Können ein Christ und ein Atheist kirchlich heiraten?

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10 Antworten

In der katholischen Kirche spenden sich die Brautleute vor Gott und den Zeugen (dem Priester und den Trauzeugen) gegenseitig das Sakrament: Sie versprechen einander, das sie den zukünftigen Ehepartner in guten und bösen Tagen lieben und ehren wollen, bis dass der Tod sie scheidet. Wenn sie Gott in ihre Ehe mit einbeziehen und auf ihn hören, wird er ihnen helfen, dass sie ihr Versprechen halten können.

Auch wenn der Atheist dieses Versprechen ehrlich meint, kann er es dem künftigen Ehepartner vor Zeugen versprechen, aber nicht vor Gott, an den er ja nicht glaubt.

Mir hat ein Professor für Kirchenrecht einmal gesagt, es gibt die Möglichkeit, dass der gläubige Partner einseitig dem anderen das Sakrament spendet. Da müsste man sich erkundigen.

Hallöle Gritti!

Danke für diese ausführliche und nett geschriebene Antwort, dafür hast Du das Sternchen verdient summt das Immchen

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In der Regel setzt eine evangelische Trauung die Kirchenmitgliedschaft beider Ehepartner voraus. Gehört einer der Ehepartner der evangelischen, der andere Ehepartner einer anderen christlichen Kirche an, kann an der evangelischen Trauung auch ein Geistlicher oder eine Geistliche der anderen Konfession beteiligt werden. Ist einer der beiden nicht in der Kirche, so gibt es verschiedene Regelungen. Einige Landeskirchen bieten ausnahmsweise eine evangelische Trauung an, andere Landeskirchen kennen die Möglichkeit eines „Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung“. Die nähere Gestaltung dieses Gottesdienstes fällt in den einzelnen Gemeinden in Deutschland unterschiedlich aus. Um eine konkrete Vorstellung zu bekommen, fragen Sie bitte in Ihrer Gemeinde nach, in der Sie getraut werden wollen.

Quelle:

http://www.ekd.de/glauben/hochzeit.html

ich hoffe es doch sehr, da ich und mein Freund genau dieses Problem hätten. er ist Atheist und ich bin Christ. wir sind zwar noch jung aber ich weiß, dass er der Mann für immer ist und ich will auf jeden Fall mal kirchlich Heiraten! aber ich denke es wird irgendwie gehen.

Auf jeden Fall! Dem Christ steht es doch zu und der zukünftige Ehepartner wird ja vielleicht doch noch ein neues Mitglied?Die Kombination gibt es wahrscheinlich sehr oft... und meistens ist es bei den (sogenannten) Atheisten doch so, dass Hochzeit und später Beerdigung dann doch kirchlich begleitet werden sollen, oder? Kommt aber auch sehr auf den jeweiligen Pfarrer bzw. das Presbyterium an.

Nicht immer ist ein Kirchengänger ein Kind Gottes , dem zu folge gibt es auch hier hin Unterschiede . Ein Atheist glaubt auch an etwas , aber leider nicht an das Wort Gottes .Ein wahrer Christ könnte durch diese Meinungsverschiedenheit in verschiedene Konflikte geraten , wenn die Gegenseite weiterhin im atheistischen Standpunkt bei behält , denn in Ihm ruht ein anderer Geist das nicht den Frieden Gottes im Herzen hat .Atheisten können auch Christen werden und somit hat sich diese Frage daraufhin erledigt , denn mir ist solches bekant geworden . Ein Christ wird auf jeden Fall trotz alle dem vorsichtig sein , diesen Entschluss zu vollbringen . Atheisten werden eine Kirchliche Trauung mit einem Christen wohl ein mulmiges Gefühl haben , wenn dieser an seinem Standpunkt fest bleibt .

Unikat - dann sollte eventuell der Christ nicht stur bleiben. Vorausgesetzt natürlich, er liebt seinen sehr handhabbaren Partner auf Erden mehr als seinen fiktiven Gott irgendwo "da oben".
Im Übrigen irrst auch Du, wenn Du behaupteset, dass Atheisten an "etwas" glauben, das Du das mit Deiner Art des Glaubens gleichsetzt.
Ich glaube als Nicht-Gläubiger (oder bitteschön als "Atheist") auch an etwas, nämlich z. B. daran, dass sich die durchschnittliche Vernunft des Menschen irgendwann durchsetzen wird. Das ist aber ein anderer Glaube als Deiner, das ist feste Überzeugung, kein Aberglaube wie bei Dir.

