgeschrieben hat, dann kann das bei Dauerbetrieb eine Überlastung der Baugruppe zur Folge haben. Und ein Brand wäre eine Folge einer Überhitzung. In unserem Fall könnte das der Motor des Ventilators selber sein. Der Ventilator soll zwar kühlen, aber ob der Motor seonerseits ausreichend für einen Dauerbetrieb gekühlt wird, ist damit noch lange nicht geklärt.

Und ja, auch ich bin "Anleitungsphobiker". ;-)

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