können eigentlich menschen mit autistischer störung Pilot werden?

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5 Antworten

Hallo,

wie immer gilt auch hier: Es kommt darauf an. Seltsamerweise lässt sich die Flugmedizin darüber nicht eindeutig aus.

So heißt es etwa in der EU-Verordnung 1178/2011:

"MED.B.055 - Psychiatrie

a) Bewerber dürfen ihrer Krankengeschichte oder klinischen Diagnose zufolge weder angeborene noch erworbene akute oder chronische psychiatrische Er­krankungen, Behinderungen, Abweichungen oder Störungen aufweisen, die die sichere Ausübung der mit der/den geltenden Lizenz(en) verbundenen Rechte beeinträchtigen können.

b) … (hier geht es um den Genuss von Alkohol und Drogen, die beide untauglich machen)

c) Bewerber mit einem psychiatrischen Leiden wie

  • (1) affektive Störungen;
  • (2) neurotische Störungen;
  • (3) Persönlichkeitsstörungen;
  • (4) psychische Störungen und Verhaltensstörungen

müssen einer zufrieden stellenden psychiatrischen Beurteilung unterzogen werden, bevor erwogen werden kann, sie als tauglich zu beurteilen.

MED.B.060 - Psychologie

a) Bewerber dürfen keine nachgewiesenen psychischen Einschränkungen auf­ weisen, die die sichere Ausübung der mit der/den geltenden Lizenz(en) ver­bundenen Rechte beeinträchtigen können.

b) Gegebenenfalls muss im Rahmen von oder ergänzend zu einer fachärztlichen psychiatrischen oder neurologischen Untersuchung eine psychologische Be­urteilung vorgenommen werden."

Das bedeutet, dass hier immer sehr eingehende Untersuchungen gemacht werden (müssen). Eine Tätigkeit als Berufspilot ist damit fast so gut wie ausgeschlossen, aber für die Privatfliegerei könnte es reichen.

Wie immer, wundert es mich aber, dass solche komplexen Fragen hier überhaupt gestellt werden. Wer soll Dir so etwas schon zufriedenstellend beantworten können, zumal die Zahl der Fliegerärzte hier bei GF doch eher gegen Null tendiert? Und willst Du Dich wirklich auf die sich widersprechenden Antworten von Laien verlassen?

Warum machst Du nicht einfach eine Anfrage beim Referat L5 - „Flugmedizin“ des Luftfahrt-Bundesamtes (Telefon: +49 531 2355 4505, Mo - Fr 9-12)

Ich sehe da gar kein Problem, wenn man die Ausbildung schafft, kann man auch Pilot werden.
Man ist ja nicht dazu verpflichtet, den Autismus irgendwo anzugeben. Auch ist man mit Autismus nicht automatisch unmündig.

Es wird sich, wie bei jedem anderen Menschen auch, in der Ausbildung herausstellen, ob man alle Fähigkeiten für den Beruf oder auch das Hobby (man kann ja auch kleine Maschinen privat fliegen) mitbringt.

Natürlich. Wieso sollte das nicht gehen?

Ob jemand im Einzelfall geeignet ist, kommt genauso auf die Person an wie in jedem nicht-autistischen Einzelfall.

Das muß im Einzelfall geprüft werden. Es gibt ja nicht die autistische Störung sondern ganz viele verschiedene.

Nein, können Sie nicht.

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