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@babulja

Christen haben die sehr feste Überzeugung, dass Jesus lebt und Gott keineswegs fiktiv, sondern gegenwärtig ist. Und es wäre schon schwierig, einen Menschen mehr zu lieben als Gott, der uns doch erst zur Liebe befähigt.

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Die Ehe ist ein Sakrament das sich zwei getaufte Spenden.Heute ist alles möglich auch in der Katholischen-kirche .

Allerdings wird das dem Christen in der Beziehung nicht viel nützen denn,das Sakrament wirkt insofern nur wie der Mensch auch selbst mit arbeitet.

Bei den Evangelischen ist die Ehe kein Sakrament. Sie haben nur 2 Sakramente: Taufe und Konfirmation.

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@Gritti

soviel ich weiss ist die Konfirmation kein Sakrament.!!...............??????

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@Gritti

Das Abendmahl ist das zweite Sakrament. Die Konfirmation gilt nur als Bestätigung der Taufe, wenn der Konfirmand alt genug ist um selbst zu bestimmen, ob er denn getauft sein will. Als Baby wurde er ja nicht gefragt...

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Nein weil der andere nicht in der Kirche ist mein Vater war auch mal aus der Kirche ausgetreten weil der so viel verdient hat und die Kirchensteuer dann zu hoch gewesen wäre dann wollte meine Eltern kirchlich heiraten und das ging nicht...

Hallo Immchen,

eine sehr ernste Frage.

Ich möchte weiter nichts als zwei Bibeltexte vortragen über den man nachdenken sollte. Diese zeigen wie Jesus darüber denkt:

Sagt jemand "Es gibt keinen Gott" - dann verleugnet er das Jesus Christus einen himmlischen Vater hat. Die Folge:

  1. Johannes 2:22  Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, derjenige, der den Vater und den Sohn leugnet. 23 Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht. . . .

Auch wenn die Ehe durchaus harmonisch verlaufen kann - in den Augen Jesu ist es verkehrt.

Zu diesem Gedanken gehört allerdings, das er/sie sich aktiv gegen Jesus oder seinen himmlischen Vater stellt (Anti - gr. = "gegen". "A"-Theist "Kein Gott"). Das ist mit Worten und Taten verbunden.

Unglaube aus Bequemlichkeit oder mangelnde Erkenntnis ist hier nicht gemeint.

An anderer Stelle sagt die Bibel:

  1. Korinther 7:39 . . .so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will, nur im Herrn. 

Daher geht es nicht vor Jesus oder seinen himmlischen Vater Jehova Gott zu treten und um den Segen zu bitten.

LG

JensPeter

Wenn du dem Pfarrer nicht gerade erzählst, dass du Atheist bist (sondern irgendein Märchen, von wegen "bin zwar aus der Kirche ausgetreten, aber ihr immer noch nah"...), dann sollte das zumindest mit einem evangelischen Pfarrer gehen.

Ob man so etwas machen mag, ist eine andere Frage.

Gruß Ragnar

@ragnar

Wirklich Toll !!

Anstiftung zur Lüge ....in der Kirche ..dir ist wohl gar nichts mehr heilig.....

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@waldfrosch

Ich sag ja nur, dass man das machen kann - und Skrupel gegenüber einer derart verlogenen Organisation wie der Kirche gegenüber hätte ich für mein Teil nicht. Allerdings würde ich es aus eigenem Ethos heraus nicht machen.

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@Ragnar12983

Kirche ist keine "Organisation" im konventionellen Sinn. Wo ist denn da etwas "Verlogenes"?

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@Ragnar12983

Kirche ist keine "Organisation" im konventionellen Sinn. Wo ist denn da etwas "Verlogenes"?

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soweit mir bekannt ist, reicht bei der kirchlichen hochzeit, wenn einer der brautleute in der kirche ist.

nein bei meinen eltern war das auch nicht möglich

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