Können ein Strenggläubiger und ein überzeugter Atheist dennoch Freunde sein?

40 Antworten

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Stelle ich mir schwierig vor...

Freundschaft ist eine Herzensangelegenheit, die keine Bedingungen stellt und den anderen genau so nimmt, wie er ist.

Somit müssten sie entweder dieses Thema aus der Freundschaft ausklammern und damit könnte keiner wirklich er selbst sein.

Oder es kommt immer wieder zu "Veränderungsversuchen", indem der eine dem anderen seine Überzeugung nahe bringen will.

Es müssten schon beide die Offenheit besitzen, die Weltanschauung des anderen näher zu betrachten und in Erwägung zu ziehen, dass an beiden etwas dran ist...

Erst einmal vielen, vielen Dank an alle für eure große Diskussionsfreude zu meiner Frage, habe noch nie ein so großes Echo erhalten.

Ich finde nicht nur aufgrund deiner Antwort, sondern auch dank deiner super Kommentare, v.a. zu Befra180 hast du dir den Stern redlich verdient.

Viele Grüße

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Ich glaube ja, weil Freundschaft meiner Meinung nach nichts mit Glauben oder Religion zu tun hat. Und wenn einer die Meinungen und Ansichten des Anderen akzeptiert, dann sollte es gut gehen.

Ja, absolut. Ich weiß das genau :-) Man muss ja keine religiösen Diskussionen führen, wenn man befreundet ist. Es ist nur wichtig, seine eigenen Werte und Richtlinien in Sachen Religion nicht aufdrängen zu wollen.

Man kann mit jedem Menschen freundschaftlich umgehen, so lange er dazu bereit ist. Allerdings kommt es sehr darauf an, was du unter Freundschaft verstehst. Ich habe als Christ selten Freunde gehabt. Aber mit den meisten anderen habe ich nie ein Wort christlichen Inhalts gesprochen. Wenn es trotzdem selten zu einer Art Freundschaft kam, dann deshalb, weil Christen ihren Glauben leben - auch wenn sie nicht darüber sprechen. Wenn bei dir dann schon Intoleranz beginnt, dann ist es unmöglich mit dir Freundschaft zu pflegen.

Allerdings muss man sich dann fragen, wer hier das einseitige Denken vertritt.

Eine Freundschaft, die allerdings im Hintergrund eine eheliche Verbindung zum Ziel hat, kann ich mir unter Menschen mit so grundverschiedenen Denkansätzen nicht vorstellen. Die Basis würde dann nicht auf dauer halten und ist nicht zu empfehlen. Und das im Interesse beider.

Natürlich. Man muss halt nur akzeptieren, dass der andere zu diesem Thema eine andere Meinung hat.

